[Eyes-On] Samsung Tizen TV – jetzt wird es erst richtig smart

Seit gut zwei Jahren habe ich nun einen Smart TV von Samsung bei mir zuhause stehen. Anfangs noch ein 2012er Modell, später dann ein ’13er. Bisher war ich immer sehr zufrieden mit der Funktionalität und dem Interface, Apps wie YouTube oder Amazons InstantVideo vereinfachen bzw. verbessern das Erlebnis zudem noch mal deutlich. Doch im Vergleich zu den neuen Fernsehern mit Tizen OS sehen die alten Modelle verdammt alt aus.

SAMSUNG CSC

Bisher hat Samsung bei seinen Smart TVs immer auf ein proprietäres System gesetzt, die Umgebung war also weitestgehend geschlossen. Mit Tizen wird sich das aber schlagartig ändern, denn sobald die ersten Fernseher gegen März bis April in den Handel kommen, werden schon ganze 4.000 Apps im entsprechenden Store warten. Damit hat man im Gegensatz zur Konkurrenz (und zu eigenen, alten Produkten) einen riesigen Vorteil. Falls euch ein neuer Fernseher für „die paar“ Features aber zu teuer ist, könnt ihr, falls euer Modell einen solchen Slot besitzt, auch einfach mit einem Evolution Kit auf Tizen aufrüsten.

Das neue Smart Hub wurde drastisch minimiert. Anstatt eines kompletten Screens mit mehreren themengebundenen Seiten, öffnet sich beim drücken der entsprechenden Taste nur noch eine kleine Leist am unteren Rand des Panels. Dort wird dann eine kleine Auswahl an Apps angezeigt die besonders oft oder erst vor kurzer Zeit genutzt wurden. Weiter links hat man dann natürlich auch die Möglichkeit eine komplette Liste anzeigen zu lassen, damit wird der Screen dann auch komplett gefüllt.

Und jetzt kommt der Kniff, der mich tatsächlich sehr überrascht hat: Die Kisten haben echt Dampf unter der Haube! Ganze acht Kerne liegen im Rechenzentrum des Fernsehers, dazu auch noch eine gute Portion RAM die die zuletzt genutzten Apps zwischenspeichert und so einen (für Fernseher) unglaublich schnellen wechsel ermöglicht. Dazu kommt noch die Möglichkeit Playstation Now zu nutzen, damit lassen sich Spiele auf den Fernseher streamen – mit 1 bis 2 Controllern kann man sich so dann die Konsole sparen.

Leider durfte man die neue Fernbedienung nicht in die Hand nehmen. Das liegt einfach daran, dass die Geräte definitiv noch nicht final sind. So kam es auch dazu, dass sich einer der Fernseher während der Demo aufhängte und erst nach ein paar Minuten wieder reagierte. Sollte man wirklich Interesse an dem neuen OS haben, kann man auch einfach von einem älteren Modell aus upgraden. Mir gegenüber hat man bestätigt, dass dies mit allen Modellen, die einen Evolution Kit Slot haben, möglich sein wird. Auch Geräte mit einem Anschluss für die One-Connect-Box werden aufrüstbar sein. Der Preis ist noch nicht bekannt, soll aber ähnlich wie bei den alten Kits sein.


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