Samsungs Rex: Billig-Smartphones gegen Nokia

Nokia taucht seit längerer Zeit eigentlich nur noch in den Statistiken der Top-Handyhersteller auf, da man in Ländern mit niedrigem Lohnniveau mit günstigen Handys (nicht Smartphones sondern die Teile mit Tasten, miesem OS und eingebautem Flaschenöffner/Nussknacker) noch große “Erfolge” feiern konnte. Genau in diese Märkte möchte nun auch Samsung mit günstigen Smartphones erobern.

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Mit der für in Indien vorgestellten Rex-Serie möchte Samsung statt mit Handys mit billigen Smartphones in diesen Märkten punkten, logisch, dass bei Preisen von unter 100 Euro einige Abstriche gemacht werden müssen. Das Rex 90, Rex 80 und Rex 70 kommen noch mit kapazitiven Bildschirmen (3.5 Zoll und HVGA bei dem Rex 90, 3 Zoll und QVGA bei dem Rex 80 und Rex 70) daher, das Rex 60 verfügt sogar nur über ein resistives (=druckempfindliches) Display. Unter der Haube gibt es schwache Prozessoren, 1.000 mAh Akkus und ein Java-basiertes Betriebssystem (auf der Hardware würde das klageanfällige Android ohnehin nicht zufriedenstellend laufen), dazu Kameras mit Auflösungen zwischen 1.3 und 3 MP. Alles ziemlich mager, dafür startet das Rex 60 bei umgerechnet rund 60€ – für Entwicklungsmärkte sicherlich interessant.

Vom Ansatz her würde ich sagen, dass solche Billig-Smartphones eine feine Sache sind, sie dürften in relativ kurzer Zeit vielen Menschen (ähnlich wie Billig-Tablets) überhaupt erst den Zugang zum Internet ermöglichen. Warum aber gerade Samsung in diesen Markt drängt kann ich nicht ganz verstehen: Zwar hat man einen sehr guten Ruf auf der eigenen Seite, dafür hat man aber gerade in Asien eine unglaubliche Konkurrenz bei billiger Elektronik. Derzeit ist noch Nokia in diesem Markt mit den billigen Asha-Geräten relativ weit vorne, ob dies aber angesichts billiger Dual-Core Smartphones mit Android aus China und Co. noch lange der Fall ist, darf bezweifelt werden.

Quelle: SammyHub und Neuerdings