JBL Boombox: Und dann hat’s Boom gemacht [Review]

Vor etwas mehr als einem Monat hatten wir den JBL Xtreme2 Bluetooth-Lautsprecher getestet und das Ganze in einem Testbericht festgehalten. Da das ganze Review eigentlich recht gut bei euch ankam, haben wir noch einmal bei JBL angefragt und haben jetzt die nächste Stufe im Bluetooth-Lautsprecher Segment, die JBL Boombox, im Test.

Wie bereits beim Xtreme2 Review geschrieben, gehört JBL inzwischen zu Samsung. Bzw. gehört JBL zu  Harman/Kardon, wobei HARMAN wiederum durch Samsung aufgekauft worden ist. Deshalb sieht man bei Tablets oder Smartphones auch immer mehr Lautsprecher „tuned by AKG“. Aber auch ohne Smartphone lassen sich die Lautsprecher hören 😉 und am lautesten wohl die JBL Boombox. Die hatten wir getestet – „Und dann hats Boom gemacht”:

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von AllAboutSamsung.de (@allaboutsamsung) am

Optik und Verarbeitung

Wie schon die JBL Xtreme2 ist die Boombox auch hervorragend verarbeitet. Auch hier wird auf eine Ummantelung mit einer Art Textil gesetzt, die sich meiner Meinung nach hochwertiger anfühlt als noch bei der Xtreme2. Die beiden Woofer auf den Seiten sind nicht wie bei der Xtreme2 aus Gummi, sondern nun aus einer Art Plastik, wenn nicht sogar Metall – schwer zu sagen, das Testgerät wollte ich nicht zerstören um es nachzuschauen. Die Optik ist extrem wuchtig, denn die Boombox ist in etwa doppelt so groß wie die Xtreme2.

Schon allein durch den nicht abnehmbaren Tragegriff, wirkt die Box schon sehr klobig. Als würde man einen Koffer mit sich tragen. Die Box ist zwar „etwas“ größer, allerdings muss man aber auch sagen, dass die Soundqualität irgendwo herkommen muss. Sound braucht Platz, dazu aber gleich mehr. Auch die Klappe auf der Rückseite der Box, unter der sich USB-Anschlüsse, der Stromanschluss und ein AUX-Ausgang befinden wirkt hochwertig auf mich und bietet eine Gummilippe. Denn die Boombox ist auch nach IPX7 zertifiziert, insofern muss man in einer staubigen Umgebung nicht zu viel Angst haben.

Bluetooth, Anschlüsse und Akku

Auch die Boombox setzt nicht auf Bluetooth in Version 5.0, sondern auf die etwas ältere Version 4.2. Die Reichweite und die Qualität der Verbindung werden hierdurch jedoch nicht beeinträchtigt. Komischerweise ist die Reichweite im Vergleich zur Xtreme2 meiner Meinung nach besser, obwohl beide Boxen auf Bluetooth Version 4.2 setzen. Hier kann ich mich sogar Indoor 15 bis 20 Meter von der Box wegbewegen, ohne dass die Verbindung getrennt wird. Bei den Anschlüssen setzt die Boombox auf zwei USB Typ-A Anschlüsse, mit denen man sein Smartphone aufladen kann, einen microUSB Anschluss für Firmware-Updates und eben den Stromanschluss. Mitgeliefert wird ein Netzteil mit 20V / 4A, was wiederum 80 Watt entspricht. Durch dieses Netzteil kann der 20.000 mAh/ 74Wh starke Akku laut JBL in etwa 6,5 Stunden aufgeladen werden. Unter USB Type-C ließe sich das allenfalls mit einer der stärksten USB Type-C PD-Standards bedienen.

Ist der Akku dann voll, kann man mit ihm je nach Musikart und Lautstärke bis zu 24 Stunden Musik hören. In meinem alltäglichen Umgang komme ich allerdings auf maximal 10 Stunden, was aber definitiv an meiner Musik (utzutzutz) und der Lautstärke (UTZUTZUTZ!) liegt. Vermutlich wird man auf mehr Wiedergabezeit kommen, wenn man den Lautsprecher im Outdoor-Modus betreibt.

Soundqualität

Hier muss ich mich etwas outen, denn ich bin von der Boombox mehr als begeistert. Das soll aber nicht heißen, das ich nur die positiven Dinge erwähne. Denn einige Schwächen hat die Boombox allemal. So in etwa der Outdoor-Modus. Klar ist der nur für draußen geeignet, allerdings fehlt hier der Bass sehr und der Lautsprecher ist nicht mehr so laut wie beim Indoor-Modus. Auch die Soundqualität bei höherer Lautstärke lässt leider etwas nach. Die Mitten sind sehr gut abgestimmt, während die Höhen fein und sauber herauskommen. Man hört zum Beispiel Dinge in der Musik, die man mit der Xtreme2 nicht hört.

Positiv muss aber gesagt werden, dass der Bass sonst sehr, sehr ordentlich vertreten ist und auch die Lautstärke überragend ist. Egal ob man Hip-Hop, Rap, Old School oder aber auch mal etwas Klassik oder – ich will es kaum aussprechen – Schlager zum Testen der Box hört. Wenn man dann noch den Bass mit Hilfe des Samsung Equalizers aufdreht,… 😍 .Die Treiber setzen dabei auf eine Leistung von zwei mal 20 Watt im Akkubetrieb und zwei mal 30 Watt im Netzbetrieb. Unterstützt werden die Formate A2DP 1.3, AVRCP 1.6 und HFP 1.6. Die Tieftöner sind zwei mal 4″ groß, während die Hochtöner zwei mal 20 mm groß sind.

Einen Raum oder ein etwas größeres Lager beschallt man durch die Boombox ohne Probleme. Den Bass spürt man bei uns im Lager auch in etwa 15 Meter Entfernung zur Box. Je nachdem wo die Box steht, hört man die Musik noch zwei Stockwerke darunter. Und unser Stockwerk im Lager ist immerhin 10.000 m² groß.

Musiksteuerung, Sprachassistent und App

Als Musiksteuerung verfügt die Boombox auf der Oberseite über das typische JBL-Layout. Hier findet man einen Bluetooth-Button zum Koppeln mit dem Lautsprecher, einen Lauter und Leiser- sowie einen Play- und den Powerbutton. Den Playbutton kann man in der JBL Connect App entweder klassisch benutzen oder auf den Google Assistant belegen, um beispielsweise ein Lied weiterzuspringen. Außerdem gibt es einen extra Button für JBL Connect+, mit Hilfe dieser Funktion kann man bis zu 100 weiterer Connect+ geeigneter Lautsprecher mit der Boombox verbinden. Dies funktioniert aber nur ab der JBL Xtreme2 und einer weiteren Boombox. Die Xtreme der ersten Generation besitzt leider kein JBL Connect+. Den Google Assistant nutze ich zum Beispiel um meine Musik zu steuern und meine Playlist von Spotify wiederzugeben.

Die App unterscheidet sich im Vergleich zur JBL Xtreme2 nicht. Zusätzlich zu den bekannten Funktionen, kann man auch die Soundqualität von Indoor zu Outdoor oder umgekehrt wechseln. Dies ist aber auch durch einen extra Knopf auf der Rückseite der Box möglich.

IPX7, Preis und Farben

Auch die Boombox setzt, wie die Xtreme2, erfreulicherweise auf eine IPX7-Zertifizierung die Schutz gegen das Eindringen von Wasser beim kompletten Eintauchen für 30 Minuten bis zu einer Tiefe von einem Meter bietet. Dadurch sind Poolpartys oder mal ein Tag am See mit Beschallung durch gute Musik kein Problem. Mit der Box schwimmen gehen würde ich allerdings trotzdem nicht.

Erhältlich ist die Boombox in den Farben schwarz und camouflage, wobei mir die schwarze Variante deutlich besser gefällt. Die Qualität und die Features haben natürlich auch ihren Preis. JBL ruft eine UVP von stolzen 499€ auf, was erstmal ein Brett ist. Die schwarze Boombox gibt es laut idealo.de allerdings bereits für 374€, während die camouflage Version bei idealo.de für circa 416€ gehandelt wird.

Lieferumfang

Der Lieferumfang ist eigentlich kaum der Rede wert. gehört aber dennoch irgendwie zu einem Review mit dazu. So ist neben der Boombox auch das passende Netzteil und ein bisschen Papierkram mit dabei, den wahrscheinlich kaum jemand liest. Das Netzteil ist passend zum Lautsprecher schwarz gehalten, besteht aus zwei Teilen und liefert einen Output von 20 Volt bei 4 Ampere, was einem 80 Watt Netzteil entspricht.

Die Verpackung macht einen ordentlichen Eindruck, auf der die wichtigsten Eigenschaften der Boombox aufgedruckt sind. Außerdem ist der Lautsprecher recht ordentlich mit Schaumstoff für den Transport geschützt.

Fazit

Meiner Meinung nach bietet die Boombox trotz ihrem stolzen Preis einen echten Mehrwert. Im Vergleich zur Xtreme2 ist die Boombox deutlich lauter und bietet wesentlich mehr Bass, was einfach nur genial ist. Auch wenn die Soundqualität bei hoher Lautstärke etwas nachlässt und die Töne etwas verzerren, ist die Soundqualität angesichts der Größe der Box beachtlich. Mit einem nicht abnehmbaren Tragegriff, einem Gewicht von 5,25 kg und Abmessungen von 254,5 x 495 x 195,5 mm ist die Boombox aber nicht gerade handlich. Guter Sound braucht nun mal etwas Platz und einen vernünftigen Korpus.
Meiner Meinung nach hätte man den microUSB-Anschluss allerdings durch einen USB Type-C-Anschluss ersetzen können. Da der microUSB-Port allerdings nur für Firmware-Update gebraucht wird, ist es nicht ganz so tragisch, denn die Firmware-Updates kann man auch über das Smartphone installieren. Aber dennoch: Ein USB Type-C PD (Power Delivery)-Anschluss zum Laden der Boombox und man müsste nicht die Boombox laden und die Smartphones an die Boombox anschließen, sondern könnte das gleiche Ladekabel für die Boombox und eben auch Smartphones nutzen. Die Technik dafür wäre allerdings auch verhältnismäßig teuer, insofern ist die Lösung mit einem proprietären Ladekabel zu verzeihen.

Auffällig ist man auf jeden Fall wenn man mit so einer „kleinen” Box im ausgeschaltetem Zustand im Bus sitzt oder durch die Stadt läuft. Ich für meinen Teil muss gestehen, dass meine Arbeitskollegen und ich uns in die Boombox verliebt haben. Denn die Xtreme2 kommt bei weitem nicht an die Boombox heran. Aber das sollte jedem klar sein, denn die Boombox ist in etwa doppelt so groß wie die Xtreme2 und bietet daher auch mehr Volumen und größere Woofer für deutlich mehr Bass und einen besseren, satteren Sound.
Einzig und allein der Preis von 500€ UVP ist durchaus happig. Mittlerweile gibt es die Boombox je nach Farbe allerdings schon ab 378€, wofür es dann eine deutlich bessere Kaufempfehlung meinerseits gibt.

Eine kleine Anmerkung am Rande: Im August 2017 gewann JBL mit der Boombox die Auszeichnung in der Kategorie European Mobile Speaker 2017-2018 für eine außergewöhnliche Leistung und die Akkulaufzeit von bis zu 24 Stunden, die von der EISA (European Imaging and Sound Association) verliehen wurde. Dieses Jahr wurde sogar die JBL Xtreme2 von der EISA ausgezeichnet.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von AllAboutSamsung.de (@allaboutsamsung) am

Nun seid ihr gefragt: Schreibt uns doch gerne euer Feedback in die Kommentare, wie ihr diesen Test fandet und was ihr gerne noch sehen wollt. Wir versuchen dann unser Bestes um weiter auch Geräte aus dem Hause „HARMAN, a Samsung Company“ hier zu testen ;-).

Werbung