Android 8.0 Oreo auf dem Galaxy Tab S3 ausprobiert

Vor wenigen Tagen begann Samsung damit, das lang ersehnte Update auf Android 8.0 Oreo endlich auch für das Galaxy Tab S3 zur Verfügung zu stellen. Jedoch war es Samsung typisch wieder einmal nur einem Land vorbehalten. Wie auch schon beim Galaxy S7 und S7 edge war es Großbritannien. Deutsche User müssen also noch ein wenig warten.

Außer man ist technisch versiert und hat Ahnung von der Benutzung des PC-Programms Odin. Damit ihr aber wisst, was mit dem Update kommt, habe ich es mir erlaubt, die Firmware für Großbritannien herunterzuladen und auf mein Tab S3 ohne LTE zu flashen. Hier also ein paar erste Eindrücke. Zur Akkulaufzeit kann ich selbstverständlich direkt nach dem Flashvorgang keine Angaben machen.

Mit Android 8.0 Oreo setzt Samsung auch auf eine neue Benutzeroberfläche, die man schnörkellos Samsung Experience genannt hat und auf Version 9.0 setzt. Zusammen mit Android in Version 8.0 soll das dem Tablet noch einmal einen richtigen Leistungsschub geben und liefert die ein oder andere neue oder verbesserte Funktion. Unter anderem kann der App-Drawer nun durch einen Wisch wie bei der Galaxy S8 und S9 Reihe aufgerufen werden.

Design

Das Design der Software wirkt meiner Meinung nach etwas moderner, feiner in den Details und ist an das der Smartphones mit Android 8.0 Oreo angepasst. Das Einstellungsmenü wurde zum Beispiel wieder einmal etwas überarbeitet und die Unterpunkte zum Teil neu benannt. So wurde aus Gerätesicherheit nun Biometrische Daten und Sicherheit. Außerdem lassen sich für den Sperrbildschirm andere, neue Uhrenstile festlegen.

S-Pen

Der S-Pen, den Samsung mit dem Tab S3 liefert, hat man auch etwas verbessert. Hier hat man nun die Live-Nachrichten des Galaxy Note8 hinzugefügt. Aber auch das Malen, Überblicken und Vergrößern hat Samsung als Samsung eigene Verknüpfungen hinzugefügt. Desweiteren lassen sich so aber auch andere Apps hinterlegen.

Kamera

Bei der Kamera hat Samsung auf den ersten Blick nichts verändert. Schaut man allerdings in die Einstellungen gibt es nun den Unterpunkt Vollbildanzeige (16:9). Mit dieser Funktion lassen sich Bilder und Videos im Vollbild anzeigen. Ich meine, dass diese Funktion vorher fehlte.

Ansonsten konnte ich (leider) nichts weiter feststellen. Bilder und Videos haben die gleiche Qualität und lösen immer noch recht schnell aus.

Dolby Atmos

Die vier Lautsprecher tuned by AKG waren meiner Meinung nach von Anfang an wirklich gut und ich habe gerne Filme geschaut oder Spiele darüber geschaut. Nun wollte Samsung die Qualität noch etwas verbessern und liefert Dolby Atmos nach. Richtig, genau das Feature des Galaxy S9 welches scher zu beschreiben und unbeschreiblich gut/anders ist (entsprechendes Material vorausgesetzt).

Und auch beim Galaxy Tab S3 hat Samsung diesen Effekt sehr gut hingekriegt. Dieser Raumklang und diese Qualität sind meiner Meinung nach sogar etwas über dem Niveau des Galaxy S9 und S9+. Was wohl auf die doppelte Anzahl Lautsprecher zurückzuführen sein dürfte.

Samsung Pass 

Ein weiteres cooles Feature gibt es auch beim Tab S3. Samsung hat vor nicht allzu langer Zeit eine Möglichkeit mit Samsung Pass geschaffen, sich bei verschiedenen Apps und Website automatisch anzumelden. Ist man in einer App oder Website die dieses Feature unterstützt und man tippt auf das Feld für den Anmeldenamen, so erscheint ein Hinweis. Klickt ihr dort drauf, müsst ihr einen oder mehrere Fingerabdrücke hinterlegen und den Anweisungen folgen.

Hat man alles erledigt, muss man seine Anmeldedaten einmal manuell eingeben. Anschließend erscheint ein Hinweis in dem steht, das man die Anmeldedaten speichern kann. Tut man dies, kann man sich beim nächsten mal anhand des Fingerabdrucks anmelden. Das lästige Eintippen der Daten entfällt und man muss nur auf Anmelden klicken. Ich persönlich nutzte dieses Feature schon auf dem Galaxy S8+ und dem S9+. Bei unterstützten Smartphones von Samsung geht dies auch mit der Iris oder dem Gesicht.

Performance und Sonstiges

Die ersten paar Minuten nach dem Flashvorgang war das Tab S3 recht träge, was hierbei durchaus normal ist. Nach circa 15 bis 20 Minuten hat sich dies aber gelegt. Seitdem ist das Tab S3 sogar noch einen kleinen Ticken besser und schneller als noch unter Android 7.0 Nougat. Apps öffnen und schließen sich gewohnt schnell. Auch das Surfen im Internet und das Zocken birgt keinerlei Probleme. Desweiteren bringt das Update auf Android 8.0 Oreo auch den Sicherheitspatch von April mit sich.

Auch die Icons der Apps von Samsung wurden etwas geändert und wirken für mich schicker als vorher. Außerdem kann man seit Android 8.0 Oreo nicht mehr seine Fingerabdrücke für zum Beispiel Samsung Pass hinterlegen, sein Tablet oder Smartphone aber mit der Methode „streichen“ entsperren. Wechselt man nämlich von Fingerabdrücke auf „streichen“ werden aus Sicherheitsgründen sämtliche biometrische Daten gelöscht. Ein guter Kompromiss ist das Nutzen von Googles Smart Lock. Dort kann man vertrauenswürdige Geräte oder Orte hinzufügen, an denen man nicht den Fingerabdruck scannen oder die zusätzliche PIN, Muster oder Passwort eingeben muss. Auch das nutze ich sehr sehr gerne bei meinem Smartphone. Funktioniert aber auch mit einem Tablet.

Fazit

Alles in allem ist das Update für das Tab S3 durchaus gelungen. Neben dem neuen schicken Design und der erwähnten neuen Funktionen liefert Samsung auch eine verbesserte Performance. Was die Akkulaufzeit angeht bin ich recht optimistisch. Allerdings wird das die Zeit zeigen, da das Gerät nach einem Update immer wieder ein paar Ladezyklen benötigt um die Auswirkungen sehen zu können.

Werbung