Samsung arbeitet womöglich an Sensor-Shift-Bildstabilisatoren

Nach dem Gerücht zur Zusammenarbeit zwischen Samsung und Olympus, gibt es scheinbar die nächsten Infos zu den zukünftigen Kamerasystemen in den Galaxy Flaggschiff-Geräten.

Mit dem iPhone 12 Pro Max hatte Apple bereits mit einer Sensor-Shift-Bildstabilisierung in ihrem Kamerasystem gezeigt, was die Technik kann. Nun scheint Samsung ebenfalls an genau dieser Technik für ihre künftigen Produkte zu arbeiten.

Nachdem Samsung die optische Bildstabilisierung seit dem Galaxy S6 (Edge) in ihren Geräten der S-Reihe etablierte und es diese Technologie auch in Mittelklasse-Geräte der Galaxy A-Reihe schaffte, scheint der Konzern nach Berichten von Galaxyclub an einer Sensor-Shift-Bildstabilisierung zu arbeiten. Das Unternehmen scheint demnach momentan erste Tests mit dieser Kameratechnik durchzuführen.

Technisch gesehen unterscheiden sich eine klassische optische Bildstabilisierung von einer Sensor-Shift Stabilisierung in zwei entscheidenden Punkten. Während bei ersterem nur der Linsenapparat bewegt wird, wird bei dem neuen System der Sensor selbst bewegt, um als Ausgleich für Bildstörungen zu dienen. Weiterhin können bei einer normalen optischen Bildstabilisierung nur die Ausgleichsrichtungen oben, unten, rechts und links verwendet werden. Der Sensor-Shift Aufbau ergänzt diese Richtungen noch, indem sich der Sensor selbst leicht verdrehen kann.

Bei einem Vergleich von Digitalkamera zeigt sich, dass einzig bei längeren Brennweiten eine Sensor-Shift Stabilisierung gegenüber einer optischen Bildstabilisierung zurückfällt. Da diese Art der Stabilisierung unabhängig der Brennweite ein maximales Maß an Auslenkung besitzt, die notwendige Auslenkung zur Stabilisierung jedoch von der Brennweite abhängig ist, kommt es bei längeren Brennweiten zu Problemen. Bei Teleobjektiven stößt ein solcher Sensor-Shift-Bildstabilisator ab einem gewissen Punkt an seine physikalische Grenze. Dadurch reicht die Auslenkung nicht mehr, um die Verwacklungen auszugleichen. Es gilt also, je geringer die Brennweite, desto besser die Stabilisierung, wodurch sich diese Technik besonders für weitwinklige Sensoren sehr gut eignet.

Es bleibt abzuwarten ob Samsung tatsächlich einen solchen Sensor-Shift-Bildstabilisator in ihren nächsten Flaggschiffen verbauen wird und wie genau diese Technik zum Einsatz kommen könnte. Am wahrscheinlichsten ist, dass die ersten Kandidaten für diese neue Kameratechnik, wie auch schon bei der Olympus Kooperation, das Galaxy S22 Ultra oder ein Gerät der Galaxy Z Fold Reihe sein wird.

Via. winfuture Quelle. Galaxyclub

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