Galaxy Note 7: US-Verbraucherschutz warnt, Lufthansa und Airberlin verbieten Nutzung, Details zur Kennzeichnung

Das Fiasko rund um das Samsung Galaxy Note 7 hält weiter an. Auch Samsungs Vorgehen dürfte daran Mitschuld tragen. Anstatt eines (teuren) weltweiten Rückrufs bietet Samsung in diversen Märkten einen „freiwilligen“ Umtausch an. Klar, dass so noch einige Zeit lang fehlerhafte Galaxy Note 7 in Umlauf sein können.

SamsungGalaxyNote7_Fire

Entsprechende Konsequenzen werden von immer mehr Organisationen gezogen. So empfiehlt der US-Verbraucherschutz, die Consumer Product Safety Commission, ein sofortiges Abschalten des Galaxy Note 7 und kein etwaiges Laden des Smartphones. Außerdem arbeitet man in den USA eng mit Samsung zusammen, um einen baldigen Rückruf zu veranlassen.

Lithium-ion batteries pack a lot of power into a small package. When these batteries overheat and burst, the results can be serious. This is why the U.S Consumer Product Safety Commission (CPSC) is urging all consumers who own a Samsung Galaxy Note7 to power them down and stop charging or using the device.

 

This consumer warning is based on recent reports involving lithium-ion batteries in certain Note7 devices that have resulted in fires. These incidents have occurred while charging and during normal use, which has led us to call for consumers to power down their Note7s.

 

CPSC and Samsung are working cooperatively to formally announce an official recall of the devices, as soon as possible. CPSC is working quickly to determine whether a replacement Galaxy Note7 is an acceptable remedy for Samsung or their phone carriers to provide to consumers.

Dort geht es also weiter als nur ein Angebot eines „freiwilligen Austauschs“. In Deutschland liest sich die Problematik weniger hart, Samsung rät hierzulande kein Risiko einzugehen und das Austauschprogramm zu nutzen. Die Airlines sichern sich und die Passagiere indes ab und schränken die Nutzung des Galaxy Note 7 an Bord zunehmend ein. Gegenüber Areamobile äußerte sich Airberlin etwa, dass man die Nutzung ab sofort untersage:

„Die Sicherheit der Passagiere und der Crew hat bei Air Berlin höchste Priorität. Bis auf Weiteres wird Air Berlin die Inbetriebnahme und das Aufladen des betreffenden Modells Samsung Galaxy Note 7 an Bord untersagen und die Passagiere über eine Bordansage im Vorfeld des Fluges informieren“

Auch bei der deutschen Lufthansa weist man darauf hin, dass die Nutzung des Samsung Galaxy Note 7 an Bord nicht erlaubt ist.

Das Problem dürfte für Samsung noch einige Zeit anhalten: Kunden sich hinsichtlich von Galaxy-Smartphones irritiert, obwohl das Problem ausdrücklich NUR das Galaxy Note 7 betrifft. In Airlines ist das Problem zudem besonders präsent und lässt sich kurzfristig kaum lösen. Aus Australien erfährt man nun erste Details zu einer Kennzeichnung von ausgetauschten und somit sicheren Galaxy Note 7: 

Samsung_Note7_Safe_IMEI

Zum einen wird es einen Onlinecheck auf Basis der IMEI geben. Neu ausgelieferte, sichere Galaxy Note 7 werden in diesem Check als „Sicher“ angegeben. Außerdem wird sich auf der Verpackung des Galaxy Note 7 ein „S“ finden lassen, welches zeigen soll, dass es sich um ein sicheres Gerät handelt. Für nicht ausgetauschte Galaxy Note 7 ist laut Samsung ein solcher Test schlicht nicht möglich, man soll von allen ausgelieferten Galaxy Note 7 ausgehen, da außerhalb Chinas fast ausschließlich Akkus von Samsung SDI eingesetzt wurden, welche von dem Problem betroffen sind. Für Deutschland gibt es eine eigene Sonderseite zum Galaxy Note 7 mit Servicenummer und Formular, um sich für einen Austausch des Galaxy Note 7 ab dem 19. September einzutragen.

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