Mob!lers: Das Samsung Galaxy Note im Business-Einsatz – Eine Woche mit dem Galaxy Note

Vor einer Woche hatte ich euch einen kurzen Artikel geschrieben, dass Daniel, ein guter Freund von mir, für die Samsung Mob!lers das Galaxy Note im Business-Einsatz testen wollte/sollte. Die Woche ist um, Daniel hat sein iPhone 4 verkauft. Wie die Woche war? Ich übergebe das Wort an Daniel:

Wie schlägt sich das Galaxy Note im Business-Alltag? Kann es ein Tablet und ein Smartphone ersetzen und ist es dabei immer noch handlich genug? Und, wie verläuft der Umstieg von iOS auf Android? Diesen Fragen bin ich eine Woche lang nachgegangen.  Als Lars mich auf das Projekt angesprochen hat, war ich sofort begeistert, denn ich hatte gerade mein iPhone durch das Galaxy Note ersetzt, und war schon gespannt, mein neues Gadget auszuprobieren.Ich hatte das Note in meiner Tätigkeit als Rechtsreferendar im Bereich Anwaltsmarketing bei der QNC GmbH, welche unter anderem die Portale 123recht.net, frag-einen-anwalt.de und marktplatz-recht.de betreibt im Einsatz. An dieser Stelle möchte ich mich auch noch einmal bei Michael Friedmann (@michafriedmann) für seine Unterstützung für das Projekt bedanken.

Ersteindruck

Das Note macht Eindruck, denn es ist vor allem eines: GROß. Ihr seht es oben: Hier heisst es „nicht kleckern sondern klotzen“! Das 5.3 Zoll Super AMOLED Display war auch für mich das schlagende Argument für das Gerät. Ich wollte ausprobieren, ob es möglich war, Tablet und Smartphone in einem Gerät zu vereinen. Und das vorab, ja es geht und sogar sehr gut. Hier hat Samsung meiner Meinung nach wirklich einen ganz großen Wurf gelandet und ich hoffe, dass die Note Serie auch in Zukunft weiter ausgebaut wird.
Hardware

Das Note läuft flüssig und konnte mich durch solide Verarbeitung, eine gute Kamera und – ich kann es nur wiederholen – das Riesendisplay wirklich überzeugen. Insbesondere das griffige Plasik-Cover hat mir besser als eine Glas-Rückseite gefallen. Mein Vergleich: mit der dem Glas fühlt man sich wie mit einer Anzughose, man muss immer aufpassen wo man sich hinsetzt. Das Plastik ist die Levi’s, immer im Trend und sich trotzdem für nichts zu schade. Genau das Richtige für Heavy-User.
Features wie S-Pen, Speicherkartenslot und Desktop-Dock runden den Eindruck ab. Zunächst ist die Bedienung aufgrund des Form-Faktors gewöhnungsbedürftig, aber nach ein bis zwei Tagen kommt man gut rein. Eigentlich kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, wieder auf ein Smartphone im “Spielzeugformat” von 3,5 – 4 Zoll umzusteigen.


 Webseiten aber auch juristische Fachdatenbanken sehen auf dem Display des Note “Top” aus. Es ist, als ob man ein Tablet in der Tasche hätte. Ja schon der Dialer ist, wie es sich fürs Business gehört, “richtig solide”:-)

Software und Apps

Meiner Meinung nach entscheidet sich bei Smartphones alles im Bereich Software. Hier musste das Note sich erst einmal beweisen, denn in dieser Hinsicht war ich, sagen wir mal… nicht unvoreingenommen. Mein erstes Android-Smartphone, ein Samsung Galaxy i7500 mit Android 1.5 (!), auf das ich nach nach einigen Nokias (e61i, 9300i) umgestiegen bin, hat bei mir hinsichtlich der gesamten Plattform einen sehr gemischten Eindruck hinterlassen. Zwar konnte mir Lars damals mit einer Custom Rom aushelfen, doch habe ich das erste Galaxy mit seinen ganzen Kinderkrankheiten alsbald gegen ein iPhone 3G und dieses dann gegen ein Vierer und ein iPad eingetauscht. Von daher musste das Note bei mir erst einmal einiges an verspieltem Vertrauen wiedergewinnen. Und das hat es getan! Schon nach drei Tagen ging mein iPhone bei eBay über die Sofortkauf-Ladentheke und dann per Post zu seiner neuen Besitzerin 🙂

Wichtig bei der Software sind für mich Business-Anwendung im Bereich Office, Kommunikation und Cloud für Datenspeicherung und Zusammenarbeit mit Kollegen. Als Jurist und Marketeer ist die Erstellung von Texten, sei es für das Online-Marketing Skript für Rechtsanwälte, an dem ich gerade arbeite, für Projekte im Bereich Homepage-Erstellung und Optimierung sowie Social Media für Rechtsanwälte oder auch für das Erstellen langer juristischer Schriftsätze, täglich Brot. Dabei setze ich auf die Lösung von Google Docs. Diese sind IMHO mittlerweile zwar immer noch kein vollwertiger Ersatz für ein “herkömmliches Office” decken aber gefühlte 99% meiner Aufgaben ab. Für das Galaxy Note mit seinem Google Android Betriebssystem ein Heimspiel.


Sowieso hat Android, als offene Plattform einige Vorteile, wie z.B. die Möglichkeit verschiedene Appstores zu nutzen, APKs per Mail zu verschicken, Tethering ohne Jailbreak oder speziellen Vertrag usw. Speziell das Note als Samsung-Gerät bietet nette Gimmicks wie KIES Air, einen Server der Bilder, Videos, Kontakte und Adressbuch usw. im lokalen Netzwerk per Browser-Zugrif freigibt. Leichter kann Sharing eigentlich nicht sein!

Sharing geht auch vom PC zum Note: Und zwar Screen-Sharing. Mit Air Display wird das Note zu einem 1280 x 800 WLAN-Monitor. Screen Real-Estate, das kann man im Business-Alltag nie genug haben.

Sehr „geil“ finde ich den S-Pen kombiniert mit den Apps Evernote und Skitch (funktionierte für mich besser als S-Memo): Einfach handschriftliche Notizen machen, mit Foto, Kommentaren usw. versehen und ab damit in die Cloud.


Weitere Apps, die ich auf dem Note nutze sind der Navigator (inkl. Nahverkehr sämtlicher deutscher Städte) und die Ticket App der Bahn, wenn es zum Termin geht. WordPress um auch mal unterwegs schnell Kundenstatistiken zu checken. Dropbox um größere Dateien zu sharen. Mindjet für Brainstorming. Balsamiq Mockups, um Kundenwebseiten zu entwerfen – auch hier hat das Note mit Android und Flash-Unterstützung einen Vorteil. Dazu kommen natürlich alle möglichen Social Networks, wie z.B. Xing und Skype, welches subjektiv auf dem Note viel besser als auf dem Desktop läuft. Dazu kommt die Integration von Skype ins System, so dass ich über das Android-Adressbuch einen Kontakt mit Skype oder Skype-Out anwählen kann. Dabei telefoniere ich mit dem Handy am Ohr wie über eine GSM-Verbindung.

Fazit

Wie Ihr bereits rausgelesen habt, hat mich das Galaxy Note “zu 150%” überzeugt. Der Form-Faktor und die S-Pen-Unterstützung sind, insbesondere im Geschäftsalltag, ein echtes Plus. Das Andoid-System bietet alles was man braucht. Google-Anbindung, Synchronisation und Integration von Skype und Social Networks, Sharing satt und das auf feinster Samsung-Hardware.

Für mich ist das Galaxy Note genau das richtige Gerät, es erinnert mich vom Feeling her irgendwie an die Communicator-Serie von Nokia. Auch die waren groß, businessorientiert und ihrer Zeit weit voraus. Wer ein Standard-Gerät möchte und über die Grundfunktionen wie Telefon, Musik und gelegentliches Surfen auf (mobilen) Seiten wenig Ansprüche hat, der kann natürlich bei dem Smartphone seiner Wahl bleiben. Wer im Business und in seiner Freizeit volle Power verlangt, Wert auf Internet auf Desktop-Niveau legt und sein Gadget einfach liebt: Dem kann ich das Samsung Galaxy Note wärmstens empfehlen.

Ich habe meine Wahl nicht bereut und nutze das Note sehr gerne. Wer weiß, vielleicht kann es in Zukunft mit Projekten wie diesem nicht nur Tablet und Smartphone, sondern auch den Desktop-PC für mich ersetzen!

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