Zwei Boliden im Vergleich: Galaxy S3 vs. Galaxy Note 2

Das Samsung Galaxy S3 und das Samsung Galaxy Note 2 gehören ohne Frage zu den besten Geräten, die sich derzeit auf dem Markt befinden. Ich habe mir bereits vor einiger Zeit vor die Frage gestellt, ob ich mir lieber ein Samsung Galaxy S3 kaufen sollte, oder doch lieber das Galaxy Note, das mit einem riesigen Display trumpfen konnte. Letztendlich entschloss ich mich dann dazu, mir das Samsung Galaxy S3 zu kaufen, da es schlichtweg bessere Spezifikationen hat als das Galaxy Note und mir das neue TouchWiz sehr gut gefiel.

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Als dann vor kurzem das Samsung Galaxy Note 2 endlich im Handel verfügbar war, stellte sich mir erneut die Frage, ob ich mir das Gerät nicht vielleicht als Ersatz für mein Galaxy S3 holen sollte, schließlich gefiel mir schon der Vorgänger so gut, dass er bei der Wahl eines neuen Smartphones mit dem Galaxy S3 konkurrieren konnte.
Schließlich entschied ich mich dazu, das Galaxy Note 2 doch zumindest einmal in der Praxis auszuprobieren. Meine Erfahrungen mit dem Umstieg und einen Vergleich beider Geräte könnt ihr im Folgenden lesen und sehen.

Im Video

(Link zum Video)

Äußeres

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Obwohl beide Geräte zum Großteil aus Kunststoff bestehen, ist die Verarbeitung dennoch sehr gut, sodass nichts knarzt. Ein Vorteil des Kunststoffes ist natürlich, dass die Geräte dadurch weniger wiegen.

Im Vergleich zum Galaxy Note 2 wirkt das Galaxy S3 jedoch wie eine Feder. Es wiegt deutlich weniger und liegt auch besser in der Hand. Das Galaxy Note 2 lässt sich zwar theoretisch auch einhändig bedienen, jedoch benutzt man in den meisten Fällen dann doch beide Hände, da das Gerät zum einen sehr groß ist und außerdem auch dementsprechend viel wiegt. Die Größe des Geräts ist übrigens in der Hose selbst bei recht engen Jeans nicht störend. In manchen Hosen steht eine Ecke etwas aus der Hose heraus, ein Problem stellt dies jedoch nicht dar.
Rein vom Gefühl her ist das Gewicht des Galaxy Note 2 in etwa vergleichbar mit dem iPhone 4(S), das meiner Ansicht nach durch die Nutzung von Glas unangenehm viel wiegt.

Dennoch muss ich sagen, dass mir das Samsung Galaxy Note 2 auch in dieser Kategorie sehr gut gefällt. Optisch ähnelt es dem Galaxy S3 stark und an das Gewicht gewöhnt man sich mit der Zeit. Wichtig zu erwähnen ist außerdem, dass man das Galaxy Note 2 des Öfteren auch einfach mal aus der Hand legen kann, da die Bedienung mit dem S-Pen sowohl präzise, als auch komfortabel ist.
Das 0,7 Zoll größere Display gleicht den negativen Punkt des Gewichts für mich aus, wobei das natürlich Geschmackssache ist.
Das Display hat auf dem Papier die gleiche Auflösung wie das S3 bei einer größeren Diagonalen, jedoch heißt das nicht, dass das Display weniger scharf ist, da die Displaytechnologie etwas anders ist. Die einzelnen Subpixel, die einen Pixel bilden, sind auf dem Note 2 anders angeordnet, sodass das Bild etwas schärfer wird. Insgesamt ist das Display vom Galaxy S3 jedoch schärfer, was sich auch mit dem bloßen Auge erkennen lässt. Wer beide Geräte zur Hand hat, soll sich mal die Uhrzeit oben rechts genauer ansehen. Das alles heißt aber natürlich noch lange nicht, dass das Display vom Note 2 schlecht ist, ganz im Gegenteil: Es ist ein sehr gutes Display mit ebenso satten Kontrasten wie beim Display vom Galaxy S3.

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Die Rückseite des Galaxy Note 2 ist etwas anders aufgebaut als die des Galaxy S3. Der Lautsprecher ist in die untere linke Ecke gerutscht, sodass die Rückseite nicht mehr symmetrisch ist. Das finde ich etwas schade, denn so wirkt die Rückseite doch vergleichsweise etwas chaotisch.

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Beide Geräte sind in etwa gleich dick, das Samsung Galaxy Note 2 ist ein kleines bisschen dicker, was aber in der Hand nicht wirklich auffällt.

Unter der Haube

Von innen ähneln sich die beiden Geräte ebenfalls sehr stark. Das Galaxy Note 2 hat den gleichen SoC eingebaut, der auch im Galaxy S3 sein Werk verrichtet, einen Samsung Exynos 4412. Im Galaxy Note 2 ist dieser Quad-Core Prozessor jedoch mit 1,6 GHz 200 MHz höher getaktet als der im Galaxy S3.
Das heißt leider noch lange nicht, dass das Note 2 tatsächlich flüssiger läuft, leider machte sich teils sogar das Gegenteil bemerkbar. Öffnet man einen Ordner auf dem Homescreen, ist die Animation auf dem Note 2 ziemlich rucklig, was mich sehr stört. Auf dem Galaxy S3 hingegen ist die Animation vollkommen flüssig – Extrem ärgerlich! Ich hoffe, dass Samsung die Schwächen in der Software noch beheben wird.

Bemerkbar machte sich bei meiner intensiven Nutzung der Geräte der doppelt so große Arbeitsspeicher des Galaxy Note 2, der dafür sorgt, dass mehr Apps im Hintergrund laufen können. So wird beispielsweise der Browser nicht mehr so oft geschlossen, wenn man mal schnell in eine andere App wechselt.

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Negativ aufgefallen ist mir, dass der nutzbare interne Speicherplatz vom Note 2 mit 10,36 GB kleiner ausfällt als der vom Galaxy S3 mit 11,25 GB, obwohl beide Geräte als 16 GB Geräte verkauft werden. Hier fühle ich mich von so ziemlich jedem Hersteller veräppelt, denn wo 16 GB draufstehen, sollten auch 16 GB drin sein.

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Das Galaxy Note 2 hat einen riesigen Akku (3100 mAh), sodass man mit einer Akkuladung locker über den Tag kommt. Ich würde mich als Power-User einschätzen und dennoch muss ich das Gerät nicht jede Nacht über aufladen lassen. Die Laufzeit vom Galaxy S3 kann sich zwar auch sehen lassen, jedoch hält der 2100 mAh große Akku natürlich nicht so lang durch, wie der des Note 2.

Die Kameras beider Geräte scheinen identisch zu sein.

Software & Bedienung

Auf beiden Geräten läuft mittlerweile Android 4.1.1 Jelly Bean, wobei es mir so vorkommt, als hätte Samsung beim Note 2 etwas geschlampt. Ich habe bereits einige Male den “Schließen Erzwingen”-Dialog zu Gesicht bekommen, beispielsweise beim Schreiben einer SMS oder in den Einstellungen. Dies war beim Galaxy S3 definitiv nicht der Fall.
Mal abgesehen von den Fehlern läuft auf beiden Geräten nun zum Großteil die gleiche Software. Das Alleinstellungsmerkmal in Sachen Software ist die App S Note, die zwar unter dem Namen “S Memo” auch auf dem Galaxy S3 vorhanden ist, aber natürlich mit dem Finger nicht so gut nutzbar ist wie mit dem S Pen.

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Dieser ist extrem praktisch, vor allem in Kombination mit Popup Note. Knopf auf dem S-Pen drücken, 2x auf den Bildschirm tippen und schon kann man eine neue Notiz erstellen. Alternativ nur den Knopf gedrückt halten und auf dem Bildschirm etwas einkreisen, um damit eine neue Notiz zu erstellen, die dann noch kommentiert werden kann. Hat man erst einmal den Nutzen dieser Funktion erkannt, nutzt man diese immer häufiger. Bei mir hat dies etwa eine Woche gedauert, mittlerweile nutze ich diese Funktion mehrmals täglich.

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Gerade für Leute, die studieren oder auf eine Schule gehen, die die Nutzung solcher Geräte gestattet, ist S Note eine feine Sache. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielseitig: Notizen für einen Vortrag, Notizen im Unterricht oder in Vorlesungen oder eine Notiz als “Hausaufgabenheft” und vieles mehr lässt sich mit S Note anstellen. Mehr Infos und Einzelheiten zum S Pen und S Note folgen in Lars’ Review vom Galaxy Note 2 in Kürze.

Ist das Galaxy Note 2 das richtige Gerät für mich?

Gute Frage! Mir persönlich gefällt das Samsung Galaxy Note 2 besser als das Samsung Galaxy S3, einen klaren Sieger gibt es aber nicht. Zum einen ist das Note 2 ein ganzes Stück teurer als das S3, außerdem ist die Größe eben nicht für jeden die richtige. Ich empfehle daher: Informiert euch nicht nur im Internet, wenn beide Geräte euer Interesse geweckt haben! Probiert in einem Elektronikfachhandel beide Geräte aus und schiebt sie auch mal in die Hosentaschen eurer engsten Hose. Keine Sorge, ihr werdet nicht die ersten sein, die das ausprobieren.

Noch Fragen? Schreibt sie in die Kommentare und ich werde versuchen, so viele wie möglich zu beantworten.

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