C-Lab: Samsungs Entwicklerschmiede bringt drei Neuheiten zur CES 2018

Die CES 2018 öffnet in wenigen Tagen ihre Tore. Leider ohne mich, das Referendariat ruft und so gerne ich auch wieder in Vegas dabei gewesen wäre, dieses Jahr bekomme ich es zeitlich einfach nicht hin.

Dabei wird die diesjährige CES spannend wie selten. LG zeigt einen 88 Zoll 8k OLED und Samsung wird irgendwie kontern, eigentlich kann nur mLED hier bei TV die richtige Antwort sein. Aber auch in anderen Bereichen abseits von TV-Geräten wird es interessant, unter anderem Dank Samsungs C-Lab, welches drei Neuheiten nach Sin City bringt.

Das C-Lab ist Samsungs Spielwiese für Entwickler, seit fünf Jahren gibt es hier immer wieder interessante Neuheiten auf Messen zu sehen – die danach allerdings auch gerne wieder schnell in der Versenkung verschwinden. Mal sehen, wie es 2018 mit den C-Lab-Entwicklungen aussieht.

S-Ray

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Neuheit Nummer eins nennt sich S-Ray und will perfekten Sound ohne physischen Kontakt, wie es sonst bei Kopfhörern etwa nötig ist, ermöglichen. Also ein Lautsprecher? Nicht ganz, die verschiedenen S-Ray-Modelle sollen den Sound so direktional abstrahlen, dass eben nur der Zuhörer den Ton hört, sonst aber niemand. Klingt in der Theorie gut. In der Praxis bin ich angesichts von der Charakteristik von Schall, auch von Wänden reflektiert zu werden skeptisch. Müsste ich ausprobieren, bleibt zu hoffen, dass S-Ray nicht den üblichen kurzen Hype genießt um dann wieder schnell zu sterben.

Relúmĭno

Relumino wiederum ist eine Sehhilfe für bestimmte Sehschwächen. Bei bestimmten Sehschwächen sieht man nur schwarz-weiß-Kontraste oder Umrisse, mit Relumino soll hier für Betroffene wieder mehr Sehvermögen erzielt werden. Anstatt hierfür eine GearVR zu nutzen, setzt Samsung nun auf die Technik der GearVR aber in einer kompakteren, alltagstauglicheren Brille. Relumino selber hatte man auf dem MWC 2017 gezeigt, nun kommt eine praktikablere Hardware. Wobei man trotz der riesigen Medizin-Sparte des Samsung Cheabol die Entwicklung wohl kaum sehr schnell in der Masse sehen wird. Aber hey, irgendwo muss man anfangen und in zehn Jahren kann man vielleicht dann wirklich einer größeren Menge an Menschen ein derartiges Hilfsmittel zugänglich machen – die Entwicklung selber wird bei der alternden Gesellschaft immer mehr in solche Richtungen gehen.
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GoBreath

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Eine Art digitale Trainingshilfe für Patienten, die nach einer Lungen-OP oder anderen Lungenschäden erstmal wieder das „richtige“ Atmen erlernen müssen. Klingt trivial, ist aber in der Therapie vermutlich furchtbar anstrengend und mit einem derartigen Hilfsmittel vielleicht einfacher zu meistern.

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