Die verschiedenen Modelle von Systemkameras und digitalen Spiegelreflex-Kameras unterscheiden sich innerhalb der Produktreihen der einzelnen Hersteller häufig nur durch Software-Kastrationen. Auch aus diesem Grund sind etwa Nikon und Sony sehr darauf bedacht, dass sich die Software nicht etwa durch Dritte manipulieren lässt und damit Kameras etwa auf das Funktionsniveau höherpreisiger Modelle gebracht werden.
Eine Sonderposition nimmt dabei Canon ein, bereits seit einigen Jahren lässt sich hier über verschiedene Versionen des „Magic Latern“-Projektes auf einer SD-Karte die Software um verschiedene Funktionen ergänzen und teilweise stark verbessern. So kann etwa das Flaggschiff 5D Mark III seit einigen Tagen sogenannte RAW-Videos aufnehmen (extrem hohe Bildrate, Ergebnisse wirken beinahe surreal detailgenau und in Sachen Licht ähnlich einem HDR-Video).
Interessant ist nun ein neuer Schritt von Samsung: Als erster Hersteller überhaupt hat man nun die Firmwares der aktuellen Flaggschiffe Samsung NX300 und NX2000 unter GPL-Lizenz veröffentlicht. Somit können nun verschiedene Hobbyentwickler Hand an Teile der Webkit- und Linux-basierten Firmware legen und diese entsprechend verbessern. Damit könnten ähnliche Modifikationen wie „Magic Latern“ beziehungsweise sogar noch weiter darüber hinausgehende Änderungen an der Software der Kameras ermöglicht werden. Es scheint, als setzt Samsung auf die Kraft der Community, man darf gespannt sein, was aus diesem Schritt in Zukunft folgt.
via Heise
Interessanter Schachzug von Samsung, das ist der richtige Weg!
5D Mark 3 😉
3d mark III? 😉
Haben die Cams Bluetooth? Dann wäre auch ein Bluetooth Mic denkbar 🙂
Leider nein. Nur die Galaxy Camera hätte das aber die hat ja kein Wechselobjektiv…