Samsung Galaxy Z Fold3 vs. Galaxy Z Fold2: Samsungs Foldables im Vergleich

Endlich ist es so weit und Samsung hat neben dem Galaxy Z Flip3, der Galaxy Watch4 und den Galaxy Buds2 auch das Galaxy Z Fold3 der Öffentlichkeit präsentiert. 

Doch immer wenn ein neues Smartphone, Tablet oder Ähnliches auf den Markt kommt, stellt sich die Frage, was die Hersteller gegenüber dem Vorgänger geändert bzw. verbessert haben.

In diesem Artikel wollen wir euch die Unterschiede zwischen dem Galaxy Z Fold2 und dem Galaxy Z Fold3 etwas näher bringen. Anfangen wollen wir mit dem Design und der Verarbeitung der beiden Smartphones der Galaxy Z-Reihe. 

Design und Verarbeitung

Die Verarbeitung ist bei beiden Smartphones ausgeglichen. Weder beim Galaxy Z Fold2, noch beim Z Fold3 klappert irgendwas oder hat zu viel Spiel. Alles ist wirklich auf den Millimeter genau verarbeitet. Auch die Glas-Rückseiten fühlen sich absolut hochwertig an. Dabei ist die Rückseite des Galaxy Z Fold3 aus Gorilla Glass Victus gefertigt, während es sich beim Rahmen um Aluminium handelt, der den Namen Armor Aluminium trägt. Auch die Kamera schützt Samsung mit Gorilla Glass. Hier kommt jedoch Gorilla Glass DX zum Einsatz. Das kennt man bereits aus der Galaxy Watch3 oder auch den neuen Galaxy Watch4 Modellen. 

Das Design an sich wirkt beim Galaxy Z Fold3 etwas runder, während man beim Z Fold2 noch Ecken und Kanten gespürt hat, die aber keineswegs scharf oder störend waren. Die wohl größte optische Änderung in Sachen Design findet man auf der Rückseite im Bereich der Kamera. Waren die Kameras beim Z Fold2 noch in einem Rechteck verpackt, so findet man beim Galaxy Z Fold3 lediglich einen Streifen vor, in dem die Kameras vertikal angeordnet sind. 

Display 

Beim Cover-Display, also dem Display auf der Außenseite, setzt Samsung auf ein 6,2” großes HD+ (2268 x 832 Pixel) Dynamic AMOLED 2X Panel mit einem Seitenverhältnis von 24.5:9. Die Pixeldichte pro Zoll beträgt dabei 387. Beim Hauptbildschirm setzt Samsung auf ein 7,6” großes QXGA+ Dynamic AMOLED 2X Display mit einem Seitenverhältnis von 22.5:18 und einer Auflösung von 2208 x 1768 pixeln sowie einer Pixeldichte von 374 pro Zoll. Beide Displays setzen dabei auf eine Bildwiederholrate von 120 Hz. 

Das Hauptdisplay verfügt außerdem über die Unterstützung für den S-Pen Fold Edition sowie den S-Pen Pro. Die Abmessungen beider Smartphones sind nahezu identisch. Im Galaxy Z Fold2 setzte das Unternehmen auf dem Cover-Display jedoch nur auf eine 60 Hz Bildwiederholrate. Die Displaydiagonalen sind nahezu identisch mit dem Nachfolger.

Das Galaxy Z Fold2 ist das zweite Smartphones des südkoreanischen Konzerns gewesen, welches auf der Innenseite auf Ultra-Thin-Glass (UTG) gesetzt hat. Im Galaxy Z Fold3 soll dieses UTG nun jedoch bis zu 80% widerstandsfähiger sein. Da wir bislang jedoch kaum Zeit hatten, das Smartphone ausführlich zu testen, können wir diese Aussage bislang nicht bestätigen. 

Performance 

Bei der Performance geht Samsung wie bereits beim Z Fold2 kaum Kompromisse ein. Demnach wird das Galaxy Z Fold3 von einem Qualcomm Snapdragon 888 Prozessor angetrieben, der im 5 nm Verfahren gefertigt und mit maximal 2,84 GHz getaktet wird. Unterstützt wird der Prozessor von 12 GB Arbeitsspeicher und 256 GB respektive 512 GB internem UFS-3.1-Speicher.

Das Galaxy Z Fold2 hingegen verfügt über einen im 7-nm-Verfahren gefertigten Qualcomm Snapdragon 865+ SoC und ist lediglich in einer 256 GB Speichervariante verfügbar. Somit wurde im Galaxy Z Fold3 nicht nur ein neuerer Prozessor verbaut, sondern auch die Speicherauswahl erweitert. 

Als Betriebssystem setzt Samsung in beiden Produkten auf Android 11 mit einer leicht verbesserten Version von OneUI in Version 3.1. Android 12 wird vermutlich ziemlich zeitnah als Update nachgeliefert. Dass das Samsung Galaxy Z Fold3 nicht von Beginn an mit Android 12 ausgeliefert wird, liegt an den Änderungen, die das Unternehmen vor der Veröffentlichung vornehmen muss. Anders als bei Google Pixel Smartphones, muss Samsung die hauseigene Benutzeroberfläche One UI erst an die neue Software anpassen.

Akku

Im Galaxy Z Fold3 verbaut Samsung einen 4.400 mAh starken Akku, der wieder in zwei Einheiten aufgeteilt ist und über USB Typ-C geladen werden kann. 

Die Geschwindigkeit beim Laden über USB Typ-C beträgt 25 Watt. Selbstverständlich wird auch wieder Wireless Charging unterstützt. Hier beträgt die Ladegeschwindigkeit jedoch nur 15 Watt. Der Akku des Galaxy Z Fold2 ist mit 4.500 mAh zwar ein wenig größer gewesen und kann gleichfalls per Kabel mit bis zu 25 Watt aufgeladen werden. Die Wireless-Charging-Geschwindigkeit ist mit 11 Watt ein wenig langsamer.

Kamera

Die Kameras sind im Vergleich zum Galaxy Z Fold2 nahezu identisch. Zumindest wenn man von der Megapixel-Anzahl und den Blenden spricht. Welche Sensoren hier verbaut wurden, ist bislang noch unbekannt. Demnach setzt man auf der Rückseite wieder auf ein Triple-Kamera-Setup bestehend aus einer 1.12μm Dual Pixel Ultraweitwinkellinse mit 12 Megapixel und einer Blende von F2.2, einer 1.8μm Weitwinkellinse mit ebenfalls 12 Megapixeln und einer Blende von F1.8 sowie einer 1μm Telefotolinse mit 12 Megapixeln und einer Blende von F2.4. Die Telefotolinse besitzt einen 2-fach optischen, sowie einen 10-fach digitalen Zoom und HDR10+.

Auf dem Cover-Display setzt Samsung auf eine 10 Megapixel Selfie Kamera mit einer Pixelgröße von 1.22μm. Ganz im Gegenteil zur Kamera auf dem Hauptbildschirm. Denn das Galaxy Z Fold3 ist das erste Smartphone von Samsung mit einer Under-Display-Camera (UDC) die mit 4 Megapixeln auflöst und eine Pixelgröße von 2.0μm besitzt. 

Im Grunde genommen hat sich in Bezug auf die Auflösung der Kameras im Vergleich zum Galaxy Z Fold2 kaum etwas geändert. Lediglich die Under-Display-Camera ist dazu gekommen. Jedoch ist hier Vorsicht geboten, da aktuell nicht bekannt ist, welche Sensoren Samsung beim Z Fold3 verbaut hat.

Aluminium Rahmen, Gorilla Glass und IPX8 Zertifizierung

Des Weiteren hat Samsung beim Galaxy Z Fold3 einen neuen Aluminium Rahmen verbaut, der auf den Namen Armor Aluminium hört und laut Aussage von Samsung der stärkste Rahmen sein soll, den man jemals verbaut hat. Außerdem ist das Galaxy Z Fold3 zusammen mit dem Galaxy Z Flip3 das weltweit erste Foldable, welches nach dem IPX8-Standard zertifiziert ist. Dabei handelt es sich um eine Zertifizierung, die das Foldable bei einer Tiefe von bis zu 1,5 Metern für bis zu 30 Minuten vor Frischwasser schützt. Ein Schutz gegen das Eindringen von Staub wird jedoch leider nicht unterstützt. 

All das ist beim Galaxy Z Fold2 nicht gegeben und durchaus ein Alleinstellungsmerkmal für die aktuelle Galaxy Z-Reihe.

Preis und Farben

Der Preis war in den vergangenen Monaten immer wieder mal in den Schlagzeilen. Es war ein ewiges Hin und Her zwischen Preiserhöhung und Preissenkung. Das Samsung Galaxy Z Fold3 5G ist in den Farben Phantom Black, Phantom Green und Phantom Silver zum Marktstart zu einem Preis ab 1799 Euro erhältlich und liegt damit rund 150 Euro unter der unverbindlichen Preisempfehlung des Galaxy Z Fold2 welches für 1949 Euro über die Ladentheke ging. Ebenso ist das Galaxy Z Fold2 nur in zwei Farben verfügbar, Mystic Black und Mystic Bronze. Dabei ist Bronze die einzige Farbe mit einer matten Beschaffenheit. Die Farben des Galaxy Z Fold3 hingegen weisen allesamt eine matte Beschichtung auf.

Fazit

Das Galaxy Z Fold3 bietet gegenüber dem Z Fold2 deutliche Unterschiede, die hauptsächlich beim Display mit der S-Pen Unterstützung und der IPX8 Zertifizierung zu finden sind. Aber auch der Prozessor wurde aktualisiert und der Preis angepasst. Die Preissenkung dürfte dem Galaxy Z Fold3 in Sachen Verkauf deutlich zu gute kommen.

Inwiefern es sich hierbei lohnt, von einem Galaxy Z Fold2 auf das Z Fold3 umzusteigen, wird unser Review zeigen.

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