Streisand-Origami: Samsung lässt iFixIt Teardown entfernen

Gestern hat sich iFixIt das Galaxy Fold genauer angesehen und das Ganze in einem Teardown festgehalten. Das Ergebnis war niederschmetternd, iFixIt hat kein gutes Haar am Galaxy Fold gelassen.

Bis zu 7mm breite Spalte und Lücken hatte man festgestellt, die es es einem sehr leicht ermöglichen das Gerät zu zerlegen. Auch Staub und Schmutz kann so sehr leicht in das empfindliche Innere gelangen und das Gerät beschädigen.

Doch der absolute Höhepunkt kam heute Nacht. Denn nachdem Samsung alle Test-Samples eingezogen hatte, hat man in iFixIt den nächsten störenden Fleck in der Fold-Berichterstattung entdeckt. Woher iFixIt das Sample erhalten hat, ist nicht bekannt. Samsung ist dem Ganzen nun aber auf Schliche gekommen und hat über den Partner iFixIt ausrichten lassen, das man das Teardown doch bitte entfernen solle.


„Wir sind weder rechtlich noch sonst wie dazu verpflichtet, unsere Analyse zu entfernen. Aber aus Respekt vor unserem Partner, den wir als Verbündeten im Kampf für leichter reparierbare Geräte ansehen, haben wir uns entschlossen, unseren Bericht zurückzuziehen, bis wir ein Galaxy Fold in einem Laden kaufen können.“ heißt es seitens iFixIt.

Das klingt danach, als habe die Fold-Quelle iFixits mächtig auf den Deckel bekommen. Bei iFixit klingt es danach, dass Samsung durch den Partner iFixIt aufgefordert hat, den Bericht zu entfernen – allerdings wäre, Stichwort Streisand-Effekt, dies ziemlich dämlich. Das Kind ist im Brunnen, die Konkurrenz hat das Innere gesehen und Medien weltweit über ein extrem fragiles Design berichtet. Vom Gefühl her könnte dem Partner auch einfach eine saftige Vertragsstrafe drohen und die Reaktion ist eine Schadensbegrenzung. Man wird es wohl nicht erfahren. Lächerlich ist die Situation so oder so.

Quelle: Spiegel.de

Werbung