[Google Nexus S Review] Teil 1 – Erwartungen und das Äußere

Ich habe schon vor einigen Wochen von flexiblesbuero.de ein Google Nexus S gewonnen unter der Bedingung, dass ich es einem Businesstest unterziehe. Und genau das werde ich jetzt in mehreren Teilen machen – es ist hier also keine ganz „klassische“ Review, sondern eine Review mit größerem Fokus auf die Tauglichkeit als Business-Smartphone. Warum ich ein „so altes“ Smartphone teste: es ist das aktuelle Google Phone, es ist das einzige mit NFC hierzulande und es bekommt die schnellsten Android Updates – aus der Hinsicht also auch trotz „des Alters“ interessant!
Erwartungen:

Ich habe bereits ein Samsung Galaxy S2 – warum also überhaupt ein zweites Smartphone? Naja, aus mehreren Gründen, der wichtigste: der Akku. Wenn ich mit dem Samsung Galaxy S2 unterwegs bin hält der Akku einen Tag, vllt noch ein paar Stunden extra – dann ist laden angesagt. Es gibt für mich aber häufig den Fall, dass ich erreichbar sein muss und da ist ein zweites Smartphone, was nicht fürs Zocken und Musikhören herhalten muss eine wirklich praktische Sache. Weiterer Vorteil für mich ist, dass ich damit eine zweite Nummer habe, was ganz praktisch ist, da ich im beruflichen Verkehr nicht wirklich gerne meine private Nummer herausgebe – das “Firmen”-Smartphone kann man ausschalten, das private bleibt immer an 😉
Und ein wichtiger Punkt der eh immer dazu kommt sind Nutzerkonten – ich kann bei den aktuellen Smartphones Konten (fast) ohne Ende hinzufügen und synchronisieren, den Überblick, von welchem Konto grade was gekommen ist verliert man aber recht schnell.

Meine Erwartung ist also ein Smartphone, was ich nur für den Geschäftsalltag brauche und dessen Akku ausdauernd ist. Beruflich bin ich inzwischen fast ausschließlich auf Google umgestiegen, was ein gutes Vorzeichen bei einem Smartphone von Google (produziert von Samsung) sein dürfte 😉 Egal ob Kontakte, Termine, Dokumente oder Präsentationen – alles liegt in meiner Google Cloud, dass mein Email-Verkehr (fast) komplett über die Google Server läuft versteht sich da von selbst. Also, alles liegt in der Google Clound und sollte mit einem Google Smartphone wie dem Google Nexus S hervorragend harmonisieren – oder?

Das Äußere:
Dass man in der Firma nicht unbedingt mit einem pinkfarbenen Smartphone am Konferenztisch sitzen muss ist klar – von daher trifft es sich super, dass mein Nexus S schwarz ist. Allerdings muss man sagen, dass mir persönlich die Rundungen weniger gefallen, vielleicht hat sich über Jahre das Bild eines schwarzen, eckigen Business-Smartphones durch den einstigen Riesen auf dem Gebiet eingebrannt, danke RIM -.-

Bis auf die Rundungen gefällt mir das Nexus S wirklich gut, die Größe ist optimal, wenn ich schon zwei Smartphones durch die Gegend spazieren trage, sollte zumindest eins sich so dezent in die Hosentasche/Jaketttasche einschmeicheln, dass man es nicht bemerkt und dies schafft das Google Nexus S mit bravour. Dezent, schwarz, cool – perfekt.

Die Verarbeitung:
Smartphones sind (für mich) ein ständiger Begleiter – von diesem Standpunkt aus müssen sie auch einige Strapazen über sich ergehen lassen. Erstmal hier in negativer Punkt beim Google Nexus S: die Rückseite … ist mir einfach zu glatt, Fingerabdruck-anfällig und wenig wertig. Warum nur Samsung/Google? Der Fehler wurde bereits beim Samsung Galaxy S gemacht, daraus hätte man lernen können:

Ansonsten ist die Verarbeitung top, nichts knarzt und die Spaltmaße sind mir egal optimal. Besonders gut hat mir das leicht gewölbte Display gefallen, ich weiß nicht, ob ich es mir nur einbilde, aber ich finde, dass die Bedienung dadurch (besonders einhändig) sehr komfortabel ist:

[amazon-product align=“right“ region=“de“]B004JM61A8[/amazon-product]Dieses gewölbte Display ist aber auch der wunde Punkt beim Nexus S: Ich möchte mein Business-Smartphone immer erreichbar haben und keine lästige Hülle haben, die immer erst weg muss, bevor man das Smartphone benutzt. Es ist somit in meiner Jacken-/Hosentasche einigen Gefahren ausgesetzt. Von meinem Samsung Galaxy S2 und auch von dem Samsung Galaxy S wusste ich, dass garstigen Schlüsseln und fiesem anderen Zeug, was Kratzer verursachen kann dank GorillaGlass getrotzt wird. Darauf habe ich mich auch beim Google Nexus S verlassen – das Ergebnis seht ihr hier: Kratzer! GorillaGlass ist dem leicht konkaven Display zum Opfer gefallen. Verdammt schade, Samsung hatte es mal beim Samsung Wave I geschafft, einen Display mit (kleinerer) Wölbung aus Glas zu fertigen, darauf hat man beim Nexus S verzichtet – das Display ist entweder aus sehr dünnem Glas mit Kunststoff dahinter oder komplett aus Kunststoff. Was auch immer (der Unterschied dürfte ohnehin nur minimal sein), Kratzern widersteht es nicht – Schade:

So viel erstmal zu den Erwartungen und dem Äußeren, beim nächsten Mal geht’s dann ans Eingemachte: Google Nexus S vs. Geschäftsalltag.

 

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