Ohne Notch und doppelten Rahmen: Samsung zeigt mögliches Display des Galaxy S10

Der Trend bei Smartphones ist klar: nichts als Display auf der Front – bisher macht allerdings die Physik der Nummer einen Strich durch die Rechnung. Frontkameras und Sensoren bedürfen noch entweder einer ungeliebten Notch, eines breiteren Rahmens auf der Front oder fragwürdigen Konstruktionen mit ausfahrbaren Kameras.

Zudem stellen auch Fingerabdrucksensoren die Hersteller noch vor Probleme: entweder gut benutzbar auf der Front, relativ gut benutzbar auf der Rückseite oder aber vereinzelt und auch noch längst nicht perfekt auf der Front unterhalb des Displays. Samsung hat nun auf dem „2018 Samsung OLED Forum“ in Shenzhen auf einer Pressekonferenz eine mögliche Lösung der Probleme vorgestellt.

Samsung vereint hier diverse Technologien in einem Display:

  • FoD: Fingerprint on Display, also einen Sensor unterhalb des Displays der dann eine in das Display integrierte Fingerabdruckerkennung ermöglicht. Der Knackpunkt dürfte hier der Scanner werden, bisher lassen Zulieferer vermuten, dass Samsung eher auf einen optischen Fingerabdrucksensor setzen wird.
  • UPS: Under Panel Sensor, hier könnte sich der springende Punkt des 2019er Displays zeigen. Einen Teil des Displays unter welchem eine Frontkamera positioniert werden kann, sodass Fotos ohne Notch DURCH das Display aufgenommen werden können. Einmal von praktischen Problemen bei Selfies („Wo soll ich denn hingucken, wo ist die Kamera?“ abgesehen würde bei so einer Technik besonders interessant, welche Kompromisse bei der Blende, Sensorgröße und Lichtempfindlichkeit gemacht werden.
  • HoD: Haptic on Display. Die Darstellung von Bedienelementen auf dem Screen. Klingt nach keiner Neuerung, abwarten ob Samsung hier aber tatsächliche Neuerungen wie etwa haptisches Feedback auf dem Display mit meint.
  • SoD: Sound on Display. Statt einer Notch und eines Lautsprechers wird Samsung in Zukunft entweder auf einen Lautsprecher im letzten verbleibenden Rest des Rahmens verbauen oder aber direkt auf das Display als Membran setzen, wie es beispielsweise LG bei Fernsehern angefangen hat.

Das klingt alles sehr interessant und dürfte tatsächlich neben einem flexiblen Display aktuell den heiligen Gral der Smartphone-Displays darstellen. Spannend dürfte dann aber noch sein, wie in der Praxis ein solches Gerät tatsächlich zu halten ist, ohne dabei versehentlich mit dem Handballen beim Halten das Display auch zu bedienen.

Quelle: IceUniverse

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