[Video] Samsung NX200 Review – was kann die 20.3 Megapixel Systemkamera?

Spiegelreflex (DSLR) oder Systemkamera? Diese Frage stellen sich viele, wenn es um hochwertige Fotos und inzwischen auch Videos geht – bei mir ist die Entscheidung für den Samsung Blog etwa ein Jahr her und damals ist es eine Sony a33 geworden (Preis/Leistung hat gepasst). Inzwischen hat aber auch Samsung auf dem Gebiet der Systemkameras einiges zu bieten und glücklicherweise haben wir die Samsung NX 200 genauer unter die Lupe nehmen können. Danke an der Stelle an Barbara die dem Samsung Blog die Kamera zur Verfügung gestellt hat.

Das erste was einem auffällt an der NX 200 ist das extrem kompakte Gehäuse. Wenn man sie allerdings in die Hand nimmt, fällt schnell auf, dass sie trotzdem sehr wertig ist. Ein Blick auf die Waage zeigt mit Kit-Objektiv knapp über 500 Gramm an und trotzdem ist der komplette Body aus Metall. Liegt super in der Hand, das Gewicht stört auch nach längerem Fotografieren nicht, einzig die Stabilisierung für lange Belichtungszeiten aus der Hand leidet darunter ein wenig. Am Umgriff für die rechte Hand ist ein Gummi-ähnlicher Kunststoff, ebenso rund um das Display auf der Rückseite, Rutschen ausgeschlossen.

Bei der Benutzung der NX 200 ist man (oder zumindest ich als DSLR-/SLT-Nutzer) erstmal irritiert, ein Sucher zur Bilderfassung fehlt. Gab es einen solchen (eletronischen) Sucher bei der Samsung NX 100 als optionales Zubehör, wurde diesmal drauf verzichtet – Schade, aber erfordert nur eine kurze Umgewöhnung. Das AMOLED-Display macht das Fehlend des Suchers schnell wieder wett: Es bildet ( so wie ich das sehe) 100% des späteren Bildes ab und kann durch extrem gute, manchmal aber auch leicht zu kontrastreiche Farbdarstellung begeistern. Allerdings hätte das Display ruhig schwenkbar sein können, um über den fehlenden Sucher wegzutrösten…

Die Bedienung ist sehr einfach gestaltet und bietet je nach Modus Erklärungen von bestimmten Funktionen, zudem ändert sich der Optionsreichtum des Menüs je nach gewählter Funktion. Im Smart-Modus (der Nutzer muss nur abdrücken) gibt es wenige Einstellungen, im Manuellen-Modus die ganze Fülle an Möglichkeiten. Eine kurze Eingewöhnung erfordert der i-Function Button am Objektiv, hat man es sich einmal angewöhnt, bietet die Wahl über einen Ring am Objektiv aber einige Vorteile.

Über die Bildqualität verliere ich keine großen Worte, das überlasse ich den „großen“ Magazinen mit den Testlaboren, für mich sieht die Qualität super aus, mehr als ISO 3200 braucht man aber nicht auszuprobieren. Ein Kritikpunkt von mir ist der manchmal extrem langsame Autofokus, stellt dieser bei normalen Lichtverhältnissen noch ziemlich flott scharf, braucht er manchmal bei schlechtem Licht fast ewig um sich scharfzustellen. Schaut euch das Video an, da zeige ich das ausführlicher.

Die Videofunktion des NX200 lässt an sich keine Wünsche offen, allerdings stört mich als jemand, der doch häufiger in lauterer Umgebung filmen möchte, dass die Möglichkeit fehlt, ein externes Micro anzuschließen… wenn man aber direkt am Gerät vorbeiquatscht passt das schon 😉

Fazit: Die Samsung NX 200 ist ein absolutes Kamera-Highlight für mich, Bedienung und Funktionsumfang haben mich einfach begeistert. Die Schwäche mit dem Sucher verzeihe ich gerne, das Display ist klasse. Einzig der fehlende Anschluss für ein externes Micro stört mich, allerdings braucht der „normale“ Nutzer einen solchen wohl kaum. Wer also rund 750€ investieren kann und eine extrem leichte und kompakte Kamera möchte, die herausragende Qualität bietet, der kann bei der Samsung NX 200 zugreifen. Samsung ist das Objektiv-Angebot fleißig am aufstocken, so dass jeder seinen Bedürfnissen hier gerecht werden dürfte! Ich würde die Samsung NX 200 zu gerne behalten … kurz: geiles Teil!

Das folgende (lange) Video zeigt noch einmal quasi alles, was ich hier geschrieben habe ausführlicher, außerdem sieht man die Videoqualität und man kann sich von der Soundqualität des internen Microfons überzeugen – vergesst den Daumen hoch nicht 😉

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