JBL Xtreme 2: Ein „kleiner“ Lautsprecher mit viel Wumms [Review]

Zur Abwechslung aus dem Alltag über Samsung geht es bei dieser Review mal um etwas anderes. Wobei ganz anders ist es nun auch wieder nicht, denn die Firma JBL ist ein Tochterunternehmen von HARMAN Kardon, also einem der vielen Spezialisten in Sachen Sound und Audio. Und Harman Kardon gehört seit geraumer Zeit auch zu Samsung. 

Unter Harman Kardon fällt zum Beispiel auch AKG, worauf Samsung in letzter Zeit bei den Lautsprechern in Tablets und Smartphone immer mehr zugreift und diese von AKG tunen lässt. Auch JBL gehört außerdem zum Portfolio. Deshalb bekommt ihr heute ein Review der JBL Xtreme 2. Ein „kleiner“ Lautsprecher, mit viel Wumms.

Kurz zur Vorgeschichte: Angefangen hat es bei mir mit einer JBL Flip 4 die ich mir extra für die Arbeit gekauft habe. Die war zwar auch schon gut, aber für das Musik Hören in einem Lager mit etwas mehr Lärm war sie viel zu leise. Zufrieden war ich damit eigentlich nicht, weshalb ich mir vor etwa drei Wochen die JBL Xtreme 2 selbst gekauft habe.

 

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Den Kauf habe ich in der kurzen Zeit in der ich die Xtreme 2 besitze nicht bereut, ganz im Gegenteil. Im Vergleich zur JBL Xtreme 1 (die es bei uns im Lager zu Hauf gibt), ist die 2. Version etwas besser geworden. Lange Rede, kurzer Sinn. Jetzt geht es endlich los.

Optik und Verarbeitung

Die Optik gefiel mir bei der Xtreme 1 schon sehr. Jedoch hat man bei der Xtreme 2 noch ein paar Kleinigkeiten verbessert. So ist die Halterung für den Gurt etwas weiter nach innen gewandert und bietet ein wenig mehr Platz. Außerdem wurde der Zugang zum USB-Port, dem Ladeanschluss, dem 3,5mm Klinkenstecker und dem micro USB 2.0 Anschluss für Firmware Updates mit einer Klappe versehen, die mir deutlich besser gefällt als der Reißverschluss bei der ersten Xtreme. Auch die Standfüße sind etwas länglicher und breiter geworden, was für einen etwas besser Stand sorgt. Der Gurt besitzt ein Schulterpolster und sogar einen Flaschenöffner für das gemütliche Feierabendbier. Schon allein deswegen kann man den Tragegurt abfeiern, der ein wenig an einen Anschnallgurt aus dem Auto erinnert.

Auch die Verarbeitung ist JBL typisch extrem gut. Alle gängigen Bluetooth Lautsprecher von JBL setzen auf den Seiten auf eine Art Gummi, während der Korpus mit einer Art Stoff geschützt wird, der sich durchaus gut anfühlt. Auch die Abschlüsse des Stoffes auf der Unterseite sind gut verarbeitet.

Bluetooth, Anschlüsse und Akku

Die JBL Xtreme lässt sich sehr gut via Bluetooth mit Musik füttern. Ich mach das ganze mit Spotify und einem Galaxy S9+. Mit wordBluetooth in Version 4.2 der Xtreme 2 (leider kein 5.0) ist die Reichweite auch recht ordentlich. Bewege ich mich circa 10 bis 10 Meter von der Box weg, gibt es keinerlei Probleme. Wird die Entfernung mehr, hakt es an der Box oder die Musik pausiert einfach, was aber nicht schlimm ist, da man sich meiner Meinung nach recht selten soweit weg von einer Box bewegt.

Desweiteren gibt es einen USB Anschluss mit dem man das Tablet / Smartphone laden kann, einen 3,5 mm Klinkenstecker sowie den Ladeanschluss. Laden lässt sich die Xtreme2 übrigens nur mit dem mitgelieferten Ladekabel, was eine Leistung von 19 Volt / 3 Ampere besitzt, was wiederum 57 Watt entspricht. Desweiteren gibt es auch einen microUSB Anschluss, der allerdings nur für Firmware Updates genutzt werden kann. Hier hätte ich mir USB Type-C gewünscht. Ein Kabel für Smartphone und Speaker wäre mir hier einfach lieber.

Als Akku kommt ein Lithium-Ionen-Akku mit 36 Wh und einer Kapazität von 10.000 mAh zum Einsatz, der sich laut JBL in 3,5 Stunden vollständig laden lässt und einen anschließend bis zu 15 Stunden mit Musik versorgt. Das variiert natürlich je nach je nach Lautstärke und Audioinhalten. In meinem Alltag komm ich gut und gern auf zwei Tage Wiedergabedauer. Dabei variiert die Lautstärke, die Box läuft aber gut 7 Stunden. Meist hab ich beim Laden immer noch einen Strich der Akkuanzeige ehe die Xtreme 2 den Geist aufgibt.

Musiksteuerung, Sprachassistent und App

Selbstverständlich kann man die Musik über das Smartphone steuern, doch die Xtreme 2 verfügt auch über Buttons zur Musiksteuerung auf der Oberseite. Zum einen sitzt hier der Powerbutton sowie ein Play/Pausebutton und die Lautstärketaste. Auch eine Bluetooth-Taste gibt es um die Box das erste Mal mit dem Smartphone zu koppeln. Rechts neben dem Powerbutton befindet sich der sogenannte Conntect+ Button, mit diesem und anderen Lautsprechern könnt ihr über die Connect App einen Partymode einschalten und so bis zu 100 Lautsprecher miteinander koppeln.

Auch den Google Asisstant kann man mit der Box nutzen. Ich mache das zum Beispiel um ein Lied weiterzuspringen wenn ich mal zu faul bin, das Smartphone aus der Tasche herauszuholen. Aber selbstverständlich lässt sich der Google Assistent auch ganz normal, also wie beim Smartphone verwenden.

Die JBL Connect App ist einfach aufgebaut, bietet aber nicht sehr viele Möglichkeiten. Mit ihr kann man beispielsweise den Party- oder Stereomodus aktivieren, festlegen ob der Playbutton durch den Google Assistent ersetzt werden soll, den Akkustand der Xtreme 2 sehen, den Lautsprecher umbenennen und Firmware-Updates durchführen, die auch relativ einfach sind. Das einzige komische Ding an der App ist, das man beim Öffnen erst GPS vollständig aktivieren muss, um die App überhaupt nutzen zu können.

Firmware-Updates werden bei dem Zahnrad in der App mit einem kleinen roten Punkt angezeigt. Drückt man dadrauf, kommt man zu einem neuen Menüpunkt, bei dem man das Update durchführen oder sich Infos dazu anzeigen lassen kann. Mit dem letzten Update wurden zum Beispiel Probleme behoben und das Freisprechen verbessert.

Soundqualität

Meiner Meinung nach ist der Sound im Vergleich mit der ersten Version der JBL Xtreme noch ein wenig verbessert und spätestens nach dem letzten Update auf Version 1.9.0 nochmal etwas gesteigert worden. Dabei ist der Bass etwas intensiver aber dennoch nicht überladen, während die Tiefen und Höhen gut herauskommen. Außerdem ist die Xtreme 2 nach dem letzten Update noch ein wenig lauter als die Xtreme 1. Schwankungen existieren lediglich bei den Audioformaten die man bei Spotify nun mal hat. Kompatibel ist die Xtreme 2 mit den Formaten A2DP V1.3, AVRCP V1.5,HFP V1.6 sowie HSP V1.2. Die Treiber setzen dabei auf eine Leistung von zwei mal 20 Watt (bei 2x 2.75″, die Höchtöner haben 2x20mm).

IPX7 Zertifizierung, Preis und Farben

Erfreulicherweise setzt die Xtreme 2 auf eine Schutzklassenzertifizierung IPX7, die Schutz gegen Eindringen von Wasser beim kompletten Eintauchen für 30 Minuten bis zu einer Tiefe von einem Meter bietet. Dank dieser Zertifizierung sind Poolpartys mit ordentlicher Beschallung durch Musik kein großes Problem – wobei man mit der Box natürlich auch nicht schwimmen gehen sollte.

Diese ganzen Features und die Qualität lässt sich JBLgut bezahlen. JBL gibt eine unverbindliche Preisempfehlung von 299€ raus, wobei der Preis laut idealo jetzt schon bei gut 275€ für die schwarze und 285€ für die blaue und grüne Xtreme 2 beginnt.

Fazit

Meiner Meinung nach sind die 300€ UVP zwar recht hoch, lohnen dürfte sich die JBL Xtreme 2 – wenn man nicht bereits die erste Xtreme besitzt – dennoch. Wer sich gerade überlegt, sich auch so einen Bluetooth Lautsprecher zuzulegen, der sollte sich auch die JBL Xtreme der ersten Generation ansehen. Die Änderungen der Xtreme 2 sind zwar vorhanden, aber nicht gerade so groß. Zumal die Xtreme 1 mit einem Preis laut idealo.de bereits für zwischen 179€ und 194€ liegt.

Wer aber immer das neueste braucht/will so wie ich, der ist bei der zweiten Generation der Xtreme sehr gut aufgehoben. Desweiteren sieht man den Xtreme 2 aktuell nicht so oft in der Öffentlichkeit, während der Xtreme ziemlich verbreitet ist ;-). Ach und euer Feedback ist erwünscht: würdet ihr gerne häufiger Testberichte über Produkte aus dem Hause HARMAN, a Samsung Company,  lesen?

 

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