Samsung Galaxy Tab S2 9.7 – (M)ein erster Eindruck

Samsung hat in der Nacht von Sonntag auf Montag für einige überraschend das Galaxy Tab S2 9.7 offiziell angekündigt. In der Gerüchteküche war es nun schon relativ häufig und seit längerem hatte man auf einen Nachfolger des Galaxy Tab S gewartet und plötzlich war es so weit.

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Seltsam für Samsung: Obwohl ein Flaggschiff fehlte ein (Presse-)Event zu dem Gerät und so gibt es bisher kaum Livebilder des Samsung Galaxy Tab S2. Gestern Abend hatte ich das Galaxy Tab S2 9.7 in den Fingern, daher mal ein paar Worte zu dem Gerät.

Der erste Eindruck ist flach. 5,6mm sind eine Ansage, welche auf dem Papier weniger beeindruckt als es in Wirklichkeit ist. Das Samsung Galaxy Tab S2 ist extrem flach und dazu mit 389 Gramm sehr leicht. Ich habe natürlich nicht nachgemessen/-wogen 😉 aber es ist einfach ein ziemliches „Wow“, wenn man das Gerät in die Finger bekommt.

Als nächstes fällt der Rahmen auf. Samsung setzt hier auf einen Rahmen, der dem des Galaxy Note 4 sehr stark ähnelt. Vom Namen her hätte ich diesen Rahmen eher beim Galaxy Tab A erwartet (die Galaxy A-Serie hat ein ähnliches Finish), aber er passt auch hervorragend zum Galaxy Tab S2. Das Gerät wird hierdurch wertig. Während das erste Galaxy Tab S auf Kunststoff setzte, der sich zwar durchaus hochwertig anfühlte und mir auch optisch gefiel, geht der Nachfolger also einen guten Schritt weiter.

Neben dem Galaxy Note 4 liegend, passt das Galaxy Tab S2 eigentlich optisch perfekt. Man erwartet fast einen S-Pen, der bleibt allerdings der Note-Serie vorbehalten. Egal, optisch jedenfalls gefällt mir das Tab S2. Erwähnte ich schon, wie dünn es ist? 😉

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Die Rückseite ist in der schwarzen Version glatt, allerdings leicht gummiert und dadurch angenehm griffig, die Kamera sticht hier nur leicht heraus. Die Linse ist zum Teil mit der selben Beschichtung bedeckt wie der Rahmen, sodass man nicht die komplette Glasabdeckung sieht. Die Druckknöpfe für Zubehör sind nun deutlich kleiner und dezenter – es gefällt mir persönlich dadurch besser.

Das Display ist eine Wucht. Nachdem ich in Deutschland viel zu lange das Galaxy Tab 7.7 vermisst hatte, gab es mit dem ersten Galaxy Tab S endlich auch AMOLED hierzulande. Mit dem Galaxy Tab S2 geht Samsung einen weiteren Schritt: Man ändert das Seitenformat. Statt wie bisher auf 16:9 oder 16:10 setzt man nun auf 4:3 … das kennt man so von Apple. In meinen Augen ist es ein bisschen Geschmacks- und ein bisschen Gewöhnungssache. Durch Smartphones sind wir heute einfach breiteren Content gewöhnt, insofern ist 4:3 für mich immer ein bisschen angestaubt, allerdings hält man ein Tablet anders als ein Smartphone, die Nutzung ist auch eine leicht andere und insofern kann es Vorteile geben. Hier muss ich mal den Alltag abwarten.

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Unter der Haube schlägt ein Exynos 5433, eigentlich eine seltsame Wahl, hat Samsung doch neuere SoC der Generation 74xx im Fall des Galaxy S6 eingesetzt. Allerdings bietet der SoC trotzdem genug Power um die 2048×1536 Pixel zu befeuern – glaube ich. Das muss die Praxis dann ausführlich beweisen. Der App Drawer ist aufgeräumt und die Kamera UI mehr oder weniger die des Galaxy S6, insofern alles gut.

Tl;dr

GalaxyTabS2_97_Eindruck_16 Ein feines, schlankes Gerät. Warum man es so plötzlich und ohne große Gelegenheit darüber auch zu berichten vorgestellt hat verstehe ich nicht. Es ist ein Gerät, was in der Hand überzeugt. So flach, leicht und wertig … da ist eine Pressemitteilung eigentlich nicht genug. Ich bin noch immer kein Tablet-Fan, aber ich freue mich auf einen ausführlichen Test des Samsung Galaxy Tab S2 – bis zu diesem kann es allerdings noch dauern, das Sample gestern hatte ich nur für wenige Minuten 😉

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