Posted on by | 110 Kommentare

Der große Samsung Galaxy Note 7 Testbericht – vorab ein paar Worte: Als Samsung 2011 das erste Galaxy Note vorstellte, war die Skepsis und die Häme fast so groß wie die Displaydiagonale für das Jahr 2011. Allerdings etablierte sich Samsung mit dem Phablet schnell.

Samsung Galaxy Note 7

In Deutschland startete das Galaxy Note 5 2015 nicht, 2016 überspringt man die „6“ und bringt das Flaggschiff auf eine Linie mit der Galaxy S-Serie. Zeit für einen Testbericht des Samsung Galaxy Note 7.

Wobei hierzu vorab etwas zu dem Akku des Galaxy Note 7 gesagt werden muss: Geräte mit einem Akku von Samsung SDI sind in bisher knapp 40 Fällen explodiert, weltweit lässt Samsung das Flaggschiff austauschen. In Deutschland werden ausgelieferte Galaxy Note 7 ab dem 19. September ausgetauscht, neue Geräte im Handel gibt es später. Einen schlechteren Start für ein Smartphone konnte man sich nicht ausdenken: Am Tag des deutschen Verkaufsstarts und der Eröffnung der IFA, fünf Tage vor der Präsentation des iPhone 7 sah sich Samsung gezwungen den Verkauf zu stoppen und weltweit einen Austausch anzubieten. Ob das Samsung Galaxy Note 7 abgesehen von diesem alles überschattenden Thema ein gutes Smartphone ist?

Vorab das Video zum Test, ein Daumen hoch auf YouTube zeigt Google, dass es kein Clickbait ist, Danke.

Videolink

Die Spezifikationen des Samsung Galaxy Note 7

  • 5,7 ZollWQHD SAMOLED (2560×1440 Pixel = 518 ppi) dual edge Display mit GorillaGlass 5
  • Exynos 8890 Octa, 14nm 64bit, 2,3GHz Quad Samsung M1 + 1,6 GHz Cortex A53 Quad
  • LTE Cat 9, 802.11a/b/g/n/ac + BT 4.2, GPS, NFC
  • 4GB LPDDR4 RAM
  • 64GBinterner UFS 2.0-Speicher, erweiterbar um offiziell bis zu 256GB via MicroSD; 15GB Samsung Cloud Speicher
  • Kamera (Rückseite):12MP Kamera(4:3); 1,4µm große Dual-Pixeln, OIS und f1.7
    Kamera (Front): 5MP f1.7
  • 3.500 mAh Akku, Fast Charging, Fast Wireless Charging
  • Fingerprint-Scanner, Iris-Scanner(3,7MP + Infrarot-LED)
  • 153,5 x 73,9 x 7,9 mm; 169 Gramm
  • USB Type-C
  • Android 6.0.1 mit neuer Grace UX
  • S-Pen mit 4096 Druckstufen, 3 Gramm Gewicht
  • IP68-Zertifizierung
  • Drei Farben: Black Onyx, Titanium Silver, Coral Blue

Der Lieferumfang

Videolink
Der Lieferumfang kann sich sehen lassen, wobei die Schutzfolie bei meinem Testgerät nicht mittig aufgebracht war und einen zu hohen Reibwert hatte, als dass ich sie im Alltag genutzt hätte.

Design und Verarbeitung des Samsung Galaxy Note 7

Das Galaxy S6 und S6 edge brachte Samsung erstmals nach Jahren der Kritik für das Flaggschiff Lorbeeren in Sachen Design und Verarbeitung. Das Galaxy Note 5 folgte mehr der Designlinie des Galaxy S6, verfügte aber über eine gewölbte Glasrückseite. Trotzdem schaffte es das Gerät nicht nach Europa, sondern Samsung setzte auf das Galaxy S6 edge+ mit seinem großen, gewölbten Display und aufregenden, da ungewöhnlichen Design.

samsung_galaxynote7_test_1

2016 ändert Samsung die Strategie erneut: Das Note 7 kommt nach Europa. Allerdings wurde es in Sachen Namensgebung der S-Serie angepasst und auch optisch orientiert man sich hier am Galaxy S7 edge. Während es im Vorjahr eine Flat-Version (Note 5) und eine Edge-Version (S6 edge+) in der zweiten Jahreshälfte gab, setzt Samsung 2016 mit dem Galaxy Note 7 nur noch auf die Edge, Fans eines herkömmlichen, flachen Displays gehen leer aus.

samsung_galaxynote7_test_3

Das Design orientiert sich stark an dem des Galaxy S7 edge, wer allerdings ein Auge für Details hat erkennt Unterschiede und in der Hand liegt das Smartphone sogar gänzlich anders.

samsung_galaxynote7_test_2

Auf der Front sitzt ein 5,7 Zoll großes Display, welches zu beiden Seiten hin gewölbt ist. Alleine dies sorgt für ein herausragendes und faszinierendes randloses Design.

samsung_galaxynote7_test_15

Oberhalb des Displays sitzt die Frontkamera, eine Infrarot-LED und ein weitere Kamera für den Iris-Scan. Unterhalb des Displays sitzt wie üblich der Homebutton, daneben die Tasten – Samsung spielt den On-Screen-Blödsinn Googles nicht mit.

samsung_galaxynote7_test_4

Die Rückseite des Galaxy Note 7 ähnelt der des Galaxy S7 edge oder Galaxy Note 5: Die Kamera ist fast bündig und ragt nicht heraus, das Logo sitzt unterhalb des Glases. Am markantesten ist sicherlich auch hier die Wölbung des Glases, ähnlich der der Front.

samsung_galaxynote7_test_5

Der Rahmen besteht aus mattem Aluminium – angeblich handelt es sich dabei um eine neue härtere Legierung. Unterbrochen wird er lediglich an vier Punkten durch Kunststoff, damit der Empfang nicht abgeschirmt wird.

samsung_galaxynote7_test_6

Am Rahmen treffen Front- und Rückseite nun symmetrisch aufeinander. Samsung nennt dies „symmetrical beauty“, der Rahmen sitzt halt mittig. Das klingt wenig spektakulär und optisch ist es tatsächlich kaum zu erkennen, aber in der Hand macht die gleichmäßige Rundung der Front- und Rückseite sehr viel aus. Das Samsung Galaxy Note 7 wiegt mit 169 Gramm etwas mehr als das mit 5,5 Zoll kleinere S7 edge, liegt aber angenehmer in der Hand.

SamsungGalaxyNote7_Farben_Deutschland

Drei Farben schaffen es vorerst nach Deutschland: Black Onyx, welches auch beim Rahmen auf schwarz setzt und sehr stylisch aussieht. Titanium silver, silber durch und durch, hat bei einer Glasoberfläche aber den Effekt, dass es wie ein Spiegel Fingerabdrücke schnell sichtbar werden lässt. Coral blue, ein Metall-blau mit einem goldenen Metallrahmen. Wobei golden hier stark von dem einfallenden Licht abhängt, unter 4500 Kelvin sieht es eher silbern aus erst bei relativ warmen Licht wird die Goldfärbung prägnanter und passt noch besser zu dem komplementären blau.

samsung_galaxynote7_test_7

Die Buttons sitzen angenehm fest im Rahmen, der Homebutton ebenfalls – wobei man hier in Sachen Kratzer abwarten muss, bei Samsung verkratzt dieser recht schnell. IP68 abgedichtet ist das gesamte Gerät, auch wenn der S-Pen herausgezogen wurde. Unter dem Strich ist Samsung hier großes gelungen, Design und Verarbeitung überzeugen absolut.

samsung_galaxynote7_test_8 samsung_galaxynote7_test_9

Das Display des Samsung Galaxy Note 7

Samsung setzt hier nur bedingt auf Superlativen. Auf dem Datenblatt gibt es altbekannte Spezifikationen: Ein 5,7 Zoll großes SAMOLED-Display mit einer Auflösung von 2560×1440 Pixeln und 518 ppi. Ein tolles und inzwischen auch besonders helles Display, welches in der Spitze auf über 1000 nit kommt.

samsung_galaxynote7_test_10

Einige Nutzer hatten sich wohl in Hinsicht auf die GearVR ein 4k-Display erhofft, vorerst bleibt Samsung aber bei der WQHD-Auflösung. Neu ist Gorilla Glass 5, welches auch bei Stürzen aus größerer Höhe intakt bleiben soll. Ausprobiert habe ich das bei dem von mir privat gekauften Testgerät nicht.

samsung_galaxynote7_test_11

Als erstes Note-Gerät setzt Samsung beim Note 7 auf ein beidseitig gewölbtes Display. Mit dem Galaxy Note edge hatte man erstmals eine Wölbung zusammen mit dem S-Pen ausprobiert, nun gibt es eine solche auf beiden Seiten. Die Genauigkeit leidet jedoch nicht darunter. Ohnehin habe ich den Eindruck, dass die Edge weniger weit in das Display reicht. So ist die Häufigkeit von nicht gewolllter Display-Berührung absolut minimiert, während ich beim S7 edge häufiger nicht die Kamera auslösen konnte, da der Finger auf der Edge erst registriert wurde, gibt es dieses Problem beim Galaxy Note 7 nicht mehr.

samsung_galaxynote7_test_13

Eine Neuheit des Displays findet sich in der Software: Grundsätzlich kommt Samsung hier in Sachen Kalibrierung des Displays wieder perfekt an die Adobe sRGB-Skala heran. Allerdings haben findige Wissenschaftler herausgefunden, dass die bösen Blau-Strahlen eines Displays vor dem Schlafengehen das Auge stressen. Daher gibt es entweder per Schnellzugriff oder per Timer einen Blaufilter. Mit diesem sieht das Display gelbstichtig aus, aber dafür soll es die Augen schonen.

samsung_galaxynote7_test_16

Die Hardware des Samsung Galaxy Note 7

Ein Galaxy S7 edge mit ein paar Abweichungen, so dürfte man das Galaxy Note 7 wohl beschreiben. Ein Exynos 8890 Octa schlägt mit vier von Samsung entwickelten M1-Kernen und vier effizienteren Cortex-A53-Kernen unter der Haube. Dazu gibt es 4GB LPDDR4 RAM. Außerdem ist unter der 7,9mm dünnen Haube erneut Fast Wireless Charging untergebracht – im Alltag nutze ich das quasi nie.

samsung_galaxynote7_test_17

Drei wichtige Änderungen gibt es aber: Statt 32GB gibt es nun 64GB schnellen UFS 2.0-Speicher. Mein S7 edge macht dank Gear 360-Aufnahmen schon relativ früh dicht in Sachen Speicher, das Note 7 hält da deutlich besser durch.

samsung_galaxynote7_test_18

Auch wichtig: Ist der Speicher mal voll, kann man diesen nun um offiziell 256GB erweitern (inoffiziell ging das schon beim S7 edge). Allerdings braucht man nicht mehr die Speicherkarte herausnehmen und in den PC stopfen um eine gute Übertragungsgeschwindigkeit zu erhalten. Samsung setzt endlich auf USB Type-C und das sogar mit USB 3.1 angebunden. Will heißen, dass das Gerät mächtig schnell Daten überträgt, wenn es am Laptop hängt, 4k-Videos und Bilder können endlich in einer vernünftigen Geschwindigkeit gezogen werden.

samsung_galaxynote7_test_19

Noch eine Änderung zum S7 edge muss man nennen, obwohl sie eigentlich klein ist: 3.500 mAh misst der Akku und ist somit 100 mAh schwächer als der des S7 edge. Grundsätzlich immer noch ein dicker Akku der im Alltag bei mir dem des S7 edge ebenbürtig war und auf im Schnitt sechs Stunden Display on Time kam, aber trotzdem hätte ich mir hier die 4.000 mAh des Huawei Mate 8 gewünscht.

samsung_galaxynote7_test_12

Die Software des Samsung Galaxy Note 7

Samsungs TouchWiz wurde eigentlich schon immer kritisiert, weshalb die Südkoreaner auch immer mal wieder Hand angelegt haben. Praktische Funktionen, welche eigentlich erst mit Android Nougat 7.0 unter Android kommen, gab es bei Samsung schon länger., etwa einen Splitscreen. Die Optik wurde trotzdem immer wieder kritisiert und hat nun einen massiven Sprung gemacht.

samsung_galaxynote7_test_20

Ein aufgeräumter, heller Homescreen macht optisch einiges her. „upday“ aus dem Hause Axel Springer ist vorinstalliert, deaktiviert man die Seite im Helicoper-View, können trotzdem noch Benachrichtigungen kommen, diese müssen separat abgeschaltet werden.

samsung_galaxynote7_test_25

Über Themes kann die Oberfläche wie gewohnt individualisiert werden, allerdings ist mit der GraceUI ab Haus hier eigentlich schon etwas Gutes gelungen. Neu ist das Design der Benachrichtungsleiste. Diese ist nun ebenfalls optisch aufgehellt und zeigt, dass man mit einem Herunterziehen an weitere Einstellungen gelangt. Wobei es hier nervig ist, dass der Helligkeitsregler aus der normalen Notification Bar verschwunden ist und erst mit einem Wisch nach unten zum Vorschein kommt.

samsung_galaxynote7_test_21

Wie bereits vom Samsung Galaxy S7 und S7 edge bekannt gibt es einen Gamelauncher, in welchem alle Spiele zusammengefasst dargestellt werden können. Außerdem können hier die Einstellungen der Spiele vorab geändert, Tasten deaktiviert oder grundsätzlich ganze Gameplay-Aufzeichnungen geplant werden.

samsung_galaxynote7_test_22

Komplett überarbeitet wurden dagegen die Einstellungen des Samsung Galaxy Note 7. Optisch vereinfacht, klar, schick und übersichtlich. Aber auch funktional hat Samsung hier einiges geändert. Beispielsweise gibt es im Energiesparmodus interessante Optionen, so kann man etwa die Laufzeit verlängern, indem man die Auflösung und maximale Helligkeit des Displays herabsetzt.

samsung_galaxynote7_test_24

Außerdem sind die Benachrichtigungen einzeln sehr einfach zugänglich und einzurichten oder die „Gerätewartung“ einfach durchzuführen. Wobei man hier über den Sinn und Unsinn eines Virus-Scanners diskutieren darf.

Das Always on Display und die Edge

Das Always on Display (AOD) wurde mit dem Galaxy S7 eingeführt und war zunächst für mich ein reines Gimmick, welches den Akku beeinträchtigte, mir aber im Alltag kaum einen Mehrwert bot. Mit dem Galaxy Note 7 hat Samsung das Feature endlich auf ein Niveau gebracht, welches durchaus brauchbar ist. Apps wie etwa Twitter können Benachrichtigungen anzeigen und so sind ein paar Prozent Akkuverlust über den Tag je nach Nutzung vertretbar.

samsung_galaxynote7_test_14Die Edge gibt es auch. Ich muss mich immer wieder daran erinnern, aber die beidseitige Wölbung des Displays ist nicht nur ein reines Designfeature, sondern kann – je nach Nutzung – auch einen Mehrwert in Sachen Software bieten. Streicht man über eine bestimmte Stelle der Edge, öffnet sich das EdgeUI mit verschiedenen Panels auf denen Apps, Kontakte oder kleinere Anwendungen liegen.

Das kennt man so bereits vom Galaxy S7 edge und wer es mag kann es nutzen – ich habe die Sichtbarkeit der Edge-Fläche auf Unsichtbar gestellt und die Fläche möglichst klein gemacht, sodass ich die Edge in Sachen Software quasi deaktiviert habe. Für meine Nutzung ist die Edge ein tolles Design- und Haptikfeature, die Software nutze ich nicht.

 

Sicherheit: Fingerprint- und Iris-Scanner

Mit dem Galaxy S6 hat Samsung erstmals auf einen brauchbaren Fingerprint-Scanner gesetzt. Auch beim Galaxy Note 7 ist wieder ein Auflagesensor verbaut und dieser funktioniert nochmals schneller als der des Galaxy S7 und S7 edge, wobei man nur hoffen kann, dass er nicht so flott zerkratzt und somit ungenau wird.

samsung_galaxynote7_test_26

In Kombination mit dem Iris-Scanner wird die Nummer richtig rund. Für mich war der Iris-Scan vor dem Test ein reines Gimmick. Nett für die Werbung, im Alltag aber Quatsch. Bei meinem ersten Hands-On war ich jedoch erstaunt, wie schnell der Scanner tatsächlich die Augen erkennt und das Gerät entsperrt und so habe ich bei dem Testgerät den Scanner erneut eingerichtet. Ohne Brille, ohne Kontaktlinsen – das kann jeweils zu Problemen führen. Bei meinen Augen jedenfalls funktioniert die Nummer.

samsung_galaxynote7_test_27

Im Alltag soll sie 200 Mal sicherer sein, als der Fingerprint-Scanner. Da ich diesen ebenfalls eingerichtet habe, trifft das wohl nicht zu 😉 aber: seltene Fehler des Fingerprint-Scanners werden durch den Iris-Scanner überbrückt und so ist das Gerät bei mir quasi immer sofort entsperrt. Den Iris-Scanner nehme ich im Alltag fast nie wahr, in der Praxis ist das Entsperren hierdurch aber nochmals in Kombination mit dem Fingerprint-Scanner noch seltener fehlerhaft.

samsung_galaxynote7_test_28

Schön einfach integriert ist der „Sichere Ordner“, welcher ebenfalls durch PIN, Fingerprint und Iris geschützt werden kann. Apps, Fotos – alles kann hier „versteckt“ werden. Seien es Ballerspiele vor den Augen der Kinder oder aber Fotos vor den Augen von anderen Nutzern. Urlaubsbilder oder Firmengeheimnisse müssen eben nicht einfach so zugänglich sein, so sind diese sehr gut geschützt und trotzdem einfach aufzurufen.

samsung_galaxynote7_test_29

Der S-Pen des Samsung Galaxy Note 7

Der Stift ist charakteristisch für die Note-Serie und wer ihn einmal länger genutzt hat, will ihn häufig nicht missen. Ich bin vom Galaxy Note 4 auf das S6 edge+ umgestiegen (später S7e) und habe mich irgendwann daran gewöhnt, keinen Stift mehr zu haben. Vermisst habe ich ihn jedoch trotzdem. Sobald man das Note 7 und den S-Pen wieder nutzt, weiß man warum. Etwa in den Instagram-Stories ist um ein Vielfaches einfacher zu malen, Markierungen sind genauer und Screenshots sind sehr schnell mit einer lesbaren Handschrift versehen.

samsung_galaxynote7_test_30

Wobei diese Features auf der Hand liegen, die weiteren Software-Features die Samsung dem Note 7 auf den Weg gegeben hat, können sich jedoch auch sehen lassen.

samsung_galaxynote7_test_32

Noch bevor man das Samsung Galaxy Note 7 aktiviert hat, kann man den Stift herausziehen und auf das Display malen. Eine schnelle Notiz ist so einen Klick näher und kann direkt auf den Homescreen gelegt werden.

samsung_galaxynote7_test_31

Aktiviert ist das Menü des S-Pen mächtig. In Samsungs „Notiz erstellen“ sind die früher zahlreichen Mal-Anwendungen des S-Pen vereint. Weniger Verwirrung ist das Ergebnis. Neue Funktionen haben auch hier Einzug gehalten, so gibt es etwa einen Pinsel für Aquarelle, bei welchem Farben ineinanderfließen – für mich als mäßig begabten Zeichner allerdings eine Spielerei.

samsung_galaxynote7_test_33

Smart Select kannte man bereits vom Galaxy Note 4 und 5, allerdings hat dieses nun eine für mich als Imgur- und Twitter-Fan herausragende Funktion: Mit „GIF Animation“ können .gif-Dateien aufgezeichnet werden. Diese können dann Frame für Frame bearbeitet und mit eigenen Beschriftungen oder Verzierungen versehen werden. Schneller wurde noch niemand zum Meme-König. ICH LIEBE DIESES FEATURE.

samsung_galaxynote7_test_34

Die Screenshot-Notiz erlaubt einen Screenshot schnell zu bearbeiten. Im Alltag das am häufigsten genutzte S-Pen-Feature für mich. Simpel, aber praktisch.

samsung_galaxynote7_test_35

Übersetzen kann für Vielreisende oder generell für Nutzer die häufig mit Fremdsprachen zu tun haben ein hilfreiches Feature sein. Man „schwebt“ mit dem Stift über einem Wort, welches dann erkannt und von Google Translate übersetzt wird. Das funktioniert sogar mit aufgenommenen Fotos – praktisch, wenn man Internet hat

samsung_galaxynote7_test_36

Drei weitere Features kann man sich optional in das Menü legen. „Überblicken“, „Alle Notizen anzeigen“ oder „Vergrößern“. Vergrößern bietet einen kleine Lupe für einen Bereich, der mit dem S-Pen angewählt wird, dies kann mit Sehproblemen praktisch sein. „Alle Notizen anzeigen“ ist der schnellste Weg um alle schnellen Notizen mit dem S-Pen schnell aufzurufen, durchaus sinnvoll. Erklärungsbedürftig ist die Funktion „Überblicken“, hier wird für einen Bildschirminhalt quasi ein Fenster minimiert.

samsung_galaxynote7_test_37

Dieses kann mit einer Bewegung über das minimierte Fenster maximiert und dann auch damit interagiert werden, bewegt man den S-Pen erneut davon weg, wird der Inhalt wieder minimiert. Ein schnelles, einfaches Multi-Tasking, welches ich im Alltag aber nur für das Übertragen von Ergebnissen in die Kicktipp-App genutzt habe.

Die Kamera des Samsung Galaxy Note 7

samsung_galaxynote7_test_38

Das Galaxy S7 und S7 edge hat hier schon neue Maßstäbe gesetzt, das Galaxy Note 7 setzt auf die gleichen Dual-Pixel-Sensoren, den OIS und Software-Features, nur die Oberfläche wurde hier abermals geändert.

samsung_galaxynote7_test_39

Ob diese nun einfacher und/oder intuitiver ist als die des Galaxy S7 bleibt Geschmackssache, gelungen ist sie auf jeden Fall.

samsung_galaxynote7_test_40

Die Foto- und Videoqualität ist über jeden Zweifel erhaben, obwohl ich im 16:9-Format gerne doch ein paar Pixel mehr gehabt hätte.

Tl;dr – das Fazit

note7_recall_package

Das Samsung Galaxy Note 7 ist ein herausragendes Smartphone. Das Design ist großartig, die Symmetrie des Rahmens sorgt für eine noch bessere Ergonomie, als sie das S7 edge besaß und der Stift ist endlich wieder zurück. Der interne Speicher ist groß, die Kamera ist super. Man könnte hier lange Superlativen aufzählen. Kritikpunkte? Muss man suchen. Den Akku hätte ich mir größer gewünscht als es beim Galaxy S7 edge der Fall war. Überhaupt könnte es den einen oder anderen Nutzer stören, dass das Note 7 nun optisch ein Teil der S7-Familie geworden ist und kein eigenständiges Design mehr bietet – aber mir gefällt es. Es ist das beste Smartphone, welches Samsung bisher gebaut hat. Die Akku-Problematik wird der Popularität jedoch schaden. Eine Schande, dass man darüber reden muss, bedenkt man, was für ein großartiges Smartphone das Samsung Galaxy Note 7 eigentlich ist. Hier noch einmal das Testvideo (und wie gesagt: Daumen hoch und Abo auf YouTube nicht vergessen):

Videolink

Empfehlung: Samsung Galaxy Note 7 64GB

Werbung