Samsung Deutschland wechselt Führungsebene aus – Chef macht Pause

Die Samsung Electronics Deutschland GmbH ist ein eigenständigtes (Tochter-)Unternehmen und kann diverse Entscheidungen, etwa ob bestimmte Smartphones überhaupt auf den deutschen Markt kommen, selbstständig treffen. In Europa ist Deutschland der größte und somit auch wichtigste Markt. Nun wurde die Führungsebene ausgetauscht.

Grundsätzlich hat die SEG einen südkoreanischen Präsidenten, der regelmäßig alle zwei Jahre wechselt. Für südkoreanische Führungskräfte ist dies häufig eine wichtige Station für ein gewisses Management-Level in Südkorea. „Hinter“ dem Präsidenten stand dazu in den letzten Jahren sehr erfolgreich Martin Börner als Deputy President der Samsung Electronics GmbH.

Die Samsung Electronics Deutschland GmbH tauscht nun die deutsche Führungsebene aus, Martin Börner pausiert dabei für zwei Jahre. Stattdessen übernehmen zwei Südkoreaner die deutsche Führung. Neuer Head der SEG wird Senior Vice President Sangho Jo (rechts im Bild). Vice President Willem Kim (links im Bild) übernimmt gleichzeitig die Führung der Consumer Electronics Devision mit den Geschäftsbereichen CTV, DAV, IT Display und Health and Medical Equipment. Sangho Jo wechselt aus UK (gutes Timing), wo er in den letzten Jahren CEO von Samsung Electronics UK war, nachdem er zuvor Präsident bei Samsung Electronics Nordic und Samsung Electronics Austria war. Der deutsche Markt dürfte insofern bestens bekannt sein. Der bisherige Präsident der Samsung Electronics GmbH, Simon Sung, wechselt als Head of in die Region GUS (insbesondere Russland).

Der Austausch der Führungsriege hierzulande liegt im Turnus, die Überraschung ist die Personalie Martin Börner. Der Deputy Vice President unterbricht seine Tätigkeit für ein zweijähriges Sabbatical und übergibt die Aufgaben für diese Zeit an Jo und Kim. Ein doch sehr ungewöhnlicher Schritt auf diesem Management-Niveau. Auf Nachfrage bestätigte Samsung Deutschland jedoch, dass Martin Börner seine Tätigkeit ausdrücklich nur unterbrochen hat – die Rückkehr dürfte somit als sicher gelten.

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