Erneut Haftbefehl gegen Samsung-Chef Jay Lee beantragt

Im Korruptionsskandal um Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye beantragen die Sonderermittler ein zweites Mal Haftbefehl gegen Samsung-Chef Jay Y. Lee.

Im Korruptionsskandal um Südkoreas Präsidentin Park Geun-hye haben die Sonderermittler ihre Vorwürfe gegen Samsung-Chef Jay Y. Lee ausgeweitet. Er werde nunmehr auch beschuldigt, Einnahmen aus kriminellen Aktivitäten im Ausland versteckt zu haben, teilten die Ermittler am Mittwoch mit. Dies habe dazu geführt, dass ein zweites Mal Haftbefehl beantragt worden sei. Es wird damit gerechnet, dass ein Gericht noch in dieser Woche entscheidet, ob Lee tatsächlich ins Gefängnis muss.

Zu den Vorwürfen äußerten sich die Ermittler nicht. Den ersten Haftantrag gegen Lee hatte ein Gericht in Seoul im Januar zurückgewiesen. Früheren Angaben zufolge wird Lee vorgeworfen, umgerechnet 34 Mio. Euro Schmiergeld an Organisationen von Südkoreas Parks Freundin Choi Soon Sil gezahlt zu haben. Damit soll er versucht haben, sich die Zustimmung eines staatlichen Pensionsfonds zu einer milliardenschweren Firmenfusion innerhalb der Gruppe zu sichern und seine Machtposition zu festigen. Lee bestreitet die Bestechungsvorwürfe. Lee vertritt seinen Vater Lee Kun Hee, der 2014 einen Herzinfarkt erlitten hatte. Es bleibt auf jeden Fall spannend, wir werden euch natürlich auf dem Laufenden halten.

Quelle: Reuters.com via Sammobile