Kritik am Display des Galaxy Nexus – PenTile-Technik und kein GorillaGlass

Ich bin mir nicht sicher, welches Smartphone von Samsung ich im Moment besser finde – das Galaxy Note oder das Galaxy Nexus. Für das Note spricht (in meinen Augen) der Formfaktor und der Stylus, für das Nexus Android 4.0, mehr nicht. Oder doch? Im Detail ist hier Display nicht gleich Display und direkt zwei gravierende Unterschiede könnten den einen oder anderen beim Galaxy Nexus stören: das Fehlen von Gorilla Glass und der Einsatz von PenTile-Technologie

Erstmal zum Gorilla Glass – was ist das überhaupt? Hier ein Artikel auf Wikipedia dazu, kurz: ein besonders kratzfestes Glas. Einige sagen, dass es nicht wirklich was bringt, ich hatte vorher schon einige Smartphones in den Fingern, in normales Glas habe ich schon fiese Kratzer gesetzt und ein Kunststoffdisplay wie beim Samsung Nexus S hat bei mir nach einem unfreiwilligen Treffen mit meinem Schlüsselbund etwa die Transparenz von Milchglas gehabt (mehr oder weniger). Klar, auch in GorillaGlass bekommt man Kratzer, aber es bietet deutlich mehr Sicherheit als „normales“ Glas, weshalb ich es nicht mehr missen möchte. Corning, der Hersteller von Gorilla Glass, hat bekannt gegeben, dass im Galaxy Nexus eben nicht dieses kratzerresistente Glas verbaut ist. Warum dürfte klar sein, bis auf das Samsung Wave I (S8500) gab es bisher kein Gerät, wo ein (leicht-)geschwungenes GorillaGlass verbaut war, es ist einfach zu aufwendig und damit kostenintensiv. Schade.

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Ein weiterer Punkt ist die PenTile-Technik, eine gute Zusammenfassung, was das eigentlich ist findet ihr bei Caschy – zusammengefasst: sAMOLED Displays (rechts im Bild) haben weniger Subpixel (5 Subpixel auf zwei Pixel) als sAMOLEDplus Displays (links im Bild) (3 Subpixel pro Pixel), was theoretisch zu einer weniger scharfen Darstellung führen kann (ausführliches dazu hier). Theoretisch. Denn in meinen Augen ist die Kritik an PenTile total übertrieben – klar bietet es nicht die selbe Schärfe wie sAMOLEDplus, allerdings hat das Galaxy Nexus (und im übrigen auch das Galaxy Note) eine so hohe Auflösung und dementsprechend eine so hohe Pixeldichte, dass die Unterschiede zwischen sAMOLED und sAMOLEDplus mit bloßem Auge kaum (nicht) zu erkennen sind. Ich hatte auf der IFA das Note und das S2 nebeneinander im Einsatz und ich fand das Display des Note besser, da höher auflösend.

Fazit: viel Lärm um nichts. Das Display des Galaxy Nexus (und auch das des Note) bietet im täglichen Einsatz das gleiche Nutzererlebnis wie das sAMOLEDplus Display des Galaxy S2. Und das Argument mit dem GorillaGlass … für mich persönlich wichtig und ich bin froh, dass das Galaxy Note GorillaGlass hat, wer sein Galaxy Nexus aber ohnehin in eine Schutzhülle packen will, der kann auch dieses Argument getrost vergessen. Klar finde ich es schade, dass nicht auf sAMOLEDplus gesetzt wird, aber nur aus Geek-Sicht, nicht aus der Sicht eines normalen Nutzers, ich würde wetten, dass wenn ich 10 Displays nebeneinander lege (9x sAMOLEDplus und 1xsAMOLED, alle die gleiche Auflösung) keiner sicher erkennen kann, welches Display hier weniger Subpixel hat. Ist natürlich nur meine Meinung und wie immer gilt, dass ihr euch nicht belabern lassen oder durch irgendwelche Fachidioten verunsichern lassen sollt – geht in ein entsprechendes Geschäft und macht euch selber ein Bild!

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Quelle: MobiFlip.de und Stadt-Bremerhaven

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