Samsung Level In und On – die ersten beiden der neuen Kopfhörer im ausführlichen Test

Der zweite Einblick von mir in die Welt der Premium-Kopfhörer von Samsung ist fertig. Perfekt war keiner der ersten beiden Kopfhörer, aber zumindest einer der beiden hat mich schon ziemlich überzeugt. Morgen müssen die Kopfhörer wieder zurück, falls ihr Fragen habt könnt ihr die gerne in den Kommentaren stellen.

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Das erste Mal Testgeräte, und das nach grade mal zwei Monaten des Bloggens. Hat mich ziemlich gefreut als die beiden Jungs mir angeboten haben, die Level zu übernehmen. Am 7.07. kamen diese dann an und ich hatte erst mal Angst, dass ich mich von der Geste des Leihens überrumpeln lasse und die Dinger zu sehr lobe. Hat sich aber nach ein paar Tagen relativiert. Ich glaube, dass ich die Kopfhörer sehr differenziert bewerten konnte. Ab und zu vielleicht auch ein wenig hart.

Samsung Level On

Wie bereits früher erwähnt, bin ich kein Fan von On-Ear Kopfhörern. Nach gut 1 ½ Wochen kann ich das auch ganz klar von den Samsung Level On behaupten. Ja, sie sind besser als bisher getestete Konkurrenten. Nein, sie sind trotzdem nicht 199 Euro (UVP.) wert. Zumindest ist das meine Meinung, im Endeffekt sollte man da immer die eigene Meinung mit einbringen bevor man sich von einem Test überreden lässt.

Lieferumfang

Typisch für die Level Serie kamen auch die On in einer Box aus Pappe. Verschlossen gehalten wird diese durch zwei Magneten an der Unterscheite die die Front mit der festen Box zusammenhält. Ist nur eine kleine Sache, sorgt aber für ein hochwertigeres Gefühl. In der Box befindet sich lediglich die Transporttasche für die zusammengefalteten Kopfhörer. In der oberen Hälfte der Transportbox lag lediglich das Kabel zur Verbindung der Kopfhörer mit einem 3,5 mm Klinkenanschluss. Das Kabel hat eine Steuerfläche mit drei Knöpfen – leiser, play/pause, lauter. Die Steuerung scheint aber nur mit Samsung Smartphones und Tablets zu funktionieren. Zumindest reagierte mein Nexus 7 nicht wenn ich einen der Knöpfe betätigte.

Optik

Objektivität ist nicht ganz einfach bei diesem Thema. Tatsächlich hätte man aber mehr wertige Materialien verbauen können. Als erstes die eintönig schwarzen, gepolsterten Auflagepunkte. Die Ohrpolster bestehen aus einem weichen, leicht klebrigen, Kunststoff. Diese sind oval und etwa 6,5 cm breit und 8 cm hoch. Die Innenseite vom Bogen ist ebenfalls mit Kunststoff bedeckt. Hier allerdings weniger klebrig und mit einer Perforierung á la Galaxy S5 ausgestattet. Gefüllt sind die Polster mit Polyurethan, der Stoff aus dem auch die verbreiteten gelben Küchenschwämme bestehen. Schön weich also. Angrenzend zu der oberen Bepolsterung gibt es jeweils einen kleinen gebürsteten Aluminium Akzent mit jeweils zwei Schrauben. Ab da ist aber erst mal Plastik angesagt. Kurz findet man noch jeweils ein kleines Alu-Plättchen auf dem jeweils „L“ oder „R“ steht.

Von Außen ist alles unspektakulär und aus Plastik. Mattes Schwarz, oben ein „Level on“, auf halber Höhe jeweils einmal „Samsung“ auf den Seiten. Die Rückseiten der Ohrmuscheln sind mit einem Fake-Chrom Rand eingegrenzt. Innerhalb dieser Grenze ist das Plastik deutlich glänzender. Die Ohrmuscheln an sich sind auch komplett in schwarz, lediglich ein Fake-Chrom Rand grenzt die Polster vom Rest ab. Auf der Innenseite der Ohrmuschel findet man jeweils noch „L“ oder „R“ damit man auch immer weiß, wie herum man die denn jetzt tragen muss. Doppelt gemoppelt hält besser, ein kleiner Punkt für die Orientierung mit den Fingern wäre aber nicht fehl am Platz. Die Schienen zum vergrößern der Kopfhörer besteht glücklicherweise aus Metall.

Tragekomfort

Abzüge in der A-Note. Der komplette Kopfhörer ist sehr oval, allerdings in der Breite. Wenn ich die Level On trage, dann mit jeweils etwa halb ausgefahrenen Schienen. Das sorgt bei der Form der Level On (auch Over) dazu, dass zwischen den jeweiligen Ohrpolstern und der Kopfschiene extrem viel Luft ist. Und das sieht in meinen Augen schon ein wenig dämlich aus, dem Komfort an sich tut das aber nicht so viel. Hätte man die Ohrmuscheln besser in den Bogen integriert, hätte man dieses Fauxpas leicht aus dem Weg gehen können. Die Polster für die Ohren sind definitiv nicht zu klein geraten. Im Vergleich zu Anderen doch schon relativ groß, bringt einen Pluspunkt.

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Zum Tragekomfort gehört aber wohl auch die Unterdrückung von externen Lärmquellen. Klar erwartet man da keine Wunder, aber das Tippen auf der Laptop-Tastatur darf bei halber Lautstärke doch nicht mehr zu hören sein. Da scheint man echt einiges falsch gemacht zu haben, und damit mein ich nicht meinen Laptop. Mit den richtigen Gumminoppen bekomme ich bei jedem In-Ear Kopfhörer eine besser Abschirmung hin, an dieser Stelle also einen dicken Minuspunkt.

Tonqualität

Anfangs noch zufrieden bis gut, nach einem direkten Vergleich mit verschiedenen Over und auch In-Ears revidiere ich diese Aussage aber komplett. Ziemlich effektlos, die Musik kommt nicht so rüber, wie sie denn sollte. Bass ist da, gelegentlich aber auch zu viel. Rückt dieser in den Hintergrund, ist er eigentlich auch schon im Brei verschwunden. Die Höhen bekommt man mit dem Level On auch noch mit, gelegentlich zeigt er aber auch hier Schwächen. War ehrlich gesagt ziemlich verwirrt, dass ich das erst im direkten Vergleich gemerkt habe, die Unterschiede waren doch schon ziemlich groß. Das soll jetzt kein Todesstoß für die Kopfhörer sein, an sich ist der Ton ja grade noch ok, für 199 Euro bekommt man aber nicht wirklich viel geboten. Mein Fazit findet ihr weiter unten.

Samsung Level In

In-Ear, meine Lieblinge. Schon damals fand ich diese plumpen, viereckigen Kopfhörer mit abgerundeten Ecken abstoßend. Tragekomfort war damals noch ein Fremdwort, mit den ersten In-Ears von Sony, die ich damals noch bei einem Kollegen zufällig ausprobierte, war der Groschen aber gefallen. Seit dem bin ich eigentlich nur noch mit In-Ears unterwegs. Und könnte ich ein Produkt der Level-Reihe behalten, dann wären es definitiv die Level In*.

Lieferumfang

Auch hier das selbe Spiel wie bei den anderen beiden Boxen – Magnetverschluss und stabile weiße Pappe. Von Innen sieht man dann die Seite der Ohrstücke und da drunter dann die Transportbox. Diese besteht übrigens, so wie alle anderen, von außen und innen aus Stoff. Allerdings ist die Box an sich ziemlich stabil, es scheint also so, als ob zwischen den Stofflagen noch ein halbwegs festes Material vernäht wurde. Außerdem sind insgesamt 6 Paar verschiedene Noppen im Lieferumfang enthalten. Drei Paare aus dem üblichen Gummi, drei weitere aus einem sehr weichen und verformbaren Schaumstoff. Diese sind jeweils in den Größen S, M und L.

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Optik

Leider auch hier fast überall Plastik. Die Ohrstücke an sich sind farblich in zwei Bereiche eingeteilt. Der Teil der zum Ohr hin gerichtet ist besteht komplett aus Fake-Chrom. Lediglich kurz vor dem Hals, an dem die Gumminoppen befestigt werden, ist ein kleiner Ring aus Aluminium angebracht. Dieser ist aber nicht mehr zu sehen wenn man die Kopfhörer in Benutzung hat (für einen selbst sowieso nicht, für andere aber auch nicht). Der andere Teil, der nach außen zeigt, ist in einem schönen matt-weiß Ton gefärbt. Es scheint auch so, als ob dort kleine Partikel eingearbeitet wurden. Hält man die Rückseite nah genau ans Auge, und lässt irgendeine Lichtquelle direkt auf die Kopfhörer treffen, sieht man deutlich einen Unterschied zu normalen matten Weißtönen.

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Logos sucht man bei den Ohrstücken vergebens, zum Glück. Am Kabel zum rechten Ohrstück befindet sich das selbe Steuerelement wie auch bei den Level On und Over. Weiter unten, dort wo die beiden Audiokanäle dann zum Klinkenstecker werden, befindet sich noch ein kleiner runder „Anhänger“ auf dem Level In* steht. Am Griffstück für den 3,5 mm Anschluss, der übrigens zum Großteil aus Aluminium besteht, findet sich dann ein „Samsung“ Schriftzug.

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Tragekomfort

Erst mal muss man natürlich die richtigen Noppen für sich finden, die aus Schaumstoff haben mir aber nicht sonderlich zugesagt. Hat man dann die Richtigen gefunden und steckt die Kopfhörer rein, sitzen diese auch erstmal fest. Allerdings ist die Stabilität weder nennenswert positiv oder negativ. Ich habe es immer gerne wenn ein minimaler Unterdruck entsteht, dann weiß man, dass die Kopfhörer auf jeden Fall fest sitzen und nicht so leicht raus rutschen.

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Die Ohrstücke an sich sind schon ziemlich groß, das liegt vermutlich an dem verbauten 3-Wege-Lautsprecher. Der Klang hat mir aber so gut gefallen, dass ich das gerne in Kauf nehme. Pluspunkte sichert hier das Kabel: Dieses besteht aus einem sehr weichen Kunststoff. Die typischen Knickpunkte des Kabels sind mittlerweile schon fast komplett verschwunden, sieht einfach schöner aus. Auch einen Pluspunkt gibt es für das Design an sich, es passt nämlich optimal zum weißen Note 3.

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Tonqualität

Natürlich nicht so gut wie bei den Level Over, die Level On sind aber deutlich schlechter. Bisher habe ich In-Ears von Sennheiser (CX300II) benutzt, die Level In kosten aber mehr als das doppelte von diesen. Und das hört man aber auch! Die Artisten liegen einem mit ihren Stimmen nicht direkt auf dem Trommelfell, sondern haben einen gesunden Abstand. Der Bass ist ziemlich gut portioniert, nicht zu viel und nicht zu wenig, weder im Vorder- noch im Hintergrund. Höhen, Mitten, alles zufriedenstellend und für In-Ears meiner Ansicht nach sogar mehr als ordentlich!

Fazit

Level In*: Hui. Level On*: Pfui. Die Level On sind wirklich nicht der Hammer und haben mich keineswegs überzeugt. Die Level In haben mich allerdings auf ganzer Linie überzeugt. Schickes Design, toller Klang. Allerdings bin ich bisher ganz gut ausgestattet, für die aktuell veranschlagten ~100 Euro kann man sich die Level In aber zumindest mal angucken falls man denn grade auf der Suche nach einem neuen Paar Kopfhörer ist. Wer generell ein Fan von On-Ear Kopfhörern ist kann sich auch gerne mal die Level On anschauen, seid aber nicht überrascht wenn sie euch enttäuschen.

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Empfehlung: Samsung Level In

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