[Video] Samsung Galaxy Book Pro 360 Erfahrungsbericht

Seit dem 14 Mai ist eine ganze Reihe an neuen Samsung Notebooks verfügbar. Das einzige Convertible der neuen Produktreihe ist das Galaxy Book Pro 360, welches von uns ein wenig genauer unter die Lupe genommen wurde.

Besonders in der Corona-Zeit sind Convertibles für Homeschooling und Homeoffice sehr gefragt und da stellt sich die Frage ob das Book Pro 360 diesen Anforderungen standhält.

Das Schulsystem und die Arbeitswelt wurden durch Corona global auf den Kopf gestellt. Viele Hersteller sind auf die neuen Bedürfnisse eingegangen, wie auch Samsung. Das Book Pro 360 ist eine neue ernst zu nehmende Konkurrenz unter den Flaggschiff-Convertibles und ist für alle, die auf Grund der aktuellen Situation nach einem geeigneten Gerät suchen, eine Überlegung wert.

Design

Das ultradünne Aluminiumgehäuse der 13,3 Zoll Variante misst nur 11,5mm und ist ein echter Hingucker auf jedem Schreibtisch. Trotz der niedrigen Bauhöhe finden in dem Gerät insgesamt 3 USB-C Anschlüsse und ein SD-Karten Slot platz. Außerdem ist ein 3.5mm Klinkenanschluss vorhanden. Für ausreichend Anschlüsse ist also gesorgt. Die Displayränder an den Seiten und an der oberen Seite fallen sehr schmal aus. Allerdings ist der Rand am unteren Bildschirmende etwas breiter geraten. Dafür findet darauf der „Samsung“-Schriftzug platz. Die Tastatur beinhaltet am oberen rechten Rand einen Fingerabdrucksensor, welcher schnell und zuverlässig funktioniert. Unterhalb der Tastatur befindet sich das Touchpad, welches angenehm groß ausgefallen ist, sodass sich das Gerät sehr komfortabel bedienen lässt. Ein großer Haken an dem Touchpad ist jedoch das Klicken. Das fühlt sich im Falle des Galaxy Book Pro 360 wirklich billig an und gehört eher auf ein Notebook der 400 Euro Preisklasse und nicht auf eins mit einer UVP von über 1.000 Euro.

Vearbeitung

Die Verarbeitung des Geräts ist Samsung-typisch hervorragend. Das Gerät fühlt sich im Umgang edel und hochwertig an. Die Kanten sind am Book Pro 360 hochwertig abgerundet und es gibt keine unangenehmen Auffälligkeiten. Die Tastatur hat einen angenehmen Anschlag, wodurch sich das Tippen auf der Tastatur als eine echte Freude gestaltet. Man muss jedoch ein Freund von Low-Profile Tastaturen sein, denn auf Grund der niedrigen Bauhöhe des Geräts haben die Tasten einen extrem niedrigen Auslöseweg. Auch bei der generellen Verarbeitung gibt es nichts zu bemängeln. Im Netz gab es zwar das ein oder andere Video, indem das Notebooks übermäßig flexibel erscheint, doch das ist uns in unserem Test aufgefallen.

Display

Das Display des Book Pro 360 besitzt ein AMOLED Panel mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln. Die Kontraste und Farben sind überdurchschnittlich gut, allerdings hätte ich eine höhere Auflösung mit einer schärferen Darstellung für das Gerät schöner gefunden. Nichts desto Trotz kann man damit alltägliche Aufgaben gut meistern und auch das Filme schauen oder Spielen ist eine Freude mit dem Gerät. Das einzige „Problem“ beim Display scheint der Scharnier. Zwar bleibt das Display beim Arbeiten an einem Schreibtisch durchgehend aufrecht, kann bei ruckartigen Bewegungen aber auch mal schnell nach hinten klappen. Hier wäre es schön zu sehen, wenn Samsung im nächsten Jahr den Scharnier nochmal ein wenig strammer stellt.

S-Pen

Der S-Pen des Book Pro 360 hat mich sehr überzeugt. Er liegt gut in der Hand und das Gerät reagiert extrem schnell auf Eingaben auf dem Display. So fühlt sich das Schreiben sehr nah dem „normalen“ Schreiben mit Papier und Stift. Besonders für das Homeschooling und Homeoffice auf jeden Fall ein Feature welches essentiell ist. Wird der S-Pern einmal nicht benötigt, so kann man ihn ganz leicht auf der Rückseite des Displays mit einer überraschend starken magnetischen Halterung verstauen. Wenn man das Gerät aber in einer Hülle oder ähnlichem aufbewahrt, sollte man den S-Pen separat einpacken.

Performance

Bei alltäglichen Aufgaben hat das Book Pro 360 so gut wie keine Schwächen gezeigt und es lief alles flüssig und reibungslos dank dem Intel Core Prozessor der 11. Generation. Programme und Dateien lassen sich mit der eingebauten SSD ebenfalls sehr schnell öffnen und auch der RAM hat mit mehreren Fenstern so schnell keine Überforderung aufgewiesen. Er ist mit seinen 8GB vielleicht keiner der Größten unter der Konkurrenz, konnte soweit aber gut mit den restlichen Komponenten mithalten und hat keine Schwachstelle dargestellt. Unter Volllast sind die Lüfter lauter geworden und das Gerät wurde auch wärmer. Allerdings kann man des Gerät durch die verschiedenen Modi auch in einen leisen oder gar lautlosen Betrieb umschalten, auf Kosten der Performance. Die AKG Lautsprecher haben einen klaren und lauten Klang. Filme ließen sich auf dem Gerät sehr zufriedenstellend schauen. Samsung gibt zwar an, dass das Book Pro 360 insgesamt an 21 Stunden an Akkuleistung bietet, doch im täglichen Gebrauch liegt man hier eher bei 13-15 Stunden. Am Ende des Tages kommt es aber auf das Nutzungsverhalten jeder einzelnen Person an. Nutzt man anspruchsvolle Applikationen, wie Adobe Premiere Pro ist der Akku natürlich schneller leer, als wenn man lediglich Videos auf YouTube und Co. guckt oder Word nutzt.

Fazit

Das Galaxy Book Pro 360 konnte in unserem Test wirklich überzeugen, doch nicht jeder ist dazu bereit für ein Notebook mehr als 1.000 Euro auszugeben. Wer das Notebook lediglich für die einfachsten Aufgaben nutzt, wie etwa Word, PowerPoint oder Videos schauen, der sollte vielleicht einen Blick auf die anderen Modelle der neuen Galaxy Book Serie werfen. Wenn es jedoch ein wenig in den kreativen Bereich geht und ein S-Pen + ein 360° drehbares Display notwendig sind, dann ist das Galaxy Book Pro 360 definitiv eine Überlegung wert. Auch wenn es sich in der Benutzung nicht wirklich bemerkbar gemacht hat, wären 16GB in so einem Gerät meiner Meinung schon angebracht und genauso eine höhere Auflösung als 1080p.

Wer jetzt noch Zeit hat kann sich auch gerne unser Video auf YouTube anschauen. Gerne auch mal einen Daumen nach oben da lassen 😉

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