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Endlich ist es so weit, Samsung lüftet des Vorhang um das neue Samsung Galaxy Note 7. Nach zahlreichen Leaks ist das neue Flaggschiff offiziell und die meisten Leaks werden bestätigt, einige Features überraschen dennoch. Ich konnte vorab das Samsung Galaxy Note 7 schon ein wenig ausprobieren – Zeit für ein erstes Hands On.

Samsung Galaxy Note 7

Nachdem Samsung im letzten Jahr statt dem Galaxy Note 5 sich in Europa mit dem Galaxy S6 edge+ für einen größeren Ableger des letztjährigen Flaggschiffs entschieden hat, bekommen wir 2016 endlich wieder ein Note-Device in Europa. Samsung überspringt allerdings die sechs in der Zählung, um im Fall des Samsung Galaxy Note 7 keine Irritationen beim Nutzer hervorzurufen.

Samsung Galaxy Note 7

Als Samsung 2011 mit dem ersten Galaxy Note noch ein Gerät mit einem – für die Zeit nahezu lächerlich großen – 5,3 Zoll Display vorstellte, konnte man nicht wissen, dass die Note-Reihe derart erfolgreich werden würde.

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Gleichzeitig gab es allerdings schon das Galaxy SII und diese Differenz in der Iterations-Namensgebung zog sich durch die letzten Jahre, dieses Jahr wurde es nun behoben und das Samsung Galaxy Note 7 fügt sich in die „7er Familie“ ein, sodass kein Kunde irritiert wird.

Unser Hands-On des Samsung Galaxy Note 7 – Ein „Daumen hoch“ auf YouTube hilft

Videolink

Damit YouTube beurteilen kann, ob das Video etwas taugt und nicht nur Clickbait ist, wäre ein Daumen hoch unter dem Video auf YouTube wirklich nett 😉 Danke.

Die Spezifikationen des Samsung Galaxy Note 7

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  • 5,7 Zoll WQHD SAMOLED (2560×1440 Pixel = 518 ppi) dual edge Display mit GorillaGlass 5
  • Exynos 8890 Octa, 14nm 64bit, 2,3GHz Quad Samsung M1 + 1,6 GHz Cortex A53 Quad
  • LTE Cat 9, 802.11a/b/g/n/ac + BT 4.2, GPS, NFC
  • 4GB LPDDR4 RAM
  • 64GB interner UFS 2.0-Speicher, erweiterbar um offiziell bis zu 256GB via MicroSD; 15GB Samsung Cloud Speicher
  • Kamera (Rückseite):12MP Kamera (4:3); 1,4µm große Dual-Pixeln, OIS und f1.7
    Kamera (Front): 5MP f1.7
  • 3.500 mAh Akku, Fast Charging, Fast Wireless Charging
  • Fingerprint-Scanner, Iris-Scanner (3,7MP + Infrarot-LED)
  • 153,5 x 73,9 x 7,9 mm; 169 Gramm
  • USB Type-C
  • Android 6.0.1 mit neuer Grace UX
  • S-Pen mit 4096 Druckstufen, 3 Gramm Gewicht
  • IP68-Zertifizierung
  • 849 Euro UVP; In Deutschland vorbestellbar ab dem 16. August, offizieller Marktstart ist der 2. September. Andere Länder teils früher.
  • Drei Farben: Black Onyx, Titanium Silver, Coral Blue

Das Design des Samsung Galaxy Note 7

SamsungGalaxyNote7_S7_S7e_Seitenlinie S7, S7e und Note 7 (von oben nach unten)

Mit dem Galaxy S6 setzte Samsung erstmals (fast) nur auf Metall und Glas bei den Materialien des Gehäuses, der Star war 2016 dennoch das Galaxy S6 edge mit seinem dual-edge-Display. Hierfür erntete man einige Lorbeeren. Logisch also, dass man mit dem Galaxy S7 edge das Design nur verfeinerte – und erneut viel Lob kassierte. Die Frage war nun, ob Samsung für das nächste Note ebenfalls auf ein Dual-Edge-Display setzen, eine zusätzliche Flat-Version bringen oder sogar „nur“ auf ein gewohntes Flat-Display setzen würde. Kurz: Samsung macht das einzig richtige und bringt den Unique Selling Point des Dual-Edge-Displays auch für die Note-Serie und angesichts des Erfolgs des Galaxy S7 edge verzichtet man auf eine Flat-Version, das Samsung Galaxy Note 7 kommt ausschließlich mit einem Dual-Edge-Display.

SamsungGalaxyNote7_HandsOn_12 S7e links, Note 7 rechts

Ohnehin orientiert sich das Design sehr an dem des Galaxy S7 edge. Wenn schon der Name in Sachen Zählweise endlich zur S-Serie passt, sollte dies beim Design nicht anders sein. Das Design des Samsung Galaxy Note 7 entspricht auf den ersten Blick dem des Galaxy S7 edge, allerdings etwas größer und die quadratische Form ist weniger abgerundet. Auf den zweiten Blick gibt es Details und Unterschiede die ins Auge fallen.

Samsung Galaxy Note 7

Dies fängt bei den Farben an. Von den vier Farben werden es nur die Versionen „Black Onyx“ (schwarz), „Silver Titanium“ (silber) und „Blue Coral“ (blau) nach Deutschland schaffen, die goldene Version ist zumindest nach derzeitigem Stand nicht für Deutschland geplant.

SamsungGalaxyNote7_Farben_Deutschland

Die schwarze Version unterscheidet sich hinsichtlich des Rahmens, dieser ist nun ebenfalls matt schwarz und nicht etwa mehr silbern, wie dies beim Galaxy S7 edge der Fall war. Das blaue Galaxy Note 7 mit goldenem Rahmen dagegen ist komplett neu – und eine Wucht. Zwar ist das Blau auf den ersten Blick vielleicht ein wenig zu hell in Richtung Babyblau, aber in der Kombination mit dem goldenen Alurahmen sieht es einfach toll aus. Die silberne Version sieht auch sehr edel aus, ist allerdings auch sehr anfällig für Fingerabdrücke.

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Der Rahmen ist ein weiteres Stichwort. Samsung setzt hier auf ein neues Aluminium der Series 8, dieses soll noch stabiler sein. Die Form jedenfalls hat sich geändert: Samsung setzt nun auf eine “Symmetrical Beauty“. Dies bedeutet, dass man das Glas der Rückseite so stark wölbt, wie dies auf der Front der Fall ist und so der Aluminiumrahmen exakt symmetrisch in der Mitte der Seitenlinie liegt. Das 7,9mm schlanke Samsung Galaxy Note 7 sieht so nochmals dünner aus, als es die Abmessungen schon vermuten lassen.

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Dies ist nicht nur optisch ein Highlight, sondern sorgt auch dafür, dass der hintere Übergang von Edge auf Rahmen sich angenehmer anfühlt, als dies noch beim S7 edge der Fall war. Das Samsung Galaxy Note 7 legt in Sachen Ergonomie die Messlatte auf einen neuen Bestwert, besser lag noch kein Note und für mich auch noch kein Galaxy S in der Hand.

SamsungGalaxyNote7_HandsOn_23 S7 edge oben, Note 7 darunter

Gute Neuerungen des Samsung Galaxy S7 edge wurden ebenfalls beibehalten, so ragt die Kamera nicht aus der Rückseite, sondern ist mit einer Erhebung von weniger als einem Millimeter fast bündig mit der Rückseite.

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Auch beibehalten wurde die IP68-Zertifizierung. Dank Gummi und Silikon soll das Samsung Galaxy Note 7 1,5m tiefes Wasser mindestens 30 Minuten überleben und ist staubdicht.

Samsung Galaxy Note 7

Auf der Front gibt es eine Neuerung: So ist nun links neben dem Frontlautsprecher eine LED zu finden und rechts daneben direkt zwei Öffnungen für Kameras. Die LED sowie eine der Kameras dienen dem Iris-Scanner, mehr dazu später – optisch jedenfalls keine störende Neuerung.

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Die Hardware des Samsung Galaxy Note 7

Samsung Galaxy Note 7

Während in den letzten Jahren im Inneren der Note-Reihe häufig ein leicht stärkerer Prozessor sein Werk verrichtete, als es noch in der S-Serie der Fall war, behält man im Fall des Samsung Galaxy Note 7 einiges der Innereien des Galaxy S7 edge bei. Der bekannte Exynos 8890 mit seinen vier Samsung-M1-Kernen und einer Taktung von 2,3 GHz und den vier Cortex A53-Kernen mit 1,6 GHz ist eine Überraschung, einige hatten hier auf einen leicht überarbeiteten Exynos 8893 spekuliert. Allerdings muss man sagen, dass dieser Prozessor zu den stärksten gehört, die der Markt bietet – Anlass für Kritik ist er jedenfalls nicht. Auch die 4GB LPDDR4 RAM werden reichen, wenngleich es auch seltsam wirkt, dass im OnePlus 3 Samsungs 6 GB LPDDR4 ihr Werk verrichten, Samsungs eigenes Flaggschiff jedoch „nur“ 4GB spendiert bekommt. Im Alltag wird natürlich niemand etwas hiervon merken.

SamsungGalaxyNote7_GalaxyS7_GalaxyS7edge Unter der Haube sehr ähnlich: Galaxy S7, Galaxy S7 edge und Note 7 (von links nach rechts).

Zwei wichtige Unterschiede gibt es aber: Der Akku ist kleiner als der des Galaxy S7 edge. Während hier auf 3.800 mAh oder sogar 4.000 mAh spekuliert wurde, bietet der Akku des Samsung Galaxy Note 7 am Ende „nur“ 3.500 mAh. Dies dürfte noch immer für gute Laufzeiten reichen, dass der Akku des größeren und schwereren Samsung Galaxy Note 7 jedoch schwächer ist, als der 3.600 mAh starke Akku des Galaxy S7 edge verwundert. Klar, der S-Pen benötigt seinen Platz und 100 mAh sind nicht die Welt, aber es überrascht dennoch. Der andere Unterschied betrifft den internen Speicher.

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Wurden im Fall des Galaxy S7 edge 32GB UFS 2.0 doch recht schnell knapp, wenn es an das Übertragen von Videos der Samsung Gear 360 ging, bietet das Samsung Galaxy Note 7 64GB des schnellen UFS 2.0 Speichers. Dieser ist zudem nun um offiziell 256GB erweiterbar – mittels herkömmlichen MicroSD-Karten. Dies war zwar auch beim Galaxy S7 der Fall, Samsung macht es aber erst mit dem Galaxy Note 7 offiziell.

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Eine weitere Neuerung betrifft schließlich den Anschluss: Das Samsung Galaxy Note 7 verfügt über den neuen MicroUSB Type-C-Anschluss. Beidseitig einsteckbar. Mit welcher Geschwindigkeit der Anschluss angebunden ist, blieb noch unklar. Der Anschluss jedenfalls ist zeitgemäß.

Das Display des Samsung Galaxy Note 7

SamsungGalaxyNote7_HandsOn_205,7 Zoll kennen wir nun schon seit dem Galaxy Note 3, mit dem Galaxy Note 4 kam dann auch die WQHD-Auflösung von 2560×1440 Pixeln hinzu. Das Samsung Galaxy Note 5 bot diese Spezifikationen ebenfalls und das Samsung Galaxy Note 7 … erneut. Kein 4k, erneut 5,7 Zoll und ein WQHD-auflösendes SAMOLED-Display. Dass Samsung hier in drei Jahren keinen neuen Superlativ schafft, mag Spezifikations-Fetischisten stören, in der Praxis ist das Display mit 518 ppi gestochen scharf. Einzig für die neue Samsung Gear VR wäre ein 4k-Display von Vorteil gewesen. Dafür ist das Samsung Galaxy Note 7 das erste Smartphone was das Streaming von HDR-Videos ermöglicht. Trotzdem hätte sich der eine oder andere hier einen neuen Superlativ gewünscht.

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Neu ist, dass Samsung das Display eines Note-Geräts auf beiden Seiten wölbt. Im Vorfeld war hier von einigen Nutzern früherer Note-Geräte befürchtet worden, dass ein Edge-Display negative Auswirkungen auf die Genauigkeit des Displays haben könnte.

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Vielleicht liegt es an einer minimal weniger starken Wölbung – jedenfalls konnte ich bei dem kurzen Hands-On keine negativen Auswirkungen feststellen. Im Gegenteil: Das Display ist sogar nass mit dem S-Pen gut bedienbar.

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Das Always-on-Display (AOD) des Samsung Galaxy Note 7 zeigt zwar noch immer keine Benachrichtigungen von WhatsApp an, hat allerdings eine extrem praktische Funktion gewonnen. Zieht man den S-Pen aus dem Gerät mit ausgeschaltetem Display, kann man auf das Display schreiben und diese Notiz direkt auf das AOD pinnen. Praktisch.

Die Software des Samsung Galaxy Note 7

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Im Vorfeld wurde auf Android 7.0 „nougat“ spekuliert, was zeigt, wie unfassbar dämlich manche Gerüchte sein können. Dass Samsung das neue Flaggschiff nicht mit Android 7.0 bringen können würde, bevor Google das Betriebssystem überhaupt offiziell vorgestellt hat, war klar. Stattdessen läuft auf dem Samsung Galaxy Note 7 vorerst Android in der Iteration 6.0.1. Trotzdem gibt es Neuerungen.

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Neben Features, wie dem Game Launcher, welcher mit dem Galaxy S7 vorgestellt wurde, ist das große neue Software-Feature neben aller S-Pen-Software (dazu noch mehr) wohl die Grace UX. Samsung hat die Nutzeroberfläche komplett überarbeitet. Einfacher, heller (untypisch für SAMOLED) und schöner ist die Oberfläche geworden.

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Besonders das Menü der Einstellungen ist sehr übersichtlich und schick geworden. Einige neue Icons, eine neue Benachrichtungsleiste sowie ein Dienst namens „Samsung Cloud“, welcher einen Online-Speicher bietet, dazu eine sehr schnelle Oberfläche.

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Samsung wurde in der Vergangenheit häufig für die Software kritisiert, mit der Grace UX könnte sich dies ändern.

Der S-Pen des Samsung Galaxy Note 7

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Charakteristisch ist für die Note-Serie natürlich der Stift. 3 Gramm leicht und 108 Millimeter kurz ist der S-Pen des Samsung Galaxy Note 7. Die Spitze ist nun 0,7mm dünn und erlaubt somit noch dünnere Zeichnungen. Dank 4096 erkennbaren Druckstufen ist das Schreiberlebnis sehr präzise.

SamsungGalaxyNote7_HandsOn_37 Links der S-Pen des Note 5, rechts der des Note 7

Der Button des S-Pen ist weiter nach oben gelegt worden, sodass er nicht mehr beim Schreiben versehentlich gedrückt werden kann. Ach und: Ist das Display des Galaxy Note 7 nass, lässt es sich über den S-Pen noch immer absolut präzise bedienen.

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Wichtigste Neuerung ist die Software. Zieht man den S-Pen aus dem Samsung Galaxy Note 7 oder drückt man den Button des S-Pen oberhalb des Displays, öffnet sich ein Halbkreis an Anwendungen. Diesen kennt man optisch, bei einem zweiten Blick sieht man jedoch, dass Samsung hier die Funktionen komplett umgekrempelt hat. Statt zig verschiedener Anwendungen wie Memo, Action Memo und S Note gibt es nun nur noch eine Anwendung. Samsung Notes vereint diese Anwendungen in einer App, sodass der Nutzer nicht mehr zwischen den Anwendungen wechseln muss. In „Samsung Notes“ gibt es zudem neue Funktionen, etwa einen Aquarell-Pinsel, welcher tatsächlich Farben ineinanderfließen lässt, wie man es von echten Aquarellen kennt.

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Smart Select erlaubt wieder die intelligente Auswahl von Bildschirminhalten. Allerdings geht es diesmal weiter und bietet für mich eine herausragende Funktion: Unter „GIF Animation“ kann man einen Bereich des Smartphone-Displays auswählen, welcher aufgenommen wird. So kann man bis zu 15 sekündige GIFs etwa von YouTube-Videos erstellen und teilen.

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Unter „Screen Write“ wird wie bekannt ein Screenshot des Bildschirminhalts erstellt und kann sofort mit Notizen versehen werden. Neu sind jedoch drei weitere Funktionen: „Translate“ bietet die Möglichkeit, mit dem S-Pen über einzelne Wörter zu gehen und diese mittels Google Translate sofort übersetzen zu lassen, wer möchte kann sich die Übersetzung auch direkt vorlesen lassen.

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„Magnify“ dagegen ist wohl nur für wenige Anwender praktisch: Hier wird eine Vergrößerungslupe um den S-Pen erstellt, um einen Teilbereich des Displays stark zu vergrößern.

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„Glance“ wiederum ist eine gute Idee: Ein Bildschirminhalt lässt sich mit „Glance“ quasi zu einem Fenster machen, wie man es unter Windows kennt.

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Dieses wird minimiert und man kann wie gewohnt im System arbeiten. Bewegt man den S-Pen jedoch über das Glance-Fenster, sieht man dessen Inhalt und kann damit interagieren um anschließend das Fenster erneut zu minimieren.

Samsung Galaxy Note 7: Iris-Scanner

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Die Spatzen haben es bereits seit geraumer Zeit von den Dächern gepfiffen: Das Samsung Galaxy Note 7 besitzt einen Iris-Scanner. Dieser setzt auf eine Infrarot-LED auf der Front und eine zusätzliche Kamera neben der Frontkamera und kann hierüber die menschliche Iris erkennen. Dies soll „bis zu 200 Mal“ sicherer sein als etwa ein Fingerabdruck-Scan.

SamsungGalaxyNote7_HandsOn_45Im Vorfeld waren bezüglich des Iris-Scanners Bedenken aufgekommen, so warnte etwa die App, dass der Scanner mit Brille oder Kontaktlinsen Probleme machen könnte, außerdem bei schlechten Lichtverhältnissen und und und. In der Praxis soll man laut Samsung als Brillenträger darauf achten, dass bei der Einrichtung ohne Brille oder Kontaktlinse die Iris gescannt wird, danach soll die Erkennung funktionieren. In der Praxis war ich von dem Scanner absolut überrascht: Speichert man die eigene Iris ein, wurde bei teils guten und teils mittelmäßigen Lichtbedienungen das Auge extrem schnell erkannt. Die Methode kann zudem optional zum Fingerprint genutzt werden.

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Nun jedoch das „Aber“: der Abstand von 25-35cm zum oberen Ende des Displays ist in der Praxis eher ungewohnt. Dass man mit aufgerissenen Augen in das Smartphone starrt sieht blöde aus. Und: Man muss erst über das Display wischen, um in den Iris-Entsperr-Modus zu kommen, trotz wirklich extrem schneller Iris-Erkennung verliert man also mindestens bei diesem Schritt Zeit.

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Klar: Der Fingerabdruck kann weiter genutzt werden, dann aber fehlt die – angeblich – höhere Sicherheit des Iris-Scanners. Ich fand den Scanner bei etwa dem Lumia 950XL schon mehr Spielerei als echtes Feature und auch im Fall des Samsung Galaxy Note 7 ist es sicherlich gut für die Vermarktung, in der Praxis aber für mich vorerst nicht so praktikabel, dass ich es wirklich nutzen würde. Mehr muss da ein ausführlicher Test zeigen.

Tl;dr – Der erste Eindruck des Samsung Galaxy Note 7

Samsung Galaxy Note 7

Das Samsung Galaxy Note 4 war das letzte Note-Gerät, was in Deutschland gestartet ist. Umso höher waren die Erwartungen an den Nachfolger. Während das Galaxy Note 5 in Deutschland nicht gestartet ist, kommt das Samsung Galaxy Note 7 endlich wieder nach Deutschland – und das ist gut so.

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Während ich das Galaxy Note 5 fast etwas langweilig fand, da es ohne die „neue“ Edge des Galaxy S6 edge+ kam, bietet das Samsung Galaxy Note 7 das aufregende Design des Galaxy S7 edge. Erstmals kann man also den S-Pen zusammen mit einem Dual-Edge-Display nutzen. Hinzu kommt die gewölbte Rückseite und hier muss man sagen, dass es durch die „Symmetrical Beauty“ und gleich starke Wölbung hinten wie vorn eine herausragende Ergonomie gibt.

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Hinzu kommt die herausragende Kamera des Galaxy S7/S7 edge und ein neuer S-Pen mit vielen tollen Funktionen. Für mich als Twitter- und Imgur-Junkie ist besonders das GIF-Feature eine tolle Sache. Mal eben schnell ein GIF selber aufzeichnen ist super. Dass Samsung das edle Gehäuse trotz S-Pen mit einer IP6 8-Zertifizierung ausstattet hat ist gut, alles andere hätte auch überrascht. Ein kleiner Wermutstropfen ist vielleicht der Akku, hier hätte ich mir prestigeträchtige 4.000 mAh gewünscht.

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Auch der verhältnismäßig späte Marktstart am 2. September fällt eher negativ auf. Ab dem 16. August ist das Samsung Galaxy Note 7 zum Preis von 849 Euro UVP vorbestellbar, ab dem 2. September erfolgt dann der Marktstart in Deutschland. Andere Länder wie die USA haben es offenbar besser, dort geht es schneller. Angesichts der Masse an Leaks hätte ich hier auf einen früheren Termin getippt. Vorbesteller haben den Bonus, dass es die neue Samsung Gear VR (dazu mehr in einem anderen Artikel) gratis als Zugabe gibt. Alles in allem ist das Samsung Galaxy Note 7 ein absolut herausragendes Smartphone und bietet mit dem Dual-Edge-Display und dem S-Pen direkt zwei Alleinstellungsmerkmale, für welche es sich gelohnt hat, auf das nächste Galaxy Note zu warten.
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