Samsung: Apple hätte kein einziges iPhone verkauft ohne Technologien-Klau von Samsung

Der weltweite Streit zwischen Apple und Samsung gewinnt derzeit schnell an Schärfe hinzu – inzwischen ist ein neues Niveau des Zanks erreicht. Bisher beschränkte man sich auf ein paar Klagen und ab und zu eine verbale Spitze gegen die Konkurrenz zu schießen, neuerdings gehen beide Seiten eine härtere Gangart:

Grund dafür dürfte die in der nächste Woche beginnende Gerichtsverhandlung in den USA sein, Apple hat hier gegen zahlreiche Smartphones und Tablets von Samsung geklagt und somit wird hier grob gesagt vor Gericht um den amerikanischen Markt gekämpft. Im Vorfeld dieser Verhandlungen geizen beide Seiten nicht mit verbalen Abschlägen gegen den Konkurrenten:

Apple bringt vor, dass Google als Entwickler von Android Samsung bereits 2010 gewarnt habe, dass sowohl das Galaxy Tab als auch das Galaxy Tab 10.1 dem iPad zu ähnlich seien. Samsungs eigene Designer haben laut Apple bereits 2011 „bemerkt“, dass das Samsung Galaxy S dem iPhone ähnlich sei. Allerdings sollte hier erwähnt sein, dass viel „prior art“ vorhanden ist und auch Apple nichts komplett neues erfunden hat. Wie genau das US-Gericht dies bewertet wird in den folgenden Monaten spannend.

In den Gerichtsakten für die anstehende Verhandlung schlägt Samsung eine generelle Argumentation an: Man habe 1991 mit den Forschungen an Handys angefangen, also knapp 20 Jahre vor dem ersten iPhone von Apple. Ohne die Entwicklungen von Samsung hätte Apple kein einziges Smartphone verkauft.

Samsung has been researching and developing mobile telecommunications technology since at least as early as 1991 and invented much of the technology for today‘s smartphones. Indeed, Apple, which sold its first iPhone nearly twenty years after Samsung started developing mobile phone technology, could not have sold a single iPhone without the benefit of Samsung‘s patented technology.

Interessanter dürfte aber das Vorbringen Samsungs sein, dass Apple sich nur eines sehr generellen und somit nicht schützbaren Designs bedient habe, welches vorher auch von Unternehmen wie Sony entwickelt worden war. Genau hier dürfte der springende Punkt bei einem Verfahren über die Designpatente liegen: vorher bestehende Formen die Apple genutzt hat. Generell könnte man sagen hat Apple bestehende Designs sehr reduziert und vereinfacht, sodass es schwer ist, überhaupt Smartphones und Tablets zu entwickeln, die nicht Teile der sehr generellen Designpatente Apples verletzen. Gibt man Apple nun Recht, könnte dies zu einer Monopolisierung von einzelnen Designs führen – und den Tablet-Markt für die Zukunft stark schädigen.

Apple has admitted in internal documents that its strength is not in developing new technologies first, but in successfully commercializing them.

Quelle: WSJ

 

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