Eine NX300 und eine Galaxy NX in Norwegen

Anmerkung von Lars: Oliver hat hier auf unserer Seite in Kommentaren schon immer starken Sachverstand bei Kameras bewiesen. Im Dslr-Forum und diversen anderen Fotoseiten ist er unter dem Namen „Tjobbe“ anzutreffen. Insofern freue ich mich, dass so viel Foto-Sachverstand sich hier auf AllAboutSamsung blicken lässt. Ursprünglich hatte ich Oliver gefragt, ob er für uns das 16-50mm Premiumzoom testen möchte – dazu kommt dann noch später ein Bericht!

Nachdem Freunde mit langjähriger Kreuzfahrer Erfahrung uns endlich überzeugt haben Sie mal zu begleiten, haben wir unseren diesjährigen Jahresurlaub auf einem Kreuzfahrschiff verbracht, das von Hamburg Altona startend Richtung Norwegen aufgebrochen ist und Bergen, Stavanger und Oslo sowie einige Fjorde anlief.

Anlass genug, einiges an Samsung Fotoequipment zu testen, mit einem Klick auf die Bilder könnt ihr diese vergrößern und Kameramodell sowie Aufnahmeeinstellungen sehen.

Die Reisevorbereitung

SAMSUNG CSC

Zur der Frage, was an Klamotten in den Koffer kommt, war die Frage nach der geeigneten Fotoausrüstung der wichtigste Punkt. Generell versuche ich unterwegs so leicht wie möglich zu reisen, denn nichts ist schlimmer, als in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt sein. Auch versuche ich immer eine Kamera mit Sucher und eine ohne Sucher mitzunehmen. Zwei Kameras sind „hilfreich“ wenn man nicht alleine unterwegs ist, denn man ist sonst immer der Bremser wenn man das Objektiv wechseln will weil es grade nicht passt.

Meine Entscheidung für die Kameragehäuse war mit der Galaxy NX und der NX300 schnell getroffen. Die Galaxy NX ist für mich eine optimale Reisekamera, da GPS eingebaut ist, der Bildschirm sehr gut geeignet ist um unterwegs die Bildqualität beurteilen zu können und wenn sie mal wegkommt, kann ich durch die SIM-Karte mit Track-my-mobile den Aufenthaltsort feststellen. Die NX300 kommt mit, weil sie kompakt und durch den Bildschirm auch bei Sonnenlicht im „Lichtschachtsucher Modus“ noch eine einigermaßen Sinnvolle Bildkontrolle erlaubt (mehr dazu später)

Bei den Objektiven war das ganze schon schwerer

Die Anforderungen waren

  • Ein Teleobjektiv, um von Schiff aus Motive an Land ablichten zu können
  • Ein Weitwinkel, um Landschaften und in Oslo auch Stadtaufnahmen einfangen zukönnen
  • Ein lichtstarkes Objektiv für Nachtaufnahmen auf dem Schiff

Die Frage nach dem Tele ist bei Samsungs NX System aktuell schnell beantwortet…außer dem 50200 Zoom gibt es (noch) keine vernünftige Alternative.

Beim Weitwinkel war meine erste Wahl eigentlich das 1224 Zoom, habe mich dann aber aus Gründen der Kompaktheit für das neue 1650PZ Zoom entschieden (die neue Pancakevariante, die aktuell mit der NX3000 ausgeliefert wird) und um extreme Weitwinkel zu ermöglichen, kam das 10mm Fisheye noch in die Tasche

Als lichtstarke Alternative war dann noch das f1,8/45mm mit dabei. Das ganze wurde in eine kleine Tamrac Rally4 Messengertasche verpackt und als Zubehör kam für die NX300 noch ein Ersatzakku mit, sowie ein ANKER 3400mAh Powerpack mit MicroUSB Kabel, um auch die Smartphones ggfls mit Power abseits eines Netzsteckers versorgen zu können. Externe Ladegeräte waren ansonsten für keine der Geräte dabei..

Die Reise

Die Reise ging los in Hamburg Altona am Cruise Terminal mit Richtung Norden mit Kurs auf Bergen.

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Was mir Anfangs nicht klar war, war wie groß diese Schiffe tatsächlich sind. Das sieht man nur in Relation zu ihrer Umgebung. Letzen Endes sind es fahrende Hotels, bei denen man Morgens immer an einem anderen Ort wach wird.

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In den Häfen, die wir angelaufen haben, legen die Schiffe in aller Regel direkt in der Innenstadt an und dominieren dann auch deren Siluette. Man kann sich an den Aufbauten aber dann sehr leicht in fremden Städten orientieren

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Ein Nachteil dieser Reiseform ist allerdings der starre Ablauf und auch die Ausflüge zeigen zwar viel von der Landschaft und einige Highlights zu denen in Norwegen sicher Katamaran Fahrten auf dem Lysefjord gehören. Gerade als Hobbyfotograph hat man sicher einige Motive gesehen, deren Aufnahme eine Unterbrechung des Ablaufs gerechtfertigt hätten….leider ging das nicht. Der Fahrplan und die Mitreisenden lassen so etwas nicht zu.

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Aber auch der Rest liefert genug Motive und durchaus welche Abseits normaler Kreuzfahrtmotive.

Die Fotohighlights

Das Highlight für mich war sicherlich die neue Osloer Oper, die sich wie ein Eisberg in den Hafen einpasst und architektonisch innen wie außen sicher ein Leckerbissen ist.

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Auch die Bootsfahrt auf dem Lysefjord mit den senkrecht abfallenden Wänden ist beeindruckend, wie sowieso die Landschaft Norwegens schlicht atemberaubend ist, aber oftmals Herausforderung ans Equipment stellt. Die ganze Weite und Dynamik ist nur schwer einzufangen.

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Die paar kleinen Problemchen (sorry: Herausforderungen) mit der NX

Eines der Problem tat sich bereits ganz am Anfang der Reise auf und lag in erster Linie darin begründet, dass das neue PZ Zoom von der Firmwareabstimmung  mit der Galaxy NX nicht wirklich gut harmoniert. Es fehlen zum einen die Einstellungsoptionen, die das Powerzoom mit der NX300 (und auch der NX30/NX3000 ) hat, aber auch zeigt die Firmware manches Mal Aussetzer in Form von Funktionsverweigerung (die DMF Funktion tat es ein paar mal nicht und ich musste das Bajonett kurz entriegeln um eine Art Funktionsreset zu erzeugen)

Ein weiteres Problem hatte ich bei starkem Sonnenschein mit dem NX300 Display speziell wenn ich mit dem Polfilter am PZ zu arbeiten versucht habe. Das Polfilter soll Reflektionen an Oberflächen reduzieren und so mehr Kontrast und Farbsättigung ermöglichen und ist gerade bei Landschaften mit viel Wasser (auch in das Wasser in der Luft) sinnvoll. Das Display lässt aber eigentlich keine sinnvolle Entscheidung zur Komposition zu. Ohne Sucher ist eine Filtereinstellung kaum möglich.

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Auch zeigte sich bei einigen Gegenlichtaufnahmen, dass eine Sonnenblende empfehlenswert ist. Diese müsste dann mit einem 43mm Schraubgewinde befestigt werden (Es gibt recht preiswerte faltbare Gummiblenden, die nicht sonderlich auftragen). Im Lieferumfang des 1650PZ ist aber keine enthalten, auch gibt es von Samsung aktuell keine passenden im Zubehör. Durch die 16mm Weitwinkelbrennweite dürfte es aber auch schwer werden eine passenden zu finden. Die Gummifaltblenden haben aber den Charme, daß sie faltbar sind und man sie bei 16mm gglfs zusammen schieben kann.

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Ein weiteres kleines Problem tat sich auf als ich die Galaxy NX mit dem Fisheye benutzen wollte. Ich hab die GNX normal am Griff gefasst und leider habe ich erst nachher auf den Bildern festgestellt, dass meine Finger im Bild sind. Daher benötigten diese einen Beschnitt des Bildes in Adobe Lightroom.

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Um dies von Vorne herein zu vermeiden, muss man tatsächlich die Galaxy auf die Handfläche auflegen und per Touchscreen auslösen. Das 10mm Pancake ist schlicht „zu klein“. Bei anderen Samsung NX Gehäusen ist mir das so bisher in der Vielzahl noch nicht passiert

Das Fazit

Die Reiseform „Kreuzfahrt“ hat mir mehr Spass gemacht als gedacht. Allerdings kommt es mehr oder weniger darauf an ob man mit dem Betrieb auf den Schiffen klar kommt, denn es kann schon ziemlich nervig werden, wenn einem das Ambiente nicht gefällt.  Es ist aber eine gute Option, um viele unterschiedliche Eindrücke zu bekommen, aber es sind mehr oder weniger Appetizer, die man später mit weiteren Urlauben vielleicht vertiefen kann.

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Fotografisch ist allerdings auf einem Schiff eine Menge „drin“. In der Galerie findet Ihr weitere Beispiele.

Cheers, Oliver (aka Tjobbe)

 

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