Samsung Audio-Lab: ein kurzes Fazit und ein langes Video

In den letzten Tagen hatte ich versucht, halbwegs verständlich einen Einblick in die Arbeit von Samsungs Audio-Lab in Kalifornien zu liefern. Zeit für ein kurzes Fazit und endlich wieder Videos 😉

Als Samsung 2015 angekündigt hatte, in Kalifornien ein Audio-Lab zu eröffnen, in welchem man sich nur der Verbesserung des eigenen HiFi-Portfolios widmen würde, klang das erst mal gut.

Disclosure: Die Pressereise nach Los Angeles erfolgte zusammen mit einigen anderen Journalisten und Medien auf Einladung von Samsung.

Allerdings muss ich sagen, dass es für mich nach einer werbewirksamen Ankündigung klang und nicht unbedingt so, als würde da wirklich etwas passieren. Tatsächlich war der erste Eindruck vor Ort … unspektakulär: ein schickes Industriegebiet 45 Minuten aus dem Stau von Los Angeles raus, ein Samsung-Zeichen an der Fassage und das war es. Im Labor selber dann einige beeindruckende Räume, aber eben auch unfertige Räume. Die Erklärung war einfach: Anfang des Jahres hatte man das Labor flächenmäßig verdoppelt und wird in naher Zukunft auf die Belegschaft von 23 auf angepeilte 40 Leute im Team aufstocken. Mehr dazu in Teil 1, dort auch mehr zur Transformer-Wand.

Für mich als überhaupt nicht fachkundigen Menschen wurde es dann lehrreich. Und anstrengend. Nichts mit Sonne und Palmen, sondern im Büro sitzen und verstehen, was dort im Audio-Lab überhaupt gemacht wird. Stark vereinfacht gab es zwei bemerkenswerte Entwicklungen für 2017: zum einen die Möglichkeit, Lautsprecher viel, viel besser auszunutzen und so auch bei einer flachen Soundbar einen ordentlichen Bass rauszukitzeln (Details in Teil 2) und außerdem die Entwicklung von Soundbars, die nicht nur vom perfekten Punkt aus gut klingen (Details in Teil 3).

Ein Prototyp im Labor – wie bekommt man jetzt aus einer Audio-Datei am Ende den Ton raus, den man braucht?

In einer Branche die über Jahre viel über Ausprobieren gelöst hat, sieht die Möglichkeit der digitalen Prototypen spannend aus – besonders, da man von Smartphones und Fernsehern inzwischen relativ kurze Entwicklungszyklen gewöhnt ist (Teil 4). Erstaunlich anstrengend empfand ich das konzentrierte Zuhören, was man für Blindtests braucht – hier kommt dann auch die Transformer-Wand zum Einsatz. Coole Nummer, im Artikel (Teil 5) gibt es auch ein paar Beispiele mit denen man das selber ausprobieren kann.

Das Fazit fällt nachher anders aus als ich es vermutet hätte: mal eben das Labor zu verdoppeln, dazu Samsungs Übernahme von Harman (zu welcher man vor Ort aber nichts sagen wollte) – das sind schon beeindruckende Schritte. Die Entwicklungen selber musste man erstmal verstehen, dann jedoch gibt es bisher nur begrenzt Vergleichbares. Das Audio-Lab ist insofern tatsächlich NICHT wie vorher vermutet eine nette PR, sondern tatsächlich auch effektiv ein Ort, der für Samsungs aktuelle und zukünftige Audio-Sparte wichtig ist und vor allem auch bemerkbar ist.
Videolink

Nachgereicht gibt es erstmal den dritten Vlog aus Kalifornien, Teil 4 wurde dann durch ein defektes Mikrofon unbrauchbar – schade drum, wird nicht noch einmal passieren. Mein Galaxy S8 Testgerät ging danach zurück, für die IFA werde ich mal schauen, ob es dann wieder einen Vlog gibt.

Zurück zum Audio-Lab: ich habe viel gelernt. Schade eigentlich, dass dort nichts in Richtung Kopfhörer zu finden war – über meine Sennheiser Momentum höre ich Zuhause eigentlich am meisten Musik. Vielleicht aber nur, da ich (noch) keine Soundbar habe, abwarten. Der Einblick den Samsung hier geliefert hat war spannend, man würde sich wünschen, dass man in anderen Sparten wie beispielsweise bei Smartphones und Co auch nur annähernd so viel Einblick bekommen könnte. Jedenfalls hier ein abschließendes Video zum Audio-Lab in welchem ich Alles einmal kurz erkläre, falls sich nicht jeder die fünf Artikel durchlesen wollte ;-). Ein Daumen hoch unter dem Video auf YouTube wäre hilfreich…

Videolink

Ab jetzt gibt es wieder mehr Videos, das Note8 kommt, die IFA steht vor der Tür und und und – die Sommerpause ist vorbei.