Rückruf von gefälschten Note4-Akkus in den USA, keine Schuld bei Samsung

Samsung hat das Note7-Debakel überraschend gut verdaut: die Ursache wurde halbwegs zügig gefunden und behoben, zudem führte man einige Sicherheitsprüfungen ein, damit etwas derartiges hoffentlich nicht nochmal vorkommt. Bis heute gibt es keinen einzigen Bericht über ein explodiertes Galaxy S8, insofern scheinen die Maßnahmen Wirkung zu zeigen und das Problem behoben.

In den USA gibt es nun erneut einen Rückruf in Verbindung mit Samsung-Smartphones. Der betroffene Nutzerkreis ist allerdings ungleich kleiner und die Ursache ohnehin nicht bei Samsung zu finden. Nur, wer bei dem amerikanischen Provider AT&T ein repariertes Galaxy Note 4 gegen Ende 2016 bekommen hat muss sich sorgen, bisher gab es zudem nur einen einzigen Bericht eines überhitzten Akkus.

Der amerikanische Provider AT&T hat im Rahmen einer Versicherung mit FedEx Supply Chain zusammengearbeitet. Versicherte bekamen hierüber ihr Smartphone repariert, unter anderem auch das Galaxy Note 4. Wegen eines einzelnen überhitzten Akkus werden nun rund 10.000 potentiell fehlerhafte Akkus, die zwischen Dezember 2016 und April 2017 zum Einsatz kamen ausgetauscht. Das Galaxy Note 4 hat ohnehin einen wechselbaren Akkus, weshalb FedEx Supply Chain derzeit einfach schlicht 10.000 Akkus per Post verschickt. Unseriöse Seiten titeln trotzdem in Deutschland mit „Rückruf von Samsung Galaxy Note 4 Akkus: Überhitzungsgefahr“, weshalb seriöse Seiten ohne Clickbait und SEO-Armee dann per Mail von besorgten Nutzern gefragt werden, ob das drei Jahre alte Note 4 nun auch Akkuprobleme hat. Die schlichte Antwort: Nein. Allerdings sollte man schwer überlegen, ob man SEO-Klitschen voller Clickbait in Zukunft noch lesen sollte. Auch hier ist die Antwort: Nein.

via Verge

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