In eigener Sache: Blogger und die Unabhängigkeit

Aus gegebenem Anlass muss ich leider ein paar Zeilen über ein leidiges Thema verlieren: Blogger und die Unabhängigkeit. Grund dafür ist teilweise die Nummer um den indischen Blogger der in Berlin stranden durfte, da er offensichtlich seine Mails nicht lesen konnte und teilweise meine Aktivität als Samsung Mobiler und Samsung Youth Editor:

Das Foto oben ist auf dem UNPACKED bzw. kurz danach entstanden, ich, Julian und noch drei Leute waren von den Samsung Youth Editors auf die IFA 2012 eingeladen worden. Das Problem ist, dass Blogger bei so was immer irgendwie „blöde“ aussehen, da wir unabhängig sind/sein sollten und trotzdem von Herstellern eingeladen werden. Sowohl die Mobilers als auch die Youth Editors haben aber erstmal wenig mit Bloggern zu tun. Klar gibt es auch Einladungen für die Presse oder Blogs, aber ich habe mich bewusst dagegen entschieden (bei anderen Events auch dafür), da man so wirklich tiefe Einblicke bekommt, die ich auch immer wieder gerne mit den Lesern von AllAboutSamsung teile.

Die Nummer ist in meinen Augen so lange in Ordnung, wie ich meine eigene Meinung vertreten kann und dabei nicht beeinflusst werde. Wenn ein Gerät Fehler hat nenne ich die auch, eine persönliche Meinung macht einen Blog doch erst lesenswert. Samsung hat übrigens CJ nicht beeinflusst, er hätte überall seine Meinung über die Geräte schreiben können, alles andere ist Blödsinn. Aber er wurde als Mobiler eingeladen und sogar als Promotor, da hatte er halt bestimmte Pflichten für eine Reise im Wert von $3.000+, hätte er die nicht haben wollen, hätte er sich nach einer Einladung als Blogger und nicht als Mobiler umschauen müssen. Dass Samsung ihn so hat in Berlin stranden lassen ist aber nicht minder blöde, ich hätte ihn einfach nach der Reise aus dem Programm geworfen und die Sache beendet. Zurück zum Thema, wegen bestimmten „Journalisten“ muss ich mich jetzt rechtfertigen, dass ich mit Samsung in einem guten Kontakt stehe? Nicht wirklich, meine Meinung zu Produkten bleibt meine eigene und ihr bekommt zusätzlich halt Einsichten, die es woanders nicht gibt. Über die Youth Editors konnte ich die Geräte in kleiner Runde filmen, dazu vor der offiziellen Präsentation – das ist in meinen Augen ein Foto und einmal lächeln mehr als wert. Ein beeinflusster Blogger hätte sicherlich nicht im ntv-Interview in London die Rückseite des Galaxy S III und damit die des aktuellen und von vielen erwarteten Flaggschiffs kritisiert.

Als Blog (bewusst) ohne Werbung können wir uns nicht alle Reisen leisten, Einladungen sind daher ok, vorausgesetzt, dass man trotzdem seinen Standpunkt vertritt. Die leidige „müssen Blogger komplett unabhängig sein“-Diskussion ist in meinen Augen mehr als hinfällig, wenn bekannter wäre, wozu Journalisten von großen Technik-Printmedien überall eingeladen werden.

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