Apple widerspricht sich selbst – und sieht in Samsung-Geräten keine Gefahr

Herrliche Nummer, die da in den USA passiert ist. Wir hatten ja berichtet, dass ein Antrag von Apple auf eine einstweilige Verfügung gegen einige Geräte von Samsung abgelehnt wurde. Zu Recht, wie sich jetzt zeigt

Ein Dokument im Rechtsstreit von Apple und Samsung in den USA sollte eigentlich an bestimmten Stellen digital geschwärzt werden, bevor es als einsehbares Material in dem Gerichtsverfahren online gestellt wurde. Das Schwärzen hatte ein Gerichtsmitarbeiter leider versäumt und so war für 4 Stunden das Dokument in seiner vollen Pracht abrufbar. Die Nachrichtenagentur Reuters war schnell genug (inzwischen wurde es durch eine geschwärzte Variante ersetzt) und hat das Dokument sichern können – mit brisanten Inhalt!

Apple hatte seine Klage gegen Samsung unter anderem damit begründet, dass durch die Ähnlichkeit der Produkte und den niedrigeren Preis der Samsung-Geräte die Verkäufe von Apple-Produkten leiden würden. Aus dem ungeschwärzten Dokument geht allerdings hervor, dass Apple in einer eigenen Marktumfrage eben Gegenteiliges erfahren hat, so sei es unwahrscheinlich, dass Käufer eines iPhone oder iPad Geräte anderer Hersteller kaufen würden. Der Erfolg der Galaxy-Reihe gehe vielmehr zu Lasten der zahlreichen Mitbewerber mit Android-Geräten.

Tja Apple, blöd gelaufen – ihr widersprecht euch selber. Die Glaubwürdigkeit von solchen Gutachten dürfte ohnehin nicht allzu groß sein, allerdings ist es für ein Gericht sicherlich schwierig, einer hierdurch generierte Meinungstendenz zu widersprechen …

Quelle: reuters via netbooknews.de

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