Galaxy S III mini fällt in Angelteich, 16 jähriger greift zur Pumpe

Smartphones sind aus unserem Leben kaum noch wegzudenken. Eine erstaunliche Entwicklung, bedenkt man, dass der Boom vor gerade mal sieben Jahren mit dem ersten iPhone begann. Besonders für Teenager sind Internet und Smartphone „natürlich“, wenn dann das geliebte Stück Technik den Bach runtergeht, schwimmt rationales Denken scheinbar teilweise gleichzeitig mit.

Samsung Galaxy S III Mini

Eine herrliche Story gibt es aus Meppen im Emsland. Ein kleines Städtchen mit knapp 35.000 Einwohnern. Dort ist einem 16 jährigen bei einer Rangelei am Angelteich ein Samsung Galaxy S III mini in den Teich gefallen. Er wollte wohl andere Jugendliche wegschicken, da flog das Smartphone ins fischige Nass. Als der Chef des Angelvereins „Catch & Kill“ den Jugendlichen dann Zuhause anrief, forderte der 16 Jährige, dass man Taucher engagieren solle um das Smartphone zu finden – die Mutti würde das schon zahlen. Der sogenannte Angelvater von Catch & Kill legte auf bei der hirnverbrannten Forderung.

Wohlgemerkt: Wir reden hier von einem Smartphone mit einem Marktwert von rund 150 Euro. Entweder der 16 jährige hatte echt wertvolle Bilder und Whatsapp-Verläufe auf dem Gerät (höhöhö) oder aber, da war jemand ein wenig optimistisch. Der Plan mit den Tauchern schlug jedenfalls fehl. Jetzt könnte man meinen, dass man dann halt in den sauren Apfel beißen und ein neues Smartphone kaufen muss. Schließlich dürfte bei einem Angelteich das Wasser ohnehin alle Kontakte korrodieren lassen und nur noch ein teuer aussehender, nasser Briefbeschwerer Karpfenfutter spielen. Oder man gibt den Kampf nicht auf und springt in einer Badehose in den 80 Meter langen, 15 Meter breiten und 1,5 Meter tiefen Teich hinterher.

Oder aber, man schnappt sich zwei Abwasserpumpen, legt Verlängerungskabel bis an das Wasser und setzt die zwei Pumpen in Betrieb. Ein Schlauch könnte man dann etwa auf das Feld des Bauern nebenan legen, den anderen in die Toilette des Angelclubs. Die hat zwar nur einen 1000 Liter Tank, aber wenn der überläuft … scheiße, egal, so weit muss man nicht denken. Auch, dass die 1800 Kubikmeter Wasser bei zwei kleinen Abwasserpumpen und einem direkten Zulauf aus dem Emskanal wohl ein wenig optimistisch sind könnte man bedenken – aber denken wird ja überbewertet. Und die Fische? Egal, sollen die halt ein bisschen frische Luft schnuppern. Klingt blöde, aber wenn die Hormone durchbrennen offenbar absolut naheliegend für einen 16 Jährigen. Der Angelvater des Angelvereins jedenfalls holte bei dem Anblick die Polizei, welche den 16 Jährigen und zwei Freunde aufgabelten. Diese leugneten erstmal die Aktion und auch die Verwüstung des Geräteschuppens sowie von Teilen der Anlage, eine Anzeige gab es trotzdem. Auf den 4000 Euro Schaden bleibt der Verein nach eigenen Angaben sitzen.

Kleiner Tipp für die Zukunft: Beachbags für Smartphones sind deutlich günstiger als 4000 Euro.*

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (sehenswerte Bilder, der Schlauch im Pott reicht definitiv nicht für 1800 m³. *Link ist ein Partnerlink

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