Neue TouchWiz-Oberfläche taucht erneut auf: Kleine Magazine UX ist Mischung aus Google Now, Blinkfeed und WindowsPhone

Samsungs TouchWiz ist seit Jahren eine umstrittene Nutzeroberfläche für Googles Android. Anfangs eine Qual, haben sich doch zumindest seit der Nature UX Oberfläche, die mit dem Galaxy S III eingeführt wurde, die Stimmen gemehrt, dass Samsungs Änderungen nützlich sind.

Samsung_MagazinUX_Smartphone

Tatsächlich hat TouchWiz zwar das Problem Ressourcen-hungrig zu sein, allerdings bietet es praktische Erweiterungen und einen Komfort den ich „nacktem“ Android meistens vorziehe. Die Oberfläche ist ein Erkennungsmerkmal und hat inzwischen durchaus Vorzüge, gilt allerdings trotzdem langsam als veraltet. Mit dem Galaxy S5 dürfte sich das auch auf Smartphones ändern.

touchwiz

Für mich der größte Wurf auf der CES 2014 in Las Vegas war eine, mit vier Tablets eingeführte, neue Magazine UX Oberfläche. Diese sagt im Ergebnis nichts anderes aus, als dass Googles normale Oberfläche auf Tablets Samsung nicht ausreicht, um damit die Marktposition bei den Tablets auszubauen. Kurz: Android auf Tablets ist nicht „sexy“ genug, also baut man eine eigene Oberfläche. Diese gefällt mir sehr gut und ist vor allem etwas neues. Einfacher, optisch ansprechender und persönlicher – die Linie erscheint erfolgsversprechend.

Videolink

Mit dem Samsung Galaxy S5 scheint Samsung diese Oberfläche auch auf Smartphones bringen zu wollen. Zumindest legen dies Screenshots von @evleaks nahe, die eine neue Oberfläche für TouchWiz zeigen. Untereinander angeordnete Kacheln erinnern an WindowsPhone, Ereigniskarten zeigen Informationen und Termine ähnlich Google Now an und Kacheln mit Inhalten aus sozialen Netzwerken könnten HTCs Blinkfeed Konkurrenz machen. Ja, Samsung erfindet das Rad nicht unbedingt neu, setzt es aber neu zusammen. Hinter der neuen Oberfläche könnte eine der wichtigsten Neuerungen der letzten Jahre stecken, persönlichere Smartphones mit mehr Informationen schon auf dem Homescreen klingen vielversprechend. Allerdings gibt es auch Bedenken: Dass die Karten nach den Erfahrungen der letzten Jahre direkt in ausreichender Qualität weltweit gute Ergebnisse liefern ist eine schwierige Aufgabe. Bei Googles Now war dies sehr lange nicht der Fall und noch immer gibt es Lücken. Außerdem könnte eine solche Oberfläche das ohnehin nicht ressourcensparende TouchWiz den Arbeitsspeicher noch mehr belasten und über eine dauerhafte CPU-Auslastung auch zu einem höheren Stromverbrauch führen. Abwarten und Tee trinken, die Chance ist da, dass die neue Oberfläche ein großer Wurf werden kann.

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