Der nächste Kampf zwischen Apple und Samsung: Belieferungsketten

Samsung und ganz besonders Apple sind auf Unternehmen angewiesen, die bei der Herstellung von Geräten helfen. Komponenten wie der Prozessor und Sensoren werden größtenteils von anderen Firmen hergestellt, sodass Samsung und Apple von diesen stark abhängig sind.

Samsung Logo 4 620x412 Der nächste Kampf zwischen Apple und Samsung: Belieferungsketten

Die beiden Giganten brauchen auch eine sehr hohe Anzahl von Komponenten, allerdings haben die anderen Unternehmen auch keine unbegrenzten Ressourcen. Samsung selbst hat derzeit Probleme damit, genügend Exynos SoCs für das Samsung Galaxy S4 herzustellen, weshalb man zum Großteil auf den Snapdragon 600 von Qualcomm setzt. Samsung hat in diesem Fall Glück, da Apple nur wenige Komponenten von Qualcomm bezieht und somit keine Konkurrenz bei dieser Firma herrscht.

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Kein Ende in Sicht: Apple will Galaxy S4 in nächstes Verfahren einbringen

Der Rechtsstreit zwischen Apple und Samsung hört in den USA wohl niemals auf. Das noch immer laufende Verfahren wird nächstes Jahr im März fortgesetzt, allerdings sollen beide Parteien ihre Argumente verringern und einzelne Punkte detaillierter darstellen. Apple hat nun eine Anfrage an das zuständige Gericht gestellt, ob man eines der 22 Geräte auf der Liste mit Geräten, die Patente verletzen durch das Samsung Galaxy S4 ersetzen dürfe.

Apple vs Samsung court Kein Ende in Sicht: Apple will Galaxy S4 in nächstes Verfahren einbringen

Apple habe das Gerät analysiert und festgestellt, dass dieses ebenfalls patentierte Technologien von Apple nutzt, die Samsung nicht lizenziert hat.

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Apple verliert Slide-to-Unlock in Deutschland und “Rubber-Band”-Effekt in den USA

Im Streit zwischen Apple und Samsung war es nur vorübergehend ruhig geworden, nun gibt es direkt zwei Niederlagen für Apple. Zum einen hat das Bundespatentgericht das “Slide-to-Unlock”-Patent für nichtig erklärt und zum anderen hat das US-Patent-Office das “Rubberband-Effekt”-Patent ebenfalls für ungültig erklärt.

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Gestern hatte das Bundespatentgericht in München das EP1964022 auf “unlocking a device by performing gestures on an unlock image” für nichtig erklärt. Zweifelhaften Ruhm hatte das “Slide to Unlock”-Patent in dem Streit zwischen Apple und Samsung erlangt.Tatsächlich ist es aber nach Ansicht des BPatG als reine Software nicht schützenswert. In den USA ist das Patentsystem deutlich gnädiger zu solchen Trivialpatenten, weshalb exakt das gleiche Patent dort (noch) gültig ist. In der Praxis hatte das Patent zuletzt ohnehin einen eher geringen Stellenwert, da viele Hersteller die konkrete Form umgangen hatten. Weiterlesen

Apple vs Samsung: Richterin streicht 450 Millionen, neue Verhandlung mit neuer Jury nötig

Im August 2012 hatte Apple in einem stark beachteten Verfahren von einer Jury die Rekordsumme von 1,049 Milliarden US-Dollar an Schadensersatz durch Samsung zugesprochen bekommen. Zuvor waren in knapp zwei Wochen Verhandlung diverse Details über beide Unternehmen an die Öffentlichkeit gekommen und stark über verschiedene Patente diskutiert worden, die Apple durch Samsung verletzt sah.

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Die eigentliche Sensation an der Entscheidung der Jury waren aber eigentlich zwei andere Punkte: Zum einen die erst später bekanntgewordene Entlassung des Juryvorsitzenden Hogan von dem Festplattenhersteller Seagate, dessen Hauptaktionär Samsung ist. Noch spektakulärer war aber die Zeit, in der die Jury die Entscheidung über den Schadensersatz fällte: In drei Tagen wurden – angeblich – über 700 Einzelfragen gelesen, verstanden und beantwortet und basierend darauf die Schadenssumme von über einer Milliarde Dollar gebildet.

Bereits Ende Januar gab die vorsitzende Richterin Koh dann bereits zu verstehen, dass sie mit der Entscheidung der Jury nicht einverstanden war. In einem “Judgement as a matter of Law” (JMOL) überstimmte sie die Jury: Entgegen dieser nahm Richterin Koh keine Absicht durch Samsung bei der Verletzung der Patente an. Zuvor wurde am 6. Dezember ebenfalls durch Koh ein Antrag Apples auf eine Verdreifachung des Schadensersatzes abgewiesen.

Gestern Abend hat Richterin Koh nun – nach der Überstimmung der Jury bezüglich des Vorsatzes - erneut entgegen der Jury entschieden und einen großen Teil des, durch die Jury festgesetzten, Schadensersatzes gestrichen. $450,514,650 weniger, damit bleiben von den ursprünglichen $1,049,343,540 unter dem Strich “nur” noch $598,828,890 über. Über die weggestrichenen 450 Millionen ordnete Richterin Koh ein neues Verfahren mit einer neuen Jury an, da die letzte Jury sich hier zwei eklatante Fehler bei der Berechnung des Schadensersatzes erlaubt hatte.

  • Laut Koh basierte die Jury bei 14 Geräten, darunter das Infuse 4G, das Galaxy SII von AT&T, das Epic 4G, und das Nexus S 4G, den Schadensersatz auf den Gewinnen von Samsung. Dieses Vorgehen ist jedoch nur bei der Verletzung von Designpatenten zulässig, die zwar auch teilweise verletzt wurden, allerdings definierte die Jury nicht, welcher Teil des Schadensersatzes auf Designpatenten und welcher auf der Verletzung von etwa Software- und Funktionspatenten basierte.
  • Die Jury irrte zudem über den Zeitraum für den Apple Schadensersatz von Samsung bekommen soll. Apple hatte Schadensersatz für den Zeitraum ab dem 4. August 2010 gefordert, da man hier Samsung über die Verletzung des ’381 Scrollback.Patentes informierte, laut Koh kann Apple jedoch nur Schadensersatz seit Klage am 15. April 2011 verlangen, da erst hier eine Liste der verletzten Patente erstellt wurde, viele Geräte wurden zudem erst am 16. Juni 2011 zur Klage hinzugefügt.

Einen Antrag Samsungs, selber die neue Schadenssumme zu berechnen, wies Richterin Koh zurück. Stattdessen ist hierfür nun eine neue Verhandlung mit einer neuen Jury nötig. Diese neue Jury muss dann über einen Schadensersatz für Apple für 14 Geräte (“Galaxy Prevail, Gem, Indulge, Infuse 4G, Galaxy SII AT&T, Captivate, Continuum, Droid Charge, Epic 4G, Exhibit 4G, Galaxy Tab, Nexus S 4G, Replenish, and Transform”) neu entscheiden. Das Ergebnis könnte dann höher ausfallen, sehr viel wahrscheinlicher ist aber aufgrund des kürzeren Berechnungszeitraumes und zwischenzeitlich einiger aus der Klage ausgenommener Geräte, dass Apple ein deutlich niedrigerer Schadensersatz, als die nun gestrichenen 450 Millionen Dollar, zugesprochen wird.

Richterin Koh hat zudem angeregt, dass man dieses neue Verfahren doch bitte erst beginnen solle, wenn die verschiedenen Berufungsverfahren abgeschlossen sind. Mit einem für Februar 2014 angesetzten zweiten, komplett neuen Verfahren mit inzwischen vielen Geräten wie dem Galaxy S III und dem iPhone 5, dürfte das noch lange Zeit auf sich warten lassen. Apple vs Samsung wird uns in den USA noch lange beschäftigen.

Quellen: TheVerge, WSJ Deutschland, FOSSPatents

Apples CEO Tim Cook: OLED-Displays sind “furchtbar”

Apple vs Samsung hatten wir gefühlt schon hunderte Mal auf diesem Blog und immer wieder ist es interessant, wie die einstigen Partner und “neuen” Konkurrenten aufeinander reagieren. Apples CEO Tim Cook hat nun bei einer Konferenz von Goldmann-Sachs nicht nur über das extrem hohe Barvermögen von Apple gesprochen sondern gleichzeitig auch seine Meinung über OLED-Displays kundgetan.

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Eigentlich war die Rede für Apples Aktionäre bestimmt, Apple musste Gerüchte und Besorgnis zerstreuen und sich gleichzeitig für die hohen Barreserven rechtfertigen. Im Rahmen dieses Gesprächs teilte Tim Cook in meinen Augen mehr als deutlich gegen den derzeit größten Konkurrenten Samsung aus:

“When you look at displays, some people are focused on size. There’s a few other things about the display that are important. Some people use displays, the color saturation is awful. The Retina display is twice as bright as an OLED display. I only bring these points up to say there are many attributes to the display, and what Apple does is sweat every detail. We care about all of them and we want the best display, and I think we’ve got it. I’m not gonna comment about what we’re gonna do in the future, but it’s always broader than that which can be defined by a simple number”

Kurz: Die Konkurrenz bringt keine Innovationen, nur größere Displays. Dazu sind die von Samsung eingesetzten OLED-Displays laut Tim Cook mangelhaft. Furchbare Farben und eine geringe Helligkeit sind in den Augen von Cook zu wenig um mit Apple Schritt zu halten. Tatsächlich sind die größtenteils von Samsung eingesetzten OLED-Displays der wohl am häufigsten diskutierte Unterschied zur Konkurrenz. Die Farben sind kräftig und für einige eben zu unnatürlich, dazu kommen perfekte Schwarzwerte aber Defizite bei der Helligkeit und den Weißwerten. Das kommende FullHD-Display des Samsung Galaxy S IV dürfte hier einige Fortschritte bringen. Für mich persönlich (und über dieses Thema kann man lange diskutieren) ist das größte Manko die Möglichkeit des Einbrennens und die schlechte Ablesbarkeit bei direkter Sonneneinstrahlung – und trotzdem will ich um keinen Preis auf AMOLED verzichten. Weiterlesen

Tim Cook wollte keine Klage gegen Samsung, Steve Jobs setzte sich aber durch

Seit längerem brennt es zwischen den einstigen Partnern Samsung und Apple. Reuters hat hierzu einen ausführlichen Artikel veröffentlicht, der auch einige interessante Details an das Tageslicht bringt.

Samsung Logo 4 620x412 Tim Cook wollte keine Klage gegen Samsung, Steve Jobs setzte sich aber durch

So hatte Apple 2005 nach einem starken Zulieferer für Flash-Speicher gesucht, laut Jobs würde derjenige der diesen Markt beherrscht auch den Bereich der “Consumer Electronics” beherrschen. Samsung war mit rund 50 Prozent Marktanteil Weltmarktsführer (und ist es noch heute noch mit rund 39 Prozent Marktanteil), weshalb sich Apple für die Südkoreaner entschied. 2010 begann dann das Zerwürfnis: Apple beklagte sich bei Samsung über die zu ähnlichen Geräte. Während der heutige Apple CEO Tim Cook ein gemäßigteres Vorgehen befürwortete, um sich nicht mit dem wichtigsten Zulieferer zu zerstreiten, rief Steve Jobs zum “thermo-nuklearen Krieg” gegen Samsung. Good artists copy, great artists steal. Bei dem ersten Samsung Galaxy S kann keiner behaupten, dass Samsung sich hier nicht bei Apples erfolgreichen iPhone bedient hat, inzwischen sind die Produkte aber eigenständig geworden. Wenn ich mich noch an meinen ersten Prozess vor dem LG Düsseldorf erinnere wo über das Design des Galaxy Tab 10.1 gestritten wurde … “damals” ging es erst richtig los mit Apple vs Samsung. Weiterlesen

Apple vs Samsung: Jury überstimmt – Samsungs Patentverletzung nicht absichtlich

Der Rechtsstreit zwischen Apple und Samsung hatte im August letzten Jahres seinen vorläufigen Höhepunkt gefunden. In einer Entscheidung der Jury über rund eine Milliarde Dollar Schadensersatz zu Gunsten Apples wurde gleichzeitig auch Absicht bei der Patentverletzung unterstellt. Dies alleine hätte schon zu mehr als einer Verdreifachung der Summe und damit zu einem Rekord-Schadensersatz von über drei Milliarden Dollar führen können.

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Die Jury hatte in dem Patentrechtsstreit nach nur drei Tagen am 24. August 2012 entschieden, dass Samsung einen Großteil der Smartphone-bezogenen Patente absichtlich verletzt habe und mit dieser Begründung einen Schadensersatz von 1,049 Mrd. US-Dollar festgelegt. Zweifel an dieser Entscheidung bestanden bereits unmittelbar nach der Entscheidung, da die Jury rund 700 Einzelfragen in nur wenigen Tagen beantwortet haben wollte. Diese Zweifel wurden später noch durch Äußerungen des Juryvorsitzenden Hogan verstärkt der von einer “Strafe” und nicht von einem Schadensersatz in einem Interview redete. Zudem wurde im Nachhinein bekannt, dass Hogan vor 23 Jahren eine juristische Auseinandersetzung mit dem Festplatten-Hersteller Seagate hatte – da Samsung inzwischen hier Hauptaktionär ist, warf Samsung Hogan vor, dieser hätte diesen Umstand offenlegen müssen.
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LG klagt gegen das Galaxy Note 10.1, Apple in den USA aber nicht mehr gegen das Galaxy S III Mini

Die Patent-Streitigkeiten machen weiter die Runde und nachdem Samsung LG wegen Industriespionage und Patentverletzungen bei OLED-Techniken verklagt hat, schlägt LG nun mit einer Klage gegen das Samsung Galaxy Note 10.1 zurück.

Samsung Logo 5 620x412 LG klagt gegen das Galaxy Note 10.1, Apple in den USA aber nicht mehr gegen das Galaxy S III Mini

LG sucht nun in Korea ein Verbot des Galaxy Note 10.1, da dieses angeblich verschiedene Patente auf die IPS(In Plane Switching)-Technologie LGs verletzt. Außerdem fordert LG für jeden Tag wo das Samsung Galaxy Note 10.1 noch verkauft wird einen Schadensersatz von 1 Mrd Won, also rund 710.000€. Tatsächlich dürfte es nichts anderes als eine strategische Klage sein, da man so eventuell einer Strafe aus den Klagen Samsungs entgegentreten kann. In den USA ist in der Zwischenzeit Samsung ein vermeintlicher Sieg gelungen: Apple hat sich damit einverstanden erklärt, die Klage gegen das Samsung Galaxy S III Mini wegen der Verletzung verschiedener Patente zurückzuziehen. Der Sieg ist indes kein wirklicher, Apple hat die Klage lediglich zurückgezogen, da Samsung erklärt habe, dass man das Samsung Galaxy S III Mini in den USA noch gar nicht auf dem Markt habe und es auch nicht bringen werde. Ein wirklicher Sieg ist diese Entwicklung also nicht, Samsung hat für das Galaxy S III Mini nur aus Patentgründen auf einen Markt verzichtet. Weiterlesen