Samsung Powerbot VR7000 im Test inklusive Blick auf den Xiaomi Mi Robot Vacuum

Nach dem Unboxing des Samsung Powerbot VR7000 folgte natürlich der Test – der Saugroboter durfte sich in meinen heimischen vier Wänden austoben. Das Ergebnis war dabei dann aber doch eher durchwachsen.

Um keinen Tunnelblick zu bekommen, habe ich dieses Jahr auch wieder ein Referenzgerät ausgesucht. Aus dem letzten Jahr habe ich noch den damals getesteten Vorwerk VR200 im Haus, der kostet mit rund 750 Euro allerdings nur wenig mehr als der Powerbot VR7000, weshalb ich mich für den Test in anderen preislichen Gefilden umgesehen habe. 

Die Überlegung war dieses Jahr einfach: welchen Saugroboter würde ich für mich kaufen? Mehr als 400 Euro würden hier schmerzen, gleichzeitig möchte ich nach einem Jahr mit einem Saugroboter, auf keinen Fall mehr auf einen solchen verzichten. Also eine Runde recherchiert und am Ende bei einem Xiaomi Mi Robot Vacuum gelandet. Xiaomi ist ein chinesisches Unternehmen, welches so ziemlich alles herstellt – Smartphones, elektrische Zahnbürsten bis hin zum Saugroboter. Der Clou ist dabei, dass die Geräte grundsätzlich nicht für den europäischen Markt vorgesehen sind. Verkauft werden die Saugroboter inzwischen aber dennoch, so lässt sich der Xiaomi Mi Robot Vacuum beispielsweise über die deutsche Unterseite von Gearbest bestellt werden (Partnerlink). Unter 300 Euro, feine Sache, oder? Bevor ich jetzt zu sehr schwärme aber eine Warnung: der Roboter hat keine CE-Kennzeichnung. Er darf also hierzulande eigentlich nicht verkauft werden, Gearbest verschickt über London, weshalb der Zoll die Geräte nicht rausfischt – dennoch: schwierig. Die CE-Kennzeichnung ist wichtig und mit zig Fragen, etwa auch der Versicherung bei Schäden, gekoppelt. Später dann zu diesem Saugroboter mehr, erstmal zu dem eigentlich Protagonisten des Tests, dem Samsung Powerbot VR7000.

Ausgepackt war der Powerbot VR7000 relativ zügig. Optisch und beim Funktionsumfang hatte ich hier allerdings schon mehrere Probleme – ohne den Powerbot VR7000 überhaupt eingeschaltet zu haben. Der erste Punkt: schwarz? Der Kobold VR200 ist weiß, der Xiaomi Mi Robot Vacuum auch – und das nicht ohne Grund. Der VR9250 aus dem letzten Jahr war ebenfalls Hochglanz-schwarz und in Sekunden dreckig. Nicht anders ergeht es dem VR7000, glänzende schwarze Flächen auf einem Saugroboter sind schlicht ungeeignet. Elektrostatisch aufgeladene Geräte ziehen den Staub an, wer den Saugroboter nicht verstecken muss, hat einen staubigen Saugroboter rumstehen – suboptimal. Wenn schon schwarz, dann matt wie vielleicht beim Neato Botvac D5 oder so. So hat der VR7000 exakt einen Zustand, in welchem er sauber aussieht: mit Folien drauf.

Zwei Saugroboter in ihren Ladestationen, ein Saugroboter in seiner Ladestation plus Trafo.

Außerdem: Das Netzteil ist nicht in die Ladestation integriert, sondern liegt dann irgendwo herum – die Lösung ist in meinen Augen weniger ansprechend gelöst. Die Ladestation selber ist auch seltsam: die meisten Saugroboter haben die Ladekontakte an der Rückseite.

Der VR7000 hat sie auf der Unterseite, weshalb die Ladestation eine Bodenplatte hat, auf welche der Saugroboter fahren muss. Nicht so tragisch, aber er saugt teilweise seine eigene Ladestation mit einem ratternden Sound – ich dachte erst, dass hier etwas kaputt ist. Am Ende der Reinigung wird sie aber zuverlässig erkannt und angeparkt.

Frisch ausgepackt…

…und nach ein paar Tagen im Alltag.

Der dritte Punkt, der mich direkt skeptisch machte: der Staubbehälter. Dieser ist von außen einsehbar. Während Xiaomi oder Vorwerk mit akustischen Signalen warnen, wenn der Behälter gefüllt ist, kann man beim VR7000 den Schmutz anschauen. Schick ist das ja nicht gerade. Außerdem klemmt er regelrecht, wenn man den Behälter leeren möchte. Dann zieht man an dem Behälter und öffnet diesen schließlich mit einem Ruck – und zack ist der ganze gesammelte Dreck überall hin verteilt, nur nicht im Müll. Auch dieser Punkt ist nicht optimal gelöst. Was dagegen gut funktioniert: die Bürste (bzw Rolle) aus dem VR7000 zu entfernen und zu reinigen.

Die Einrichtung ist dann doch denkbar einfach: aufgebaut, eingeschaltet, die App auf dem Smartphone gestartet. Die App kontaktiert dann per WiFi-Direct den VR7000, dann tippt man das eigentliche Passwort des heimischen WiFi ein und dann war es das.

Der VR7000 ist verbunden und kann über die App gesteuert werden. Theoretisch sogar wie ein ferngesteuertes Auto. Das macht im Alltag nur keiner. Die Fernbedienung könnte man hierfür auch nutzen, nur ist die zum einen nicht wirklich schick und zum anderen wie alle Fernbedienungen im Zweifel verschwunden.

Eine Erklärung zur Bedienung gibt es in der App

Im Betrieb sieht es dann so aus.

 

Der Hauptanwendungsfall dürfte es wohl sein, dass man einen Reinigungsplan erstellt. Nach dem Motto „morgens um acht bin ich aus dem Haus, mach danach einmal sauber und wenn ich wiederkomme, ist es sauber“. Das funktioniert sehr einfach und gut. Schade ist es allerdings, dass ich den Reinigungsplan nicht für verschiedene Tage unterschiedlich festlegen kann – gerade am Wochenende wäre später vielleicht sinnvoll, beim Vorwerk VR200 ist dies möglich.

Auch sollte man aufpassen, dass man in der App nicht „Repeat“ aktiviert. Dann nämlich saugt der VR7000 bis der Akku schlapp macht. Das hatte ich bei dem ersten Testsauggang aktiviert und habe mich gewundert und gewundert und gewundert wie lange es denn dauern soll. Immerhin lies sich so schnell die Akkulaufzeit bestimmen – zwischen 60 und 90 Minuten, je nach Saugleistung, sind realistisch. Ach und noch ein Wort zur App beziehungsweise überhaupt der smarten Bedienung: zur CES wurde der VR7000 mit Unterstützung mit Amazon Alexa angekündigt. Die gibt es aber (noch?) nicht, weshalb ich diese nicht testen konnte. Schade, per Sprachbefehl das Ding zurück in die Station jagen, wenn ich Sonntags doch später frühstücke und der Saugroboter aber laut Zeitplan loslegen will, wäre für mich ein riesiger Usecase.

Das Saugen selber ist natürlich der wichtigste Punkt. Nur schön aussehen hilft nicht, ein Saugroboter hat am Ende bestenfalls die Wohnung vernünftig zu reinigen. Der Powerbot VR7000 bringt hierfür interessante Voraussetzungen mit sich: gerade einmal 97 Millimeter ist der Powerbot VR7000 hoch, dazu ist die Bürste mit 28,8cm verhältnismäßig breit und mit 20 Watt Saugleistung und CycloneForce ist der Saugroboter kräftig auf der Brust. Das hört man auch, auf der mittleren Saugstärke liegt der VR7000 bei mir um die 65 Dezibel, bei schwächster Einstellung noch immer um 60 db.

Besonders viel versprochen hatte ich mir von der Edge-Clean-Master-Technik. Diese „sorgt dafür, dass selbst in Ecken und an Zimmerwänden entlang gründlich gesaugt wird. Dank des Zusammenspiels zwischen besonders weit vorne sitzender Bürste, spezieller Wanderkennung und der innovativen, ausfahrbaren Edge Clean Master- Lamelle reinigt der POWERbot auch in Ecken und an Kanten.“ (Zitat Samsung).

Wobei ich hier schon vor dem Test eine Überlegung hatte. Statt einer Bürste beim Folgen einer Wand kann der VR7000 ja „nur“ darauf setzen, rechtwinklig an die Wand heranzufahren, die Lamelle auszufahren, stärker zu saugen, Staub wegzuziehen und so weiter. Das heißt zum einen, das komplexere Strukturen als gerade Wände entweder sehr, sehr viel mehr Zeit benötigen (um in verschiedenen Winkeln die Reinigung wie mit einer Bürste abzudecken), generell die Reinigung länger dauert (an jede Wand an jeder Stelle im rechten Winkel heranfahren, reinigen etc.) oder aber das Reinigungsergebnis hinter einer seitlichen Hilfsbürste zurückbleibt.

Wie man das testet? War auch meine Überlegung. Also habe ich in meinem Wohnzimmer mit einem Bleistift Testpunkte markiert, dort mit einem Teelöffel möglichst die gleiche Menge Mehl aufgebracht und dann über eine Woche beobachtet, wie denn welcher Sauger abschneidet. Ein herzlicher Dank geht an der Stelle an meine Freundin, die vor ungläubigen Kopfschütteln bei der Beklopptkeit kurz vor einem Schleudertrauma stand. Jedenfalls habe ich Punkte, die von keinem der Saugroboter im Feld gereinigt wurden, als Saugroboter-ungeeignet aus dem Testfeld ausradiert. Im Testvideo am Ende habe ich mir hieraus Punkte herausgegriffen, die ich als repräsentativ empfand.

Das Testfeld setzt nur auf Laminat und Parkett, keine Teppiche oder Sonstiges. Viel einfacher geht es für einen Saugroboter nicht. Mehl, Kaffee und Reis waren keine Probleme für den VR7000 – sind es allerdings auch nicht für meine anderen Saugroboter. Haare konnte ich nach dem Testzeitraum nicht in der Bürste finden, beim Vorwerk VR200 und auch beim Xiaomi Mi Robot setzen sich da nach einiger Zeit immer ein paar Haare in der Bürste fest, die teilweise sogar die Gummi-Lamellen über eine längere Zeit beschädigen können. Samsungs System für die Haarreinigung funktioniert also.

Hier lässt sich erkennen, dass durch die schwarze Hochglanzfront mehrere Sensoren werkeln

Jetzt aber das Alltagsergebnis. Generell hatte ich für den Saugbereich im Alltag den Eindruck, dass der Powerbot VR7000 länger braucht. Im Testvideo (ab 17:27) sieht man auch warum. Während der Vorwerk VR200 und der Xiaomi Mi Robot das Gebiet in Parzellen aufteilen, diese einmal am äußeren Rand umrunden und dann in Bahnen abfahren, saugt der Samsung VR7000 alles doppelt Einmal längs, einmal quer unddas ohne vorherige Umrandung. Dabei erkennt der VR7000 dank Visionary Mapping Plus und FullView offenbar recht viel. Die Kamera auf der Oberseite (Visionary Mapping) dient zur Erstellung einer Karte, anhand derer sich der VR7000 orientiert.

Mit Infrarotsensoren (und mehr?) durch die schwarze, glänzende Front (Full View) wird dann alles vor dem VR7000 erkannt und das auch besser als beim VR9200 im letzten Jahr. Dieser hatte mein Deko-Hanteln ( 😉 ) nicht erkannt und war mit voller Wucht dagegen gerammt – tiefe Schrammen waren die Folge, beim VR7000 war dies nicht der Fall. Der VR7000 ist dennoch nicht wirklich sanft – er ist der einzige Saugroboter bisher, der meine Zimmerpalme verschoben hat. Egal.

Nicht egal war mir aber das Saugergebnis. Dort, wo der VR7000 gereinigt hat, war das Ergebnis perfekt und besser, als bei den beiden anderen Saugrobotern. ABER: die markierten Testpunkte lieferten die Note mangelhaft. Die Test-Mehlspur durch das ganze Zimmer war komplett entfernt. Gleiches galt für einen Testpunkt vor dem Sofa und in einer etwas engeren Stelle am Esstisch – gut. An einer 1,5m langen Wand entfernte der VR7000 allerdings keinen der drei Testpunkte auch nur annähernd gut, obwohl er teilweise direkt (!) darüber an die Wand heranfuhr. Vielleicht bockte er sich minimal an der Fußleiste auf, ich weiß es nicht – das Ergebnis war hier jedenfalls enttäuschend.

 

Die zweite Enttäuschung gab es am Wohnzimmertisch. Um diesen herum läuft eine Gasse von minimal 42cm (für den Test, im Alltag auch mal mehr, mal weniger). Jeder Saugroboter im Test passt hier durch. Der VR7000 ignoriert die Gasse einfach komplett, der Test-Mehlpunkt wurde ignoriert. Der VR7000 lässt sich allerdings durch die Gasse ohne Probleme schieben und als ich ihn zum Test in dem ignorierten Teil „ausgesetzt“ und aktiviert habe, funktionierte auch alles bestens.

Schließlich der dritte kritische Punkt, an welchem regelmäßig auch Vorwerk und Xiaomi zu kämpfen hatten: eine kleine Treppe im Raum. Relativ flach, durch Eisenträger darunter für Sensoren auf den Geräten schwer. Damit hatte der VR7000 kein Problem – er fuhr hierunter ohne Probleme durch, der Vorwerk VR200 fährt sich hier alle zehn Fahrten ein mal fest. An den kniffligen Teil an der Treppe selber hat sich der VR7000 dagegen nicht mal herangetraut.

Der Vorwerk VR200 ist hier besonders flach und reinigt am meisten, der Xiaomi reinigt immerhin halbwegs die Testfläche – in den seltensten Fällen liegt in meiner Wohnung eine geschlossene Staubdecke, daher reicht das bei einer täglichen Reinigung in meinen Augen aus und ist jedenfalls besser als das, was der VR7000 abgeliefert hatte.

DBüdT: Der Xiaomi Mi Robot Vacuum

Eingangs hatte ich ja erklärt, warum ich mir über Gearbest diesen Saugroboter besorgt habe: er kostet wenig (Partnerlink), ist intelligent – das klang gut. Die Optik passt, er ist rund und flach – wie iRoomba und andere Saugroboter auch. Und er ist weiß, Staub sieht man hier nicht so leicht. Also bei Gearbest angefragt und ein Testgerät bestellt.

Nachteile? Ja. Gibt es. Einige. Das Ding kostet unter 300 Euro und kann sehr viel, irgendwo muss es daher ja einen Haken geben. Beim Xiaomi Mi Robot Vacuum sind das einige:

  1. Die Ladestation hat kein Euro8-Kabel (das kostet ein paar Euro auf Amazon), hat aber anders als beim VR7000 das Netzteil integriert, was für mich schicker aussah. Zudem sind die Ladekontakte auf der Rückseite des Saugers, der Xiaomi Mi Robot fährt also nicht laut reinigend über seine eigene Station. Dennoch: eigentlich kommt ein UK-Stecker mit Euro-Adapter, das Ding sieht abenteuerlich aus – ich würde hiervon dringend abraten, lieber einen Euro8-Stecker für ein paar Euro bestellen.
  2. Die App ist erst auf Chinesisch, der Roboter auch. Das stellt man sehr einfach erst in der App auf englisch um. Deutsch gibt es nicht. Dann bietet der Xiaomi Mi Robot direkt ein Firmware-Update an. Sehr einfach. Dann spricht auch der Roboter selber englisch. Das reicht mir.
  3.  Die App ist ein Akku-Killer. Sie bleibt im Hintergrund gerne geöffnet und zieht dann über 1 Prozent Akku pro Stunde bei meinem Galaxy S7 edge.
  4. Keine CE-Kennzeichnung. Der Zoll dürfte den Roboter eigentlich nicht ins Land lassen. Bei Gearbest passiert der Versand per Germany Priority über UK, weshalb man keine Probleme hiermit hat.
  5. Die fehlende CE-Kennzeichnung ist kein Qualitätssiegel, sondern eine Erklärung des Verkäufers, dass die Produkte mit den hierfür in der EU geltenden Regeln konform sind. Da es eine de.gearbest.com-Seite gibt (mit „deutscher“ Gewährleistung), bräuchte man dieses. Da dürfen sich Zoll und Anwälte drum kümmern. Ohne CE-Kennzeichnung ist es meines Wissens nach umstritten, was Versicherungen im Schadensfall bei Verursachung durch den Saugroboter ohne CE-Kennzeichnung sagen. (Ich bin kein Versicherungsrechtler).
  6. Die Reinigung ist nicht so gut wie beim Vorwerk VR200. Der kostet aber auch das Dreifache.

So weit, so ungut. Jetzt aber die Vorteile – und ich war ich bei dem Preis von unter 300 Euro mehr als positiv überrascht.

  1. Der Preis. Unter 300 Euro? (Partnerlink) Schaut euch auf dem Markt um, sonst sind da „dumme“ Saugroboter, teilweise sogar nur Fegeroboter, die mit dem Zufallsprinzip und Kontaktsensoren arbeiten. Das technische Paket des Xiaomi spielt da in einer ganz anderen Liga.
  2. Die Ladestation ist klein und unauffällig im Vergleich. Das autonome Laden funktionierte ohne Probleme.
  3. Die App hat diverse Kritikpunkte, ja. Aber: man kann live (!) sehen, wie der Laserscanner des Xiaomi Mi Robot Vacuum eine Karte der Wohnung erstellt. Man kann live den aktuellen Fahrtweg sehen und am Ende den exakten Fahrtweg kontrollieren. Die App sieht echt gut aus und der Funktionsumfang war ordentlich – wäre das Akkuproblem nicht, wäre hier ein deutlicher Punktgewinn gegenüber Samsung. Vergleicht nur mal die Abschlusskarten der Roboter gegeneinander:

    Die Karte gibt es bei Samsung nur in der History der Reinigungen und erst, wenn alles fertig ist. Groß zoomen geht auch nicht, und die Fahrtwege quer zur ersten Fahrt (sieht man im Video) sind nicht in der App zu sehen.

    Live baut sich diese Karte auf. Man kann viele Details, Wände und Co erkennen. Sogar Tischbeine oder Zimmerpflanzen lassen sich erkennen, dazu die exakten Fahrtwege. Sehr gelungen.

  4. Die Reinigung ist schnell.
  5. Der Scanner arbeitet erstaunlich genau und zuverlässig. In der Preisklasse gibt es sonst eher Sauger mit Zufallsprinzip, die weitaus dümmer sind.
  6. Die Bauhöhe passt, der Staubbehälter ist schick verstaut und leicht zu öffnen und reinigen.
  7. Ersatzteile sind spottbillig (müssen aber auch China geordert werden).
  8. Die Reinigung reicht auf einer mittleren Einstellung täglich meiner Meinung nach aus. Das Reinigungsergebnis ist für unter 300 Euro wirklich schwer in Ordnung.

Das Fazit

Ich hatte mich auf der CES 2017 wirklich auf das Ding gefreut. Beim Test hieß es dann allerdings, dass Alexa noch nicht unterstützt wird – der erste Wermutstropfen. Dazu dann meine Probleme mit der Optik – ok, vielleicht Geschmackssache. Aber das Reinigungsergebnis hat mich gewurmt. Vielleicht liegt es an meiner Wohnung, aber sobald es nur ein klein wenig komplexer wurde, hat der VR7000 einfach nicht das Ergebnis gebracht, was ich wollte und von anderen Saugrobotern kannte. Später gab es wohl ein Update, was ich bei einem Freund sehen konnte – da machte der VR7000 einen leicht anderen Eindruck, das kann ich aber für den Test nicht beurteilen, nach den insgesamt drei Testwochen geht das Gerät wie üblich an Samsung zurück. Daher bleibe ich dabei: für mich war das Ding schlicht nicht gut in Sachen Intelligenz. Eine längere, gerade Wand und von der Lamelle und einer hierdurch gründlichen Reinigung keine Spur, dazu die machbare aber verweigerte Aufgabe am Sofa – von der ohnehin kniffligen Stelle an der Treppe mal ganz abgesehen … schade. Der Vorwerk VR200 gewinnt für mich in diesem Dreierrennen tatsächlich, obwohl das Gerät eigentlich quasi ein Neato Saugroboter unter anderem Branding aus dem Jahr 2014 ist. Platz zwei bei Reinigung und Bedienung gebe ich aber tatsächlich an den erstaunlich günstigen Xiaomi Mi Robot Vacuum (Partnerlink). Die App hat mir Spaß gemacht und die Reinigung war zwar nicht ganz so gut wie beim Vorwerk VR200, aber noch immer gut und für den Preis sogar sehr gut. Der Powerbot VR7000 liegt am Ende auf Platz 3. Die Lamelle hat er in meiner Bude nicht genügend eingesetzt und einige Stellen ausgelassen, die mir wichtig waren. Schlecht ist er nicht, aber für den Preis von rund 700 Euro auf dem Markt, hat er mich einfach nicht überzeugt. Zum Abschluss das Testvideo:
Videolink

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